Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Duisburg
„Der zweite Ferienmonat brachte dem Duisburger Arbeitsmarkt die saisontypischen Entwicklung: den Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Gruppe der Personen unter 25 Jahre. Dies wird sich in den kommenden Monaten durch die Aufnahme einer Berufsausbildung oder eines Studiums aber wieder einpegeln“, so Udo Müller, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Duisburg zur aktuellen Situation am Duisburger Arbeitsmarkt.
Mit 31.652 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im August 80 oder 0,3 Prozent weniger Personen als im Vormonat arbeitslos gemeldet. Im August waren damit 488 Personen oder 1,5 Prozent weniger Menschen arbeitslos als im Vorjahresmonat.
Die Arbeitslosenquote blieb damit im August unverändert bei 13,1 Prozent. Im August des Vorjahres lag die Quote bei 13,2 Prozent.
Betrachtet man die Entwicklung nach Rechtskreisen, so hat sich die Arbeitslosenquote im August im Versicherungsbereich (SGB III) nicht verändert. Sie beläuft sich weiterhin auf 2,4 Prozent. Im Vorjahresmonat lag sie noch bei 2,6 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte höher als in diesem August.
In der Grundsicherung (SGB II) verharrte die Arbeitslosenquote im August ebenfalls bei 10,7 Prozent, 0,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wo sie bei 10,6 Prozent lag.
„Ohne den saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bereich der Personen unter 25 Jahre hätte es im diesjährigen August noch einen weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit gegeben “, erläuterte Müller.
Wie schon in den Vormonaten, so wird auch im August die günstige Entwicklung gegenüber dem Vorjahr noch unterzeichnet, weil der statistische Entlastungseffekt durch den Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen geringer ist als vor einem Jahr. Die Zahl der Personen, die in Qualifizierungen, Aktivierungsseminaren und Arbeitsgelegenheiten beschäftigt waren, und deshalb nicht als Arbeitslose gezählt werden (Unterbeschäftigung im engeren Sinne), lag im August 2011 um 3.041 oder 7,2 Prozent niedriger als vor einem Jahr und um 3.841 oder 8,8 Prozent niedriger als im August 2009.
Der Rückgang der Unterbeschäftigung im engeren Sinne ist damit weitaus deutlicher ausgefallen als der in der Arbeitslosenstatistik ausgewiesene Rückgang der Arbeitslosigkeit, die sich gegenüber 2010 um -488 oder -1,5 Prozent und gegenüber 2009 um – 856 oder -2,6 Prozent verringert hat.
Im August waren 5.722 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet Absolut sind das 17 oder 0,3 Prozent weniger als noch im Juli. Damit liegen die aktuellen Werte im Bereich des Arbeitslosengeld I-Bezuges trotz des saisonalen Anstiegs weiter unter denen des Vorjahresmonats. Diesmal um 682 oder 10,6 Prozent.
In der Grundsicherung sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im August weiter auf jetzt 25.930 Menschen (- 63 Personen oder - 0,2 Prozent weniger als im Vormonat). Die Arbeitslosigkeit in der Grundsicherung lag damit um 194 Personen oder 0,8 Prozent über den August-Zahlen des Vorjahres.
Im August sind die Zugänge in Arbeitslosigkeit deutlich angestiegen. Lagen sie im Juli noch bei 5.397, so sind sie im August auf jetzt 6.327 angestiegen (+ 930 oder + 17,2 Prozent). Im August des Vorjahres verzeichneten wir 6.043 Zugänge in Arbeitslosigkeit (+ 284 oder + 4,7 Prozent gegenüber August 2010).
Von den 6.327 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen 1.774 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit. Gegenüber dem Vormonat, wo dieser Wert noch bei 1.622 Personen lag, bedeutet dies einen Anstieg um 152 oder 9,4 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Zugänge aus vorheriger Erwerbstätigkeit ebenfalls leicht gestiegen (1.738 im August 2010, was einen Anstieg um 36 oder 2,1 Prozent bedeutet).
Die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit ist im August 1.747 Personen gelungen (- 20 oder - 1,1 Prozent gegenüber dem Juli 2011). Im Vorjahresmonat, im August 2010, lag dieser Wert bei 1.779. Damit ist in diesem August 32 Personen weniger als im Vorjahresmonat der Weg zurück in den Arbeitsprozess gelungen (- 1,8 Prozent).
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im August 6.429 Personen. Das waren 354 mehr als im Juli 2011, aber 165 weniger als im August 2010.
Die Kurzarbeitszahlen lagen für den Monat Januar 2010 bei 813 Personen in 91 Betrieben. Für den Monat März 2011 zeigt sich im Moment in der Hochrechnung folgende Situation: 67 Betriebe mit 353 betroffenen Personen.
„Die Urlaubszeit hat auf den weiterhin hohen Stellenzugang auch im zweiten Ferienmonat wenig Einfluss gehabt. Zugang und Bestand an Stellen liegen weiterhin deutlich über den Vorjahreszahlen“, so Müller.
Mit 1.165 neuen ungeförderten Stellen lag der Stellenzugang leicht unter den Zugangszahlen des Juli 2011 mit 1.213 neu gemeldeten Stellen (- 48 oder - 4,0 Prozent), aber deutlich über dem vom August 2010 mit 914 neu gemeldeten Stellen (+ 251 oder + 27,5 Prozent).
Der Bestand an Stellenangeboten ist im August gegenüber dem Juli leicht um 37 oder 1,2 Prozent auf nun 3.060 Stellenangebote gesunken. Im Vorjahresmonat waren 2.348 Stellenangebote im Bestand (712 oder 30,3 Prozent weniger als in diesem August).
„Wegen der späten Sommerferien in diesem Jahr konnten Schüler in einer Vielzahl von Fällen den erforderlichen Nachweis des weiteren Schulbesuchs nicht vorlegen und haben sich darum arbeitslos gemeldet.“, beschreibt Müller die Entwicklung.
Die Jugendarbeitslosigkeit stieg im August auf 3.253 Personen. Im Vormonat lag dieser Wert noch bei 3.010 (+ 243 oder + 8,1 Prozent). Zum Vergleich waren im August 2010 3.371 junge Menschen arbeitslos gemeldet (- 118 oder – 3,5 Prozent gegenüber dem August 2010).
Die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen Personen ist im August auf 8.147 gesunken (- 38 oder - 0,5 Prozent). Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre ist ebenfalls auf jetzt 4.395 gesunken (- 12 oder - 0,3 Prozent).
Im Berichtsmonat waren 8.516 Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind 103 oder 1,2 Prozent weniger als im Vormonat und 89 oder 1,0 Prozent weniger als im August des Vorjahres.
„Die Schulferien haben in diesem Jahr bis auf den saisontypischen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit kaum Einfluss auf den Arbeitsmarkt gehabt. Die übrigen Parameter weisen alle in eine gute Richtung “, beschreibt Müller die aktuelle Situation. „Der hohe Stellenbestand, der ebenfalls über die Ferienzeit nicht eingebrochen ist, belegt zudem, dass die Nachfrage nach guten Fachkräften weiter fortbesteht. Chancen auf dem Markt sind vorhanden!“
(Quelle: Arbeitsamt Duisburg, 31.08.2011)


