Worauf es beim ersten Date ankommt
Das Vorstellungsgespräch: „Fallstricke, Fettnäpfchen – auf was achtet ein Unternehmen? - Arbeitsagentur-Chef und Unternehmerin zeigten Schülerinnen und Schülern die Realität.
„Nichts im Leben ist besser vorzubereiten als die eigene Berufswahl“, erzählt Sönke Fock, Chef der Agentur für Arbeit Hamburg den 50 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Lohbrügge. Fock hat sich zuvor in einem Rollenspiel bei der Unternehmerin Heidrun Jürgens um eine freie Stelle als Projektassistent beworben und musste sich nun den bohrenden Fragen der erfahrenen Personalleiterin stellen. Im Gymnasium Lohbrügge wurde im Rahmen eines Schulprojekts vorgeführt, wie ein Vorstellungsgespräch ablaufen kann. Welche Erwartungen haben beide Gesprächspartner, welche Fallstricke oder Fettnäpfchen sind vom Bewerber zu umschiffen?
„Um es offen zu sagen: Die meisten Schülerinnen und Schülern haben kaum ein Gefühl dafür, worauf es im Vorstellungsgespräch ankommt! Woher auch. Neben der guten inhaltlichen Vorbereitung auf die ausgeschriebene Position müssen sie pünktlich erscheinen, höflich und authentisch sein. Natürlich ist auch das Schulzeugnis wichtig, aber Bewerber sollen auch erahnen lassen, welche Talente in ihnen stecken. Sind sie teamfähig, flexibel, konfliktfähig oder können sie quer denken und Situationen schnell erfassen? Wie heben sie sich von der Konkurrenz ab? Schülerinnen und Schülern praktische Einblicke in ein Auswahlverfahren zu geben, sollte zukünftig in allen Abgangsklassen Beachtung finden, damit Schülerinnen und Schülern besser vorbereitet ins Vorstellungsgespräch gehen!“, schlägt Heidrun Jürgens vor, die als Unternehmerin zu dieser Thematik ehrenamtliche Vorträge in Schulen und Hochschulen hält.
Fock stimmt Frau Jürgens zu, denn in seinen Gesprächen mit Unternehmen hört er ähnliche Aussagen. „Wer das Vorstellungsgespräch meistert, wird eingestellt. So einfach ist das im Regelfall. Doch zuvor sollten sich die Schülerinnen und Schülern beruflich orientieren, eine Berufs- oder Studienwahl treffen und sich über den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt informieren. Zu allen Fragen rund um Berufsorientierung und Berufswahl, Testverfahren, Ausbildungsinhalte oder alternative Traumberufe unterstützen und informieren unsere Berufsberater“, wirbt Fock für die Dienstleistung seiner Berater.
Auch Michael Koops, Schulleiter am Gymnasiums Lohbrügge war sehr zufrieden mit der Vorstellung der beiden Akteure, denn auch er möchte seine Schülerinnen und Schülern notwendiges Rüstzeug vermitteln: „Die Schülerinnen und Schülern erlebten heute hautnah, wie ein Vorstellungsgespräch ablaufen kann. Eine perfekte Vorbereitung gibt es sicher nicht, aber wenn wir gemeinsam mit den Unternehmen und der Berufsberatung die Schülerinnen und Schülern sensibilisieren, ist schon sehr viel erreicht.“
(Quelle: Arbeitsamt Hamburg, 30.09.2011)


