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Arbeitslosenzahl steigt saisonbedingt an

stärkster Rückgang bei den unter 25-jährigen / Männer profitieren stärker als Frauen von der positiven Entwicklung / weiterhin günstige Situation am Arbeitsmarkt

Arbeitslosenzahl: 7.427

Veränderung gegenüber Vormonat: 626 bzw. 9,2%

Veränderung gegenüber Vorjahresmonat: -551 bzw. -6,9%

Arbeitslosenquote (Vorjahreswert): 9,4 % (10,1%)

Die Arbeitslosenzahl ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Goslar im Januar deutlich gestie-gen. Gegenüber dem Dezember gab es 626 bzw. 9,2% mehr Arbeitslose. Das sind 551 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 9,4%. In ganz Niedersachsen sind die Arbeitslosenzahlen gestiegen, die Zunahme in Goslar liegt etwas über dem Durchschnitt. Die Entwicklung entspricht dem typischen Jahresverlauf, denn im Januar und Februar werden regelmäßig die höchsten Arbeitslosenzahlen gemeldet. Dennoch lie-gen die aktuellen Werte immer noch deutlich unter dem Vorjahresniveau und die anhal-tend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften zeigt, dass die Situation weiterhin günstig ist.

„Der Januar gehört immer zu den schwächsten Monaten, dies sollte uns nicht beunruhi-gen. Witterungsbedingt können viele Betriebe keine Außenarbeiten durchführen und nach dem Weihnachtsgeschäft sind auch deutlich weniger Touristen unterwegs. Da dies aber ein jährlich wiederkehrendes Phänomen ist, ist vor allem der Vergleich zum Vorjahr inte-ressant und hier wird deutlich, dass die Arbeitslosigkeit weiterhin abnimmt. Dazu kommt, dass uns die Arbeitgeber allein im Januar 246 neue Stellen gemeldet haben und insge-samt fast 800 offene Stellen bei uns geführt werden.“ so Hans-Walter Pallinger, Vorsit-zender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Goslar.

Unterbeschäftigung

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, die aber beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden1. Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben im Januar 9.837 Personen, das sind 431 mehr als im Dezember.

Entwicklung in den Rechtskreisen

Im Januar hat die Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen zugenommen.

 1. Arbeitslosengeld I (Sozialgesetzbuch III)

Bei der Agentur für Arbeit Goslar (Arbeitslosengeld I) stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 349 bzw. 20,5% auf 2.055 und liegt um 221 niedriger als im Januar 2011.

 2. Arbeitslosengeld II (Sozialgesetzbuch II)

 2.1 Arbeitslosengeld II im Landkreis Goslar

Im Bereich des JobCenters Goslar waren im Januar 4.754 Menschen arbeitslos ge-meldet. Damit nahm die Zahl um 230 oder 5,1% im Vergleich zum Dezember zu. Die Abnahme im Vergleich zum Vorjahr beträgt 252 Personen oder 5,0%. Insgesamt gab es 7.288 Bedarfsgemeinschaften und 9.844 Menschen bezogen Arbeitslosengeld II.

 2.2 Arbeitslosengeld II im Agenturbezirk Goslar

Da der Agenturbezirk Goslar nicht nur den Landkreis Goslar umfasst, erhöht sich die Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger noch.

Bei den für das Arbeitslosengeld II zuständigen Trägern (JobCenter und Options-kommune) nahm die Zahl der Arbeitslosen ebenfalls zu und zwar im Vergleich zum Vormonat um 277 bzw. 5,4% auf 5.372. Der Anteil der Arbeitslosengeld II-Empfänger an allen Arbeitslosen liegt somit bei etwa 72%.

(Quelle: Agentur für Arbeit Goslar, 31.01.2012)

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