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Rainer Deppe, MdL, im Gespräch mit der Agentur für Arbeit

Der rheinisch-bergische Landtagsabgeordnete Deppe informierte sich am Donnerstag (15. Dezember) bei dem Leiter der Agentur für Arbeit, Stefan Krause, über aktuelle Themen auf dem Arbeitsmarkt der Region.

Trotz erfreulicher Daten über die Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Beschäftigung zeigen einige Strukturindikatoren des Rheinisch-Bergischen Kreises, dass es durchaus auch noch Herausforderungen für Wirtschaft und Politik gibt:

So ist die Auspendlerquote der Auszubildenden mit 49,1 Prozent deutlich höher als z. B. im Oberbergischen Kreis mit 29,7 Prozent, der Auspendlersaldo im Rheinisch-Bergischen Kreis liegt bei -604. D. h. den Kreis verlassen tagtäglich deutlich mehr Nachwuchskräfte als andererseits einpendeln. In diesem Zusammenhang steht auch der negative Wanderungssaldo der 18 – 24 jährigen; demnach ziehen 3,3 Prozent der Wohnbevölkerung dieser Altersgruppe aus dem Kreis fort. Dieser Wert ist nahe dem negativen Grenzwert der Agenturen in NRW, wo die Skala von -3,6 Prozent bis zu +13,0 Prozent reicht. Deppe und Krause waren sich einig, dass hier die Verantwortlichen in der Region gefordert sind, diesen Trend zu stoppen und möglichst umzukehren: „Es gilt jungen Fachkräften in der Region Perspektiven zu bieten, dies dient auch dem Erfolg der heimischen Wirtschaft.“

Krause und Deppe bewerten den demografischen Wandel als große Herausforderung für Wirtschaft und Politik, da schon jetzt die Zahl der Arbeitnehmer in rentennahen Jahrgängen im Kreis höher ist als die der Berufseinsteiger. Es gelte deshalb auch neue Potentiale für den Arbeitsmarkt zu erschließen: Hierzu zählen auch die Arbeitnehmer der Generation 50plus. Immerhin konnten Agentur und Jobcenter im Kreisgebiet in diesem Jahr bisher 1.012 Männer und Frauen in den 1. Arbeitsmarkt integrieren, 204 oder 25,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Für den Landtagsabgeordneten ist der Informationsaustausch mit dem Leiter der Agentur für Arbeit, eine gute Gelegenheit Entscheidungsgrundlagen für seine Abgeordnetentätigkeit zu erhalten. Als Mitglied im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr sind insbesondere Informationen über die regionale Mobilität wichtig. Dies dient auch seiner Tätigkeit als Vorsitzender des Regionalrates.

(Quelle: Agentur für Arbeit Bergisch-Gladbach, 15.12.2011)

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