Inklusion gemeinsam angehen
„Bildung ist der Schlüssel zum ersten Arbeitsmarkt. Der Prozess des Übergangs von der Schule in den Beruf ist eine wichtige Phase für jeden Jugendlichen“, so Barbara Ossyra, Leiterin der Agentur für Arbeit Coesfeld. Sie erwartet, dass in Zukunft mehr Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung an den allgemeinbildenden Schulen unserer Region unterrichtet werden.
Denn in der 2006 beschlossenen UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen haben sich die Unterzeichnerstaaten verpflichtet, ein Schulsystem einzurichten, in dem der gemeinsame Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung der Regelfall ist. Die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in allgemeinen Schulen setzt sich auch in Deutschland zunehmend durch. Die Umsetzung inklusiver Ideen und Praktiken ist nicht nur für die Sonderpädagogik, sondern auch für die Allgemeine (Schul-)Pädagogik mit erheblichen Herausforderungen verbunden.
32 Lehrerinnen und Lehrer aus den Kreisen Borken und Coesfeld informierten sich daher heute bei der Agentur für Arbeit Coesfeld über spezielle Unterstützungsmöglichkeiten für Jugendliche mit einer Behinderung beim Übergang von der Schule in den Beruf. Angefangen bei der Ermittlung des Förderbedarfes, über konkrete Fördermaßnahmen bis hin zur Beratung und Vermittlung durch eigens dafür ausgebildete Beratungsfachkräfte steht die Agentur für Arbeit Coesfeld den Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern mit Rat und Tat zur Seite.
„Die Arbeitsagentur investiert für die Ersteingliederung von jungen Menschen mit Behinderung jährlich ca. 15 Millionen Euro“, sagt Hubert Borgmann, Leiter des Teams für Rehabilitanden und Schwerbehinderte. „Aber finanzielle Unterstützung ist nicht alles, Inklusion fängt in den Köpfen an. Mit dieser Veranstaltung möchten wir den Blick aller Beteiligten für die Bedürfnisse behinderter Menschen schärfen“, so Borgmann. Sein Fazit lautet: „Inklusion kann nur funktionieren, wenn die Zusammenarbeit zwischen Schule, Agentur für Arbeit und den Betrieben reibungslos abläuft. Wir sind daher sehr bemüht, die Kontakte stets zu intensivieren.“
(Quelle: Agentur für Arbeit Coesfeld, 13.12.2011)


