Reges Interesse – über 1000 Jugendliche besuchen die Ausbildungsbörse 2012
Die Entscheidung für den richtigen Ausbildungsplatz ist für junge Menschen sehr wichtig. Und entsprechend groß war ihr Interesse an der Berufsorientierungs- und Vermittlungsbörse KOMPASS 2012 der Agentur für Arbeit Bremerhaven. Im Laufe des Vormittags haben über 1.000 Schülerinnen und Schüler aus der Stadt und dem Landkreis die Messe besucht. Zum Teil wurden sie von ihren Lehrerinnen und Lehrern begleitet. Auf die Besucher warteten über 20 Aussteller. Sie stellten Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten der verschiedensten Branchen an ihren Ständen dar. Zahlreiche Jugendliche nutzten die Vorträge, um sich Anregungen zum Thema „Bewerben“ geben zu lassen oder einzelne Ausbildungsberufe näher kennenzulernen. „Allein bei der Arbeitsagentur warten derzeit rund 700 Ausbildungsstellen in über 100 Berufen auf die richtigen Bewerber. Einige davon werden in Folge der heute frisch geknüpften Kontakte wohl nicht mehr lange frei sein“, stellt Christine Eden, Geschäftsführerin in der Agentur für Arbeit Bremerhaven, zufrieden fest. „Das starke Interesse an unserem Angebot freut und motiviert uns!
Wir wollen den Jugendlichen den Blick öffnen für die Breite des regionalen Ausbildungsangebotes. Das ist uns heute erneut gelungen.“ Das Ausstellerangebot war breit gefächert. Wer fragte, konnte Informationen aus erster Hand zum Ausbildungsberuf Müller oder Zerspanungsmechaniker bekommen. Auch Mediengestalter, Augenoptiker oder Gesundheits- und Krankenpfleger wurden neben weiteren Berufen vorgestellt. Auch am Stand der Altenpflege war die Ausstellerin mit dem Interesse zufrieden: „Wir hatten Gespräche mit Jungen und Mädchen, das freut uns besonders. Junge Männer entdecken unser Aufgabengebiet langsam für sich. Sie sind eine Bereicherung in den Teams“, betont Stephanie Ackermann, Pflegedienstleiterin im Senioren-Wohnpark. Sie ergänzt:„ Zum Teil hatten unsere Besucher gute Vorkenntnisse zum Beruf, zum Beispiel, wenn ein Elternteil in unserer Branche arbeitet. Wichtig ist zu wissen, dass Voraussetzung für die Ausbildung der Realschulabschluss ist. Das ist gesetzlich vorgeschrieben.“
Fehlendes Wissen über Beruf und Aufstiegsmöglichkeiten will auch Jenny Wiedmann, Ausbildungsleiterin bei der NORDSEE Holding GmbH, verringern. „Im Alltag erleben die Jugendlichen nur einen kleinen Teil der Arbeitsabläufe in den NORDSEE-Verkaufsräumen. Besonders die kaufmännischen Tätigkeiten im Hintergrund sind nicht bekannt, ebenso die Aufstiegschancen.“ Sie sucht neben Kaufleuten für Systemgastronomie zum Beispiel auch Bewerber für die Ausbildung IT-Systemkaufmann/-frau“.
„Es ist jetzt Zeit, sich für einen Ausbildungsberuf zu entscheiden und dafür zu bewerben!“ sagt Christine Eden mit Nachdruck. „Wir wollen mit unserer Berufsberatung und dem Arbeitgeberservice für die Jugendlichen eine Brücke zum Arbeitgeber bauen. Angesichts der demografischen Entwicklung lade ich alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber herzlich ein, ihren Bewerbern auch einen zweiten Blick zu gönnen. Nicht alle Talente können auf den ersten Blick entdeckt werden.“
Ein Betriebspraktikum in den Ferien oder auch das Langzeitpraktikum EQ (Einstiegsqualifizierung) ermöglichen das gegenseitige Kennenlernen. Die Berufsberatung der Arbeitsagentur hilft gerne weiter.
(Quelle: Arbeitsamt Bremerhaven, 09.02.2012)


