Leichter saisonal bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresende im Bezirk der Agentur für Arbeit Helmstedt
Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Helmstedt
- Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 2,8 Prozent gestiegen
- niedrigste Dezember Arbeitslosigkeit seit über 20 Jahren
- insgesamt ein sehr gutes Jahr für den hiesigen Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosenzahl im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Helmstedt und den betreffenden Jobcentern nach dem SGB II[1] ist im Dezember erwartungsgemäß leicht um 299 oder 2,8 % gestiegen. Damit liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 11.063. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,7 %. Im Vorjahresvergleich sind somit 1.501 oder 11,9 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet.
„Die Zahl der Erwerbslosen stieg zum Jahresende erwartungsgemäß an. Wesentliche Ursache sind die saisonabhängigen Außenberufe, wie die Baubranche oder die Landwirtschaft, die witterungsbedingt ihre Arbeit reduzieren oder einstellen müssen. Dennoch entspricht die Zahl der Jobsuchenden auch aufgrund der milden Witterung dem geringsten Dezemberwert seit über 20 Jahren. Darüber hinaus verzeichnen wir weiterhin eine anhaltend positive Stellenentwicklung. Für das kommende Jahr sind wir zuversichtlich, dass die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt weiter sinkt, wenngleich der Rückgang deutlich geringer ausfallen wird als in 2011.“ so Gerald Witt, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt.
Das Stellenangebot bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. In diesem Monat wurden 802 neue Stellen gemeldet, damit sind der Agentur für Arbeit Helmstedt derzeit insgesamt 2.457 offene Stellen angezeigt (54,7 Prozent mehr als im Dezember 2010). Insgesamt wurden der Agentur für Arbeit Helmstedt im Jahr 2011 10.822 Stellen zur Besetzung gemeldet. Das sind 2.633 Stellen oder 32,2 % mehr als im Vorjahr.
Unterbeschäftigung
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung.
Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, die aber z.B. im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden[2]. Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben im Dezember 16.394.
Das Jahr 2011
„Wir blicken auf ein sehr gutes Jahr für den hiesigen Arbeitsmarkt zurück. 2011 brachte eine außergewöhnlich positive Entwicklung mit sich. Der kräftige konjunkturelle Aufschwung hat dazu beigetragen, dass die Zahlen der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2011 im Gesamtbezirk um 1.428 oder um 10,4 Prozent sanken. Der Arbeitsmarkt des kommenden Jahres wird von der weiteren Entwicklung der Schulden- und Finanzkrise abhängig sein, und davon wie sich der Markt, vor allem im Bereich Export, entwickelt. Dennoch sind wir vorsichtig optimistisch, dass die Arbeitslosenzahlen auch in 2012 weiterhin leicht sinken werden. Der Rückgang wird jedoch geringer ausfallen und sich gegenüber 2011 verlangsamen.“ so Gerald Witt.
„Weiterhin blicken wir auf ein sehr veranstaltungsreiches Jahr zurück. Neben zwei Job-Speed-Datings - für Ausbildungssuchende und für ältere Arbeitslose - haben wir auch in diesem Jahr wieder drei Ausbildungsplatzbörsen, eine duale Studienmesse und zahlreiche berufsorientierende Veranstaltungen durchgeführt. Des Weiteren konnten wir viele Partner gewinnen, die sich gemeinsam mit uns in verschiedenen regionalen Projekten dem Thema ´Fachkräftesicherung der Zukunft´ widmen. Exemplarisch nenne ich hier ´Gemeinsam für Alleinerziehende–100 neue Chancen´ und ´100 plus 100 Chancen im Handwerk´. Auch für das nächste Jahr planen wir wieder zahlreiche Veranstaltungen, so werden unter anderem die Reihe der Job-Speed-Datings und unsere Ausbildungsplatzbörsen fortgesetzt. Ebenso sollen weitere Projekte starten und die Zusammenarbeit mit den anderen Akteuren des regionalen Arbeitsmarktes gestärkt werden. Denn nur gemeinsam können wir dem drohenden Fachkräftemangel begegnen!“ so Gerald Witt weiter.
Ein weiteres wichtiges Projekt des Jahres 2011 war der Start der Neuorganisation der Bundesagentur für Arbeit.
Um die Bundesagentur für Arbeit vor dem Hintergrund der Bevölkerungs- und Arbeitsmarktentwicklung, der Arbeitslosigkeitsentwicklung und dem steigenden Fachkräftebedarf zukunftsfähig zu gestalten, ist eine Neuorganisation ab 2012 geplant.
So wurde u.a. entschieden, dass die Grenzen der Landkreise und Städte in Zukunft deckungsgleich mit der Struktur der Agenturen sind.
Für die Agentur für Arbeit Helmstedt bedeutet das, dass die Gemeinde Lehre in Zukunft auch von der Agentur für Arbeit Helmstedt betreut wird.
Im Bereich des Jobcenters - dem Rechtskreis SGB II - ist dies bereits der Fall. Nun soll dem auch der SGB III Bereich, also die Agentur für Arbeit, folgen.
(Quelle: Agentur für Arbeit Helmstedt, 03.01.2012)


