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Berufliche Weiterbildung sichert Fachkräfte für die Zukunft!

Die Signale vom Arbeitsmarkt in der Emscher-Lippe Region sind derzeit sehr erfreulich: 26.611 Frauen und Männer in Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck bedeuten die niedrigste Arbeitslosigkeit in einem Oktobermonat seit mindestens 13 Jahren. Gleichzeitig bescheinigte die aktuelle Statistik zum Ende des 1. Quartals 2011 mit knapp 120.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten den höchsten Beschäftigtenstand in einem März seit neun Jahren. Der mit dieser Entwicklung einhergehende Bedarf an Fachkräften hat in einigen Branchen bereits zu Personalengpässen geführt. Betroffen sind unter anderem Gesundheits- und Pflegeberufe, Metall- und Elektro- sowie IT-Berufe.

Selbst wenn das Nachwuchspotenzial bestmöglich ausgeschöpft wird, werden demografisch bedingt längerfristig weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt nachrücken. Die berufliche Weiterbildung für Menschen, die bereits im Beruf stehen oder standen, leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Fachkräftebasis.

„Die betriebliche Ausbildung ist der wichtigste Schlüssel, um mittelfristig gut ausgebildete Fachkräfte zu haben. Die anhaltende Fachkräftenachfrage kann jedoch nicht allein durch junge Arbeitnehmer ausgeglichen werden. Eine wesentliche Aufgabe liegt darin, die vorhandenen Ressourcen intensiver auszuschöpfen. Ein wichtiger Baustein dafür ist die berufliche Qualifizierung“, erklärt Luidger Wolterhoff, Leiter der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen.

Aus diesem Anlass hat die Agentur für Arbeit Gelsenkirchen Unternehmen, Bildungsträger und Multiplikatoren für den 5. Dezember 2011 zu einem Bildungskongress eingeladen. Unter dem Thema „Perspektive 2025: Fachkräfte für Deutschland“ werden dabei Möglichkeiten vorgestellt, wie die Wirtschaft aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit künftig mit Fachkräften versorgt werden kann. „Für die Unternehmen in der Emscher-Lippe-Region bestehen die Herausforderungen des demografischen Wandels vor allem darin, auch in Zukunft ihren Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern zu decken.

Gleichzeitig müssen sie mit einer deutlich älter werdenden Belegschaft rechnen. Ich bin der Überzeugung, dass mit gut abgestimmten Strategien und durch eine gute Zusammenarbeit aller Arbeitsmarktakteure die Folgen des demografischen Wandels abgemildert werden können“, so Wolterhoff. Mit dem „Regionalen Arbeitsmarktmonitor“ wird zudem ein Informationssystem vorgestellt, das vertiefte Einblicke in die Strukturen des regionalen Arbeitsmarktes erlaubt und somit hilft, regionale Besonderheiten zu erkennen und auf spezifische Anforderungen rechtzeitig zu reagieren. Ferner wird die Agentur für Arbeit über den aktuellen Stand der Reform der Arbeitsmarktinstrumente informieren und gemeinsam mit dem Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen (IAG) und der Arbeit für Bottrop (AfB) die jeweilige Bildungszielplanung für das Jahr 2012 vorstellen.

Die Förderung der beruflichen Weiterbildung ist Kernelement der Arbeitsmarktpolitik und trägt zur Fachkräftesicherung bei. Das Sonderprogramm der Bundesagentur für Arbeit zur "Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Unternehmen" (WeGebAU) kann die Unternehmen bei den Weiterbildungsangeboten für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt unterstützen. Mit Programm zur Flankierung des Strukturwandels (IFLAS) unterstützt die Bundesagentur für Arbeit die Qualifizierung arbeitsloser Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Berufen, die am Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Weiterbildung ist nicht nur eine Frage der Aktualisierung von Wissen, sondern kann auch der Höherqualifizierung dienen. Unternehmen, die solche Qualifizierungen unterstützen, können so ihre Fachkräftebasis sichern.

(Quelle: Agentur für Arbeit Gelsenkirchen, 22.11.2011)

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