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Jobcenter will erfolgreiche Arbeit ab 2012 unter der Regie des Kreises fortsetzen

Die Wege trennen sich – doch das gemeinsame Ziel bleibt: Am 1. Januar 2012 übernimmt der Kreis Warendorf das Jobcenter in Eigenregie. Bislang kümmern sich die Agentur für Arbeit, die 13 Städte und Gemeinden und der Kreis in dieser Einrichtung gemeinsam um die Menschen, die Arbeitslosengeld II erhalten. Landrat Dr. Olaf Gericke und Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen, sowie der Sprecher der Bürgermeister im Kreis, Dr. Karl-Uwe Strothmann, blickten bei der letzten Trägerversammlung der gemeinsamen Einrichtung auf sieben erfolgreiche Jahre der Zusammenarbeit im Jobcenter zurück.

"Als nach der Hartz-Reform 2005 die Arbeitsgemeinschaft SGB II an den Start ging, gab es Ende des Jahres im Kreis Warendorf 9.296 Bedarfsgemeinschaften, die Arbeitslosengeld II erhielten", resümierte Petra Schreier, seit gut einem Jahr Geschäftsführerin des Jobcenters. Nach Anlaufschwierigkeiten in der gemeinsamen Einrichtung sei man schnell auf die Erfolgsspur gewechselt. Mittlerweile hat sich die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Kreis Warendorf auf 7.614 reduziert. Diesen positiven Trend wollen Petra Schreier und ihr Team auch unter dem neuen Dach des Kreises fortsetzen.

Das Jobcenter wird organisatorisch als neues Amt in die Kreisverwaltung eingegliedert, Leiterin wird die bisherige Geschäftsführerin. Der Kreis Warendorf wird mit dem Jobcenter etwa 200 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen. In jeder der 13 Städte und Gemeinden wird es weiterhin Anlaufstellen geben. Die Vorbereitungen für die Umstellung laufen seit Monaten auf Hochtouren. Zahlreiche organisatorische und technische Fragen galt es zu lösen. So müssen bis Januar alle Daten aus den Systemen der Arbeitsagentur ins Computernetzwerk des Kreises Warendorf übertragen werden. Über neue Telefonnummern, einzelne neue Adressen und andere Änderungen wird das Jobcenter in Briefen und in der Presse informieren.

"Auch wenn wir das Jobcenter nicht mehr gemeinsam betreiben, werden wir an vielen Schnittstellen weiterhin eng kooperieren. Denn es gibt nur einen Arbeitsmarkt im Kreis. Und den können wir nur zusammen nach vorne bringen. Wir wollen noch mehr Menschen in Arbeit vermitteln", waren sich die Chefs der Arbeitsagentur Ahlen und der Kreisverwaltung Warendorf einig.

Die Leistungsberechtigten sollen von der organisatorischen Umstellung möglichst nichts bemerken. "Spürbare Veränderungen wollen wir dagegen schon bald bei der Vermittlung erzielen, wo wir uns größere Erfolge erhoffen", sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. Verbesserungen erhofft sich das Jobcenter unter anderem durch kürzere Entscheidungswege und einen direkteren Draht zu vielen Akteuren in der Region sowie anderen Ämtern der Kreisverwaltung.

(Quelle: Agentur für Arbeit Ahlen, 07.12.2011)

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