Ulrich Kelber MdB zu Besuch in der Agentur für Arbeit
Bonns Bundestagabgeordneter Ulrich Kelber informierte sich am Mittwoch (16. November) bei der Leiterin der Agentur für Arbeit, Marita Schmickler-Herriger, über die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt der Region sowie das abgeschlossene Ausbildungsjahr 2010/2011.
Beide Gesprächspartner stimmten überein, dass der Arbeitsmarkt der Region Bonn/Rhein-Sieg ein durchweg gutes Jahr erlebt hat. So sank die Zahl der Arbeitslosen im Oktober unter die 10.000er-Marke auf 9.981 Personen. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,7 Prozent, das ist das beste Ergebnis seit 20 Jahren. Auch die Zahl der von den Betrieben gemeldeten Stellen beläuft sich auf einem konstant hohen Niveau im Jahresverlauf. Insbesondere im Dienstleistungssegment, im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen sind noch Stellen frei.
Positives berichtete Schmickler-Herriger über das abgeschlossene Ausbildungsjahr 2010/2011. So haben die Unternehmen der Region insgesamt 4.822 Ausbildungsplätze gemeldet. Das sind 118 mehr als im Vorjahr. Insgesamt 4.974 junge Frauen und Männer waren bei der Agentur für Arbeit registriert. Derzeit sind noch 70 Jugendliche ohne Ausbildung. Im jährlich stattfindenden Ausbildungskonsens wird versucht, auch diesen Jugendlichen eine passende Ausbildungsstelle zu vermitteln. Obwohl es berufsfachliche und regionale Engpässe gibt, konnte im vergangenen Jahr jedem ausbildungsinteressierten Jugendlichen ein Angebot gemacht werden.
Trotz dieser positiven Entwicklung betont Kelber, dass das „regionale Übergangsmanagement“ noch weiter verbessert werden muss, um vor allem jungen Menschen mit keinem oder schlechtem Schulabschluss den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern und auch den „Altbewerbern“ eine Chance zu geben. „Wir dürfen niemanden aufgeben und zurücklassen“, sagt Kelber. Jugendliche, die auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind und bisher keinen Kontakt zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit hatten, sollten sich über die Hotline 01801/555 111* zum Beratungsgespräch bei der Berufsberatung anmelden, raten Schmickler-Herriger und Kelber.
Weiterer Gesprächsinhalt war das Jobcenter Bonn und die vor kurzem erfolgte Neuorganisation. Schmickler-Herriger zeigte sich erfreut darüber, dass die Verhandlungen zum Jobcenter zwischen der Agentur für Arbeit Bonn und der Stadt erfolgreich abgeschlossen wurden und die Kooperation zwischen beiden Trägern reibungslos verlaufe. Schmickler-Herriger informierte darüber, dass das Jobcenter Bonn derzeit 7.100 arbeitslose Menschen betreut, über fünf Prozent weniger als vor einem Jahr. Kelber zeigte sich über die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik besorgt. „Es trifft ganz besonders die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen, wobei gerade diese Menschen auf ihrem Weg zurück in Arbeit wirkungsvoll durch Weiterbildungs-, Qualifizierungs- und Umschulungsmaßnahmen unterstützt werden müssten“, bedauert er.
Damit verbunden wurde auch das Bildungs- und Teilhabepaket besprochen, das Ende März an den Start ging, und Kindern aus bedürftigen Familien bessere Chancen bietet. Die Anträge auf Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket werden in einer zentralen Servicestelle im Rat-haus Beuel bearbeitet. Informationen dazu (u. a. auch Anträge zum Download) finden sich auf den Homepages des Jobcenters und der Stadt Bonn.
(Quelle: Arbeitsamt Bonn, 17.11.2011)


