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Mit dem „Berufsnavigator“ die richtige Entscheidung treffen

Bei neuen Autos gehört das „Navi“ längst zur Standardausstattung. Ein Navigator ganz anderer Art versucht Schülerinnen und Schüler zielgenau zu ihrem Idealberuf zu lotsen: der sogenannte Berufsnavigator. Erstmals hat das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium am 15. und 16. November bei Schülerinnen und Schülern, die 2013 das Abitur erreichen werden, den Berufsnavigator angeboten. Finanziert wird das Projekt von der Agentur für Arbeit und den drei Rotary Clubs in Gelsenkirchen.

Welcher Beruf passt zu mir? Welche Stärken habe ich? Die Entscheidung, sich nach dem Schulabschluss auf die richtige Ausbildung festzulegen fällt Jugendlichen oft schwer. Häufig ist die Fehleinschätzung der eigenen Stärken und Schwächen ein Grund für einen Ausbildungsabbruch. Hilfe bietet hier der Berufsnavigator. Es handelt sich um ein stärkenorientiertes Verfahren zur Berufsfindung, das die Berufsnavigator GmbH in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Bundeswehr in Hamburg entwickelt hat. Das Verfahren ist wissenschaftlich abgesichert und wird permanent von Fachleuten begleitet und weiterentwickelt.

Die Schülerinnen und Schüler schätzen sich gegenseitig mit Hilfe einer elektronischen Abstimmung, ähnlich dem TED im Fernsehen, ein und beurteilen somit in Kleingruppen anonym ihre Talente und Neigungen. Der Berufsnavigator erstellt aus den Beurteilungen ein aussage-

kräftiges Stärkenprofil für jeden Teilnehmer. Im zweiten Schritt ordnet er dem Profil zehn passende Berufsbilder zu. Zum Abschluss erhält jeder Schüler bei einer professionellen Beratung, in der neben den Stärken auch die Interessen berücksichtigt werden, konkrete Berufsempfehlungen. Im Anschluss daran haben die Jugendlichen Gelegenheit, mit den Experten der Berufsberatung der Agentur für Arbeit mögliche Berufsbilder oder Praktika bei ortsansässigen Ausbildungsfirmen und viele individuelle Fragen vertiefend zu betrachten.

„Unsere Berufsberater können in ihren Gesprächen an die Ergebnisse und Empfehlungen anknüpfen. Der Berufsnavigator ist damit eine hilfreiche Unterstützung in Richtung Ausbildung und eines erfolgreichen Starts in die berufliche Zukunft“, meint Teamleiter Dominik Blechschmidt von der Gelsenkirchener Arbeitsagentur.

Der Berufsnavigator befindet sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen in einer Pilotphase und wurde bisher im Juli 2011 an der Gesamtschule Horst angeboten. Nach dem Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium wird noch die Realschule Mühlenstraße am 29.11.2011 dieses Instrument einsetzen. Für 2012 ist eine Fortsetzung des Projektes geplant.

(Quelle: Arbeitsagentur Gelsenkirchen, 15.11.2011)

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