Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt im August
Der saisonbedingte Anstieg der Arbeitslosigkeit in Essen wirkt sich im Berichtsmonat gering aus. Zum Stichtag waren 34.748 Menschen arbeitslos gemeldet; das bedeutet einen Anstieg um 1,9%, bzw. ein Plus von 637 Personen gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote in Essen liegt mit 12,3 Prozent im August um 0,3 Prozent über der Quote vom Juli 2011. Die Zahl der bei der Agentur für Arbeit Essen arbeitslos gemeldeten Personen stieg dabei um 0,4 Prozent, bzw. 26 Menschen.
Beim Jobcenter Essen (Grundsicherungsstelle) stieg die Zahl der gemeldeten Personen im Berichtsmonat um 611 Personen, bzw. 2,2 Prozent.
„Wie überall so zeigt sich auch in Essen eine saisonale Entwicklung, die für die Zeit der großen Ferien typisch ist.“ erklärt Andrea Demler, Geschäftsführerin und stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Essen. „Die Steigerung ist auf eine vermehrte Meldung von Jugendlichen nach Schule und Ausbildung zurückzuführen. Bei der gleichzeitig guten konjunkturellen Entwicklung gehen wir davon aus, dass die Jugendlichen mit abgeschlossener Berufsausbildung sehr schnell in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Die gut aufeinander abgestimmten Vermittlungsstrategien unseres Arbeitgeberservices und der Teams, die direkt mit den Bewerbern arbeiten, zeigen hier ihre Erfolge. Die enge Verzahnung gepaart mit kurzen internen Wegen kommt unseren Kunden unmittelbar zugute. Das freut uns natürlich und zeigt uns, dass wir gut aufgestellt sind.“ erläutert Andrea Demler.
Auch die Zahl der offenen Stellen, die dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und dem Job Center Essen gemeldeten sind, stieg weiter an. 5.331 Stellen sind aktuell zur Besetzung gemeldet, 8,2 Prozent mehr als im Vormonat, bzw. 59,2 Prozent mehr gegenüber August 2010. „Hiervon sind 72 Prozent, bzw. 3.838 unbefristete Stellenangebote – ein deutliches Zeichen für einen stabilen Arbeitsmarkt in Essen. Besonders viel Potential bieten die Branchen Handel und die Dienstleistung und wie bereits in den vergangenen Monaten auch weiterhin die Gesundheitsbranche.“ analysiert Demler die Zahlen am Stellenmarkt in Essen.
„Wir freuen uns über jede gemeldete freie Stelle – sie stellen das Potential für die Essener Bürgerinnen und Bürger dar, um am Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen zu können. Die guten Kontakte unseres Arbeitgeberservices sind unser zentraler Erfolgsfaktor für die schnelle und erfolgreiche Vermittlung unserer arbeitsuchenden Kunden.“
Arbeitgeber, die offene Stellen melden möchten oder weiterreichende Fragen zum Arbeitsmarkt haben, erreichen den Arbeitgeber-Service über die Telefonnummer 01801 66 44 66 (3,9 ct/min aus dem Festnetz, Mobilfunkpreise max. 42 cent/min.).
Der Ausbildungsmarkt in Essen verzeichnet ebenfalls eine Zunahme; gegenüber dem Vorjahr waren zum Berichtsmonat 49, bzw. 1,4 Prozent mehr Ausbildungsplätze gemeldet.
Dem gegenüber stehen 4.006 gemeldete Bewerber, 859 Jugendliche weniger als im August 2010. Am Ausbildungsmarkt in Essen zeigt sich nun auch die jahrestypische Dynamik im Besetzungsprozess. Von den 3.456 gemeldeten Ausbildungsstellen im Berichtsjahr sind 2.937 zum Stichtag besetzt. 519 Ausbildungsplätze sind zum Stichtag noch offen, jedoch schmilzt diese Zahl täglich deutlich ab. Im Bereich Einzelhandel und Verkauf sowie in der Hotelerie und Gastronomie bestehen auch für das Ausbildungsjahr 2011 aktuell noch gute Chancen.
„Die demografische Entwicklung beginnt sich auch in Essen langsam abzuzeichnen. Im August 2010 standen jedem unversorgtem Bewerber statistisch 0,36 Ausbildungsplätze gegenüber; in diesem Jahr sind es 0,54 unbesetzte Ausbildungsplätze für jeden noch suchenden Jugendlichen. Die Jugendlichen sollten ihre Chance ergreifen und sich bei uns in der Berufsberatung melden, wenn sie das noch nicht getan haben. Schon jetzt haben wir freie Ausbildungsplätze für 2012 und noch verschiedene Möglichkeiten für den Start in das Berufsleben 2011. Der Anstieg der uns gemeldeten Ausbildungsplätze macht deutlich, dass die Unternehmen erkannt haben, wie wichtig es für den unternehmerischen Erfolg ist, im eigenen Betrieb auszubilden. Nur durch frühzeitige Ausbildung der Fachkräfte von morgen können Arbeitgeber dem zunehmenden Fachkräftebedarf begegnen.“ empfiehlt Andrea Demler.
(Quelle: Agentur für Arbeit Essen, 31.08.2011)


