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50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei

Vor 50 Jahren wurde das deutsch-türkische Anwerbeabkommen vereinbart. Zahlreiche türkische Gastarbeiter haben die Einladung Deutschlands angenommen, um in und für die deutsche Wirtschaft zu arbeiten. Viele Arbeitskräfte fanden auch den Weg nach Hamburg, schufteten im Hafen, in der Industrie oder auf dem Bau.

Sie ließen ihre Familien zurück oder holten später Frau mit Kindern nach. Wohlstand, der in Hamburg sichtbar wurde, ist auch ein Verdienst dieser frühen Generationen, die mit hohem Risiko aber verlässlicher Arbeit und Pflichtgefühl ihrem Job nachgingen.

Krisenjahre sorgten oft für hohe Arbeitslosigkeit bei den überwiegend ungelernten Arbeitern, nicht wenige sind wieder mit dem Ersparten zurückgezogen, um sich in der Heimat eine eigene Existenz aufzubauen.

Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Hamburg, blickt mit Achtung und Anerkennung auf die türkischstämmigen Hamburger. „Einwanderung hat über Generationen für Wohlstand Hamburg gesorgt. Dabei definiert sich persönliche Teilhabe an Gesellschaft und Arbeitsleben mehr und mehr über berufliche Ausbildung und Qualifikation. Besonders den türkischstämmigen Jugendlichen biete ich ein neues „Abkommen“ an“, wirbt Fock mit Blick auf die Jungen und Mädchen der dritten Generation. „Konkrete Hilfe meiner Berufsberatung bei der Ausbildungs- und Studienwahl soll den Weg in eine selbstbestimmte Zukunft ebnen helfen. Der Wirtschaftsstandort Hamburg kann und will auf keine Talente verzichten, die interkulturell aufgewachsen sind und zur attraktiven Internationalität der Hansestadt beitragen.“

(Quelle: Arbeitsagentur Hamburg, 31.10.2011)

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