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Integration behinderter Menschen

Sinkende Arbeitslosenzahlen und eine anhaltend hohe Arbeitskräftenachfrage kennzeichnen seit Monaten den Arbeitsmarkt. Egal ob Jüngere, Ältere, Alleinerziehende oder Langzeitarbeitslose – die Zahl der Arbeitsuchenden sinkt. Eine Gruppe wird vom Aufschwung nicht mitgenommen: Menschen mit Behinderung. Sie sind ein stilles Potential, dem mit Blick auf den drohenden Fachkräftemangel mehr Aufmerksamkeit zukommen muss.

„Ein Handicap steht Leistungsfähigkeit nicht entgegen. Behinderte Menschen sind – richtig eingesetzt – voll leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Einbeziehung statt Ausgrenzung ist nicht nur sozialpolitisch, sondern auch ökonomisch dringend geboten“, so Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit (BA).

„Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Arbeits- und Berufsleben muss uns ein wichtiges gesellschafts- und arbeitsmarktpolitisches Anliegen sein. Ich weiß, dass Arbeitgeber sich dieser Verantwortung bewusst sind und sich aktiv für die Ausbildung und die berufliche Integration behinderter Menschen einsetzen. In deutschen Unternehmen sind dennoch rund 250.000 Pflichtplätze nicht mit schwerbehinderten Menschen besetzt. Als moderne und soziale Arbeitsgesellschaft muss es unser Ziel sein, jeden gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben zu lassen. Heißt kurzum, mittendrin statt außen vor zu sein“, appelliert Krause.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Bergisch Gladbach und der Job Center waren im November 1636 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres sank die Zahl um 40 Personen, was einem Rückgang von 2,5 % entspricht. Der Anteil der schwerbehinderten Menschen in der Grundsicherung liegt mit rund 58% unter dem bundesweiten Anteil. Bis Ende November konnten 385 schwerbehinderte Menschen mit Hilfe der Agentur für Arbeit und der JobCenter eine beitragspflichtige Beschäftigung aufnehmen (RBK: 114; OBK 196; Leverkusen: 75).

Die Job Center und Arbeitsagentur sind weiterhin sehr an der Integration schwerbehinderter Menschen in beitragspflichtige Beschäftigungen interessiert und empfehlen den hiesigen Arbeitgebern eine entsprechende Berücksichtigung dieses Personenkreises bei ihrer Bewerberauswahl. Fragen, die im Zusammenhang mit der Einstellung schwerbehinderter oder ihnen gleichgestellter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen, können interessierte Arbeitgeber mit den Fachkräften der Arbeitsagentur Bergisch Gladbach und der Job Center Leverkusen, Rheinberg und Oberberg besprechen.

(Quelle: Arbeitsamt Bergisch-Gladbach, 07.12.2011)

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