Der Ausbildungsmarkt im Kreis Euskirchen Ende September 2011
Das Berufsberatungsjahr 2010/2011 der Agentur für Arbeit Brühl zeigt folgende Jahresbilanz (Oktober bis September): Es gibt 1.433 Ausbildungsplatzbewerber, denen stehen 695 Ausbildungsstellen gegenüber. 723 Bewerber beginnen eine betriebliche Ausbildung, 37 Bewerber suchen noch einem Ausbildungsplatz. Derzeit sind noch 81 Ausbildungsstellen zu besetzen.
Im September ging für die Berufsberatung der Arbeitsagenturen das Beratungsjahr 2010/2011 zu Ende. Auch die Agentur für Arbeit Brühl zieht gemeinsam mit den Kammern Bilanz. Von Oktober 2010 bis September 2011 (dem Berichtsjahr) wurden der Agentur 695 freie Ausbildungsstellen zur Vermittlung gemeldet, ein Minus von 61 oder 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Zahl der jugendlichen Bewerber hat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls abgenommen. 1.433 Jugendliche (-88 oder -5,8 Prozent) waren als Bewerber um einen Ausbildungsplatz gemeldet und wurden damit individuell informiert, beraten und auch vermittelt. „Der Rückgang bei den Bewerbern resultiert zum Teil aus den gestiegenen Chancen, sich unmittelbar bei Ausbildungsbetrieben erfolgreich zu bewerben“, so Rainer Imkamp, kommissarischer Leiter der Agentur für Arbeit Brühl.
„723 der jungen BewerberInnen aus dem Kreis Euskirchen konnten im Berichtsjahr eine betriebliche Ausbildung beginnen. Insgesamt 309 junge Menschen haben sich für eine weiterführende Schule, Studium oder ein Praktikum entschieden. Und für einen Großteil der 37 noch suchenden Bewerber haben sich bereits, bzw. werden noch berufliche Perspektiven gefunden“, bekräftigt Imkamp. Zusätzlich hat die Agentur für Arbeit Brühl im Kreis Euskirchen 34 Plätze für außerbetriebliche Ausbildungen und 95 Plätze für berufsvorbereitende Maßnahmen zur Verfügung gestellt.
Imkamp bedankt sich ausdrücklich bei den Ausbildungsbetrieben im Kreis Euskirchen und das Engagement der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft: „Die Betriebe in der Region nehmen ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Verantwortung ernst und haben eine stabile Ausbildungsbereitschaft bewiesen. Dafür danke ich ausdrücklich. Mit Blick auf den viel zitierten demografischen Wandel und die Auswirkungen auf das Erwerbspersonenpotential kann ich auch für die Zukunft nur raten, im Engagement für Ausbildung nicht nachzulassen. Noch ist der Kreis Euskirchen in der glücklichen Lage, dass die Schulabgängerzahlen sich auf einem relativ stabilen Niveau bewegen und damit jährlich noch ein großes Potential an motivierten jungen Leuten auf den Ausbildungsmarkt strömt. Allerdings wird sich das in den nächsten Jahren ändern, und gleichzeitig stehen immer mehr ältere Arbeitnehmer vor dem Ausstieg aus dem Berufsleben.“
81 unbesetzte Berufsausbildungsstellen waren Ende September 2011 in der Bilanz der Agentur für Arbeit ausgewiesen. „Aus den bloßen Zahlen ergibt sich, dass rein rechnerisch für jeden noch nicht versorgten Bewerber mindestens noch zwei nicht besetzte Ausbildungsstellen zur Verfügung stehen. Daraus zu schließen, dass man die noch unversorgten Bewerber doch problemlos auf diese Stellen vermitteln könnte, wäre aber falsch. Denn die Berufswünsche, die Qualifikationen oder auch die Wohnorte der Jugendlichen sind nicht immer mit den noch angebotenen freien Stellen in Einklang zu bringen. Seit September arbeiten wir aber im Rahmen der Nachvermittlung mit Hochdruck daran, die noch freien Ausbildungsstellen zu besetzen“, erklärt Imkamp.
„Unser vorrangiges Ziel ist, dass junge Menschen direkt von der Schule in Ausbildung gehen. Dabei ist es wichtig, dass sie selbst aktiv an ihrem erfolgreichen Berufseinstieg mitwirken. Wer regional und auch hinsichtlich des angestrebten Berufs flexibel ist, erhöht seine Chancen. Für Betriebe gilt es jetzt und in den nächsten Jahren, die Fachkräfte von morgen zu sichern – mit dem Angebot, das vorhanden ist, ohne Diskussion um die Qualität der Ausbildungsstellenbewerber. Jeder verfügt über Interessen, Kenntnisse oder Fähigkeiten, die beruflich verwertbar sind. Manchmal muss man sie nur erst entdecken! Und wenn der neue Azubi ein hervorragender Praktiker ist, aber Probleme in der in der Berufsschule hat, können wir auch hier unterstützen“, so Imkamp abschließend.
Offene Ausbildungsstellen für dieses Ausbildungsjahr stehen noch in den folgenden Berufen zur Verfügung: Bürokaufmann/-frau Automobilkaufmann/frau Fachinformatiker/in – Anwendungsentwicklung Fachverkäufer/in - Lebensmittelhandwerk (Bäckereiund Konditorei) Fachverkäufer/in - Lebensmittelhandwerk (Fleischerei) Hörgeräteakustiker/in Koch/Köchin Konditor/in Fleischer/in Pferdewirt/in - Klassische Reitausbildung
Parallel zu der Nachvermittlung richtet die Arbeitsagentur Brühl ihr Augenmerk schon jetzt auf den Ausbildungsbeginn 2012. Die Berufsberatung bemüht sich gemeinsam mit dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit um die Vermittlung der Jugendlichen. Junge Männer und Frauen, die für 2012 einen Ausbildungsplatz suchen, sollten sich jetzt bei der Agentur für Arbeit Brühl melden. Gut ausgebildete Fachkräfte stellen auch für die Unternehmen wertvolles Potenzial dar: „Ausbildung auf hohem Niveau ist die beste Garantie, sich zukünftige Fachkräfte zu sichern“, sind sich alle drei Partner am Ausbildungsmarkt einig.
Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen können ihre Ausbildungsstellen telefonisch unter 01801 / 664466* melden. Termine für persönliche Gespräche mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit erhalten Ausbildungsinteressierte unter 01801 / 555111*.
*Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min
(Quelle: Agentur für Arbeit Brühl, 07.11.2011)


