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Perspektive 2025 - Drei Tage im Zeichen von Ausbildung und Arbeit

Vom 02.11 – 04.11.2011 macht die größte Job- und Informationsmesse für Menschen mit Migrationshintergrund Station in NRW JOBAKTIV Ruhrgebiet. Im Landschaftspark Duisburg Nord bietet sie Besuchern Informationen, prominente Gäste und Kontakte zu über 100 Arbeitgebern.

NRW- Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für Migranten uneinheitlich

Betrachtet man die vergangenen 50 Jahre seit Unterzeichnung des Anwerbeabkommens mit der Türkei, stellt sich die Entwicklung für Menschen mit ausländischer Herkunft – nicht nur für die Nachkommen der ersten türkischen Gastarbeiter – auf dem deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in vielen Bereichen durchaus positiv, aber auch differenziert dar, denn - „den“ Migranten gibt es nicht.

Das Bildungsniveau ist insgesamt gestiegen: Menschen mit Migrationsgeschichte, die mit 4,4 Millionen rund ein Viertel der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen stellen, haben zu 86 Prozent einen Schulabschluss. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) haben eine Berufsausbildung abgeschlossen und 16 Prozent studieren.

Dieser – zunächst einmal günstigen – Struktur stehen allerdings auch 44 Prozent Migranten ohne beruflichen Abschluss gegenüber (im Vergleich dazu haben nur rund 12 Prozent der Menschen deutscher Herkunft in NRW keinen beruflichen Abschluss). Die Arbeitslosenquote der Menschen mit ausländischem Pass beträgt aktuell 18,2 Prozent – dem gegenüber liegt sie bei Menschen mit deutschem Pass bei derzeit 6,6 Prozent.

Darüber hinaus können Sprachdefizite oder nicht-anerkannte Ausbildungs- oder Universitätsabschlüssen die erfolgreiche Integration auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erschweren. So leben nach Schätzungen über 20.000 arbeitslose Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland, deren Abschlüsse nicht anerkannt wer-den – ein Fünftel von ihnen mit einem Hochschulabschluss.

Und es gibt nach wie vor Vorurteile gegenüber Menschen mit ausländischem Namen. Sie werden bei Bewerbungsverfahren zu selten nach Ihren vorhandenen Talenten und noch viel zu oft nach pauschal unterstellten Defiziten bewertet.

(Quelle: Arbeitsagentur Bonn, 28.10.2011)

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