Steigende Arbeitslosenzahlen zum Jahresende
saisontypischer Anstieg fällt geringer aus als in den Vorjahren - Arbeitslosenquote 7,0 %
- Arbeitslosenzahl: 14.269
- Veränderung gegenüber dem Vormonat: +276 bzw. +2,0 %
- Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat: -2.315 bzw. -14,0 %
- Arbeitslosenquote (Vorjahreswert): 7,0 % (8,2 %)
Die Arbeitslosenzahlen im Hildesheimer Arbeitsagenturbezirk sind im Dezember - wie zu dieser Jahreszeit üblich - angestiegen. Dabei waren aber ausgeprägte saisonale Negativeinflüsse aufgrund der milden Witterungsverhältnisse noch nicht zu beobachten, so dass der Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zu Vorjahren wesentlich geringer ausfiel.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften war für einen Dezember verhältnismäßig stabil.
„Insgesamt war das Jahr 2011 für den Arbeitsmarkt sehr günstig. So niedrige jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahlen gab es im Agenturbezirk zuletzt im Jahr 1992“, sagte Michael Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim.
Im Dezember waren 14.269 Menschen arbeitslos gemeldet, 276 mehr als im Vormonat
(2,0%). Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Arbeitsloszahl deutlich um 2.315 niedriger (-14,0%). Die Arbeitslosenquote ist nur leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 7,0 % angestiegen (Vorjahresmonat 8,2 %).
Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellenmeldungen ist im Vergleich zum Vormonat um 48 auf 599 gesunken (-7,4 %). Gegenüber dem Vorjahr entspricht dieses einem Plus von mehr als einem Drittel (+152 Stellen).
Seit Jahresbeginn meldeten die Betriebe dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Job-Centers 7.851 sozialversicherungspflichtige Stellen. Das sind 12,9 % (900 Stellen) mehr als im letzten Jahr.
Unterbeschäftigung
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind. Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben im Dezember 18.208.
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den Geschäftsstellen In allen drei Geschäftsstellen war ein Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat zu verzeichnen. In der Geschäftsstelle Alfeld gab es mit 3,6% den höchsten Anstieg gegenüber dem Vormonat, wobei die Arbeitslosenquote aber weiterhin mit 0,1 Prozentpunkten unter der niedersächsischen Quote lag (6,3 %). Im Bereich der Agenturen für Arbeit (Arbeitslosengeld I) Hildesheim, Alfeld und Peine lag die Arbeitslosigkeit deutlich unter dem Vorjahresniveau (-20,1% bzw. -1.010 Personen). Überdurchschnittlich stark war der Rückgang der Arbeitslosen in der Hauptagentur Hildesheim mit einem Minus von 22,8% (-626 Personen) gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Arbeitslosengeld II Empfänger (Job-Center) ist im Agenturbezirk um 11,3% (1.305 Personen) zurückgegangen. Während in Hildesheim (- 14,4%) und Alfeld (-19,7%) das Niveau des Vorjahres deutlich unterschritten worden ist, war in der Optionskommune des Landkreis Peine ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen (+4,0%)
[1]Dazu gehören Personen in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Gründungszuschuss, Altersteilzeit etc. Aufgrund der Vorläufigkeit der Daten zur Maßnahmeteilnahme können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht enthalten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Daten erst mit mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können.
(Quelle: Agentur für Arbeit Hildesheim, 03.01.2012)


