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Der Arbeitsmarkt im Rhein-Erft-Kreis Ende November 2011

Die Zahl der Arbeitslosen im Rhein-Erft-Kreis ist weiter gesunken. Insgesamt waren 16.700 Menschen arbeitslos, das sind 458 oder 2,7 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit Minus 1.483 oder 8,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt im November bei 7,2 Prozent.

Arbeitsmarkt im Rhein-Erft-Kreis

„Im November zeigen die Arbeitsmarktdaten erneut gute Ergebnisse. Der Arbeitsmarkt im Rhein-Erft-Kreis befindet sich nach wie vor in einer robusten Verfassung. Wir haben einen hohen Stellenbestand und in diesem Monat wurden im Rhein-Erft-Kreis 849 neue Stellen gemeldet. Natürlich haben die andauernden Diskussionen um die europäische Finanzkrise die Geschäftserwartungen der regionalen Wirtschaft nicht positiv beeinflusst. Ich rechne aber weiterhin mit einer hohen Arbeitskräftenachfrage. Es gibt also unverändert Beschäftigungschancen für Arbeitnehmer, die flexibel, mobil und gut qualifiziert sind. Die Jüngeren sind zurzeit besonders gefragt, sie haben guten Chancen, schon nach kurzer Arbeitslosigkeit eine neue Stelle anzutreten. In den bevorstehenden Wintermonaten ist aber schon aus saisonalen Gründen mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit zu rechnen, “ kommentiert Rainer Imkamp, kommissarischer Leiter der Agentur für Arbeit Brühl, die neuesten Arbeitsmarktdaten.

„Für eine andere Personengruppe, nämlich die rund 1.100 schwerbehinderten Arbeitslosen aus dem Rhein-Erft-Kreis ist es dagegen deutlich schwieriger, wieder in den Arbeitsmarkt hinein-zukommen“, bedauert Imkamp. Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen ist gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent gestiegen, während die Zahl der Arbeitslosen insgesamt um 8,2 Prozent zurückging. Imkamp betont: „Wenn Fachkräfte knapper werden, ist das umso mehr ein Grund, die Potenziale aller Arbeitslosen zu nutzen. Viele schwerbehinderte Arbeitslose sind gut oder sogar ausgezeichnet qualifiziert. Sie zeichnen sich durch Zuverlässigkeit und gutes Fachwissen aus. Etliche würden unterhalb ihres Qualifikationsniveaus arbeiten, um wieder eine Stelle zu finden.

Sie wünschen sich nichts mehr, als dass Arbeitgeber ihnen eine Chance geben, ihre Anpassungsbereitschaft und ihren Einsatzwillen zu beweisen.“ In Anlehnung an den internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 03.12.2011 startet die Bundesagentur für Arbeit vom 05.12. bis zum 09.12.2011 die Aktionswoche unter dem Motto „Menschen mit Behinderung tragen zur Sicherung des Arbeits- und Fachkräftebedarfs bei“. Zielsetzung dieser Aktionswoche ist, sowohl die Öffentlichkeit, insbesondere die Arbeitgeber, besonders im Bereich der Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung, für das Thema zu sensibilisieren.

Ausbildungsmarkt

Die ersten Daten zum Ausbildungsmarkt 2011/2012 werden ab März 2011 bekanntgegeben. Unternehmen, die noch einen Auszubildenden suchen, unterstützt der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Brühl. Zu erreichen sind die Mitarbeiter unter der Rufnummer 01801 – 66 44 66 (montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr, Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min).

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Agentur für Arbeit Brühl - hier werden die direkt aus der Erwerbstätigkeit kommenden Arbeitslosen geführt - wurden im Vergleich zum Oktober 2011 insgesamt 241 oder 4,7 Prozent weniger Arbeitslose aus dem Rhein-Erft-Kreis gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 4.880 Kunden aus dem Rhein-Erft-Kreis. Im Vergleich zum November 2010 wurden 844 oder 14,7 Prozent weniger Arbeitslose verzeichnet.

Die Zahl der vom Jobcenter betreuten Arbeitslosen ist im November um 217 oder 1,8 Prozent gesunken. Aktuell sind 11.820 Frauen und Männer beim Jobcenter Rhein-Erft arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 639 oder 5,1 Prozent weniger Arbeitslose registriert.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen sank um 0,1 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis 7,8 Prozent.

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen

Im November meldeten sich 3.555 Männer und Frauen arbeitslos, 408 oder 13,0 Prozent mehr als im Oktober 2011 und 350 oder 10,9 Prozent mehr als im November des letzten Jahres. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im November 1.285, 157 oder 13,9 Prozent mehr als im Vormonat (zum Vorjahr: +140 oder +12,2 Prozent). In den vergangenen vier Wochen meldeten sich insgesamt 728 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 25 oder 3,6 Prozent mehr gezählt (zum Vorjahr: +109 oder +17,6 Prozent)

Den im November arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 3.997 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 639 oder 19,0 Prozent mehr als im Oktober 2011 und 366 oder 10,1 Prozent mehr als im November 2010. 1.313 Personen und damit 259 oder 24,6 Prozent mehr als im Oktober 2011 und 65 oder 5,2 Prozent mehr als im letzten Jahr nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 845 Menschen (+93 oder +12,4 Prozent zum Vormonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme. .

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe sank auf 1.660 (da-von SGB II: 1.120). Das waren 95 oder 5,4Prozent (davon SGB II: -40 oder -3,4 Prozent) weniger als Ende Oktober 2011 und 212 oder 11,3 Prozent (SGB II: -102 oder -8,3 Prozent) weniger als im November des vergangenen Jahres.

Langzeitarbeitslose

Aktuell sind 7.207 (davon SGB II: 6.189) Menschen länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -173 oder -2,3 Prozent zum Vormonat) (SGB II: -133 oder -2,1 Prozent). Im Vergleich zum November 2010 wurden 261 oder 3,5 Prozent (SGB II: -62 oder -1,0 Prozent) weniger Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose

Die Betroffenheit älterer Arbeitsloser (über 50 Jahre) sank gegenüber Oktober um 67 oder 1,3 Prozent (SGB II: +15 oder +0,5 Prozent). Insgesamt 4.988 (davon SGB II: 2.865) Ältere waren im November 2011 im Rhein-Erft-Kreis arbeitslos gemeldet. Das sind 225 oder 4,3 Prozent ältere Männer und Frauen weniger als im letzten Jahr.

Stellenangebote

Unternehmen aus dem Rhein-Erft-Kreis erteilten der Agentur für Arbeit Brühl im November Vermittlungsaufträge für 849 Stellen, 36 oder 4,4 Prozent mehr als im Vormonat. Insgesamt 2.252 Stellenangebote waren Ende November noch unbesetzt, 167 oder 6,9 Prozent weniger als im Oktober 2011. Insgesamt 1.739 waren unbefristete Stellenangebote, 513 Angebote waren befristet und 383 waren in Teilzeit.

Aktive Arbeitsmarktpolitik

(Daten für den gesamten Agenturbezirk Brühl)

 1.126 Teilnehmer bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, 91 oder 8,8 Prozent mehr als im Vormonat und 27 oder 2,3 Prozent weniger als im letzten Jahr. 862 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+68 oder +8,6 Prozent gegenüber Vormonat), 623 Menschen wurden durch Eingliederungszuschüsse gefördert (+15 oder +2,5 Prozent gegenüber Vormonat und -60 oder -8,8 Prozent zum Vorjahr) und 828 Menschen erhielten einen Gründungszuschuss; 60 oder 7,8 Prozent mehr als im Oktober 2011 und 105 oder 11,3 Prozent weniger als im November 2010.

(Quelle: Arbeitsagentur Brühl, 30.11.2011)

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