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Saisonbedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote liegt trotzdem 1,5 Prozent unter Vorjahreswert. Das Angebot freier Stellen ist leicht rückläufig. Im Vergleich zum Vormonat ist das Niveau der Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremerhaven im Januar im saisonüblichen Ausmaß angestiegen (+765 Personen oder + 7,4 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr befinden sich jedoch 1.726 Personen (-13,4%) weniger in der Erwerbslosigkeit. Damit waren im Januar bei der Arbeitsagentur 11.127 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 10,5 Prozent (Vorjahresmonat 12 Prozent, Vormonat 9,7 Prozent) Christine Eden, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Bremerhaven, erläutert: „Im Januar zeigt sich der für den Jahresverlauf typische Effekt auf dem Arbeitsmarkt. Die Witterung wirkt sich ungünstig auf die Beschäftigungssituation aus. Zudem ist das Jahres- und Quartalsende der Stichtag für viele Kündigungen. Auch der Handel fragt nach dem Weihnachtsgeschäft weniger Arbeitskräfte nach. Entsprechend steigt daher im Januar die Arbeitslosigkeit.“ Im Rechtskreis Sozialgesetzbuch III (Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit) stieg die Arbeitslosigkeit um 294 Personen auf 2.084 Betroffene (Vormonat 1.790, Januar 2011 2.555). Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 2,0 Prozent (Vormonat 1,7 Prozent). Die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis Sozialgesetzbuch II (Jobcenter) stieg gegenüber dem Vormonat um 471 Personen auf 9.043 (Vorjahresmonat 10.298). Die Quote lag damit, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, bei 8,5 Prozent (Vormonat 8,1 Prozent, Vorjahresmonat 9,6 Prozent.)

Unterbeschäftigung und Angebot an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen

Bei den Angaben zur Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber zum Beispiel im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden, mitgezählt[1].

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Januar bei 14.848 Personen und lag damit um 1.550 Personen unter dem Vorjahreswert. Die Quote der Unterbeschäftigung beträgt  14,1 Prozent (Vorjahr 15,5 Prozent).

Der Schwerpunkt des arbeitsmarktpolitischen Instrumenteneinsatzes lag mit 698 Eintritten bei der beruflichen Weiterbildung. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 9,1 Prozent.

Die Zahl der Arbeitsgelegenheiten betrug 948 und liegt damit 3,3% unter dem Vorjahresniveau.

Saisontypischer leichter Rückgang an freien Arbeitsstellen

 319 neue Arbeitsstellen wurden im Januar zur Besetzung gemeldet. Davon waren 306 sozialversicherungspflichtig. Im Januar 2011 wurden 58 Stellen mehr zur Besetzung gemeldet.

Aktuell suchen die Vermittlungsfachkräfte für 1.067 Arbeitsstellen (Vorjahr 1.041) Personal; darunter sind 1.040 sozialversicherungspflichtige Angebote.

Bei der Betrachtung nach Branchen liegt das größte Angebot an freien Arbeitsplätzen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Aktuell werden hier 360 Mitarbeiter für unterschiedliche Branchen gesucht.

Großen Personalbedarf zeigen auch die Berufe im Verarbeitenden Gewerbe mit 159 gemeldeten Stellen. Eingesetzt werden sollen die gesuchten Mitarbeiter vor allem im Bereich „Herstellung von Elektromotoren/Generatoren etc.“ (89 Stellen) und im Stahl- und Leichtmetallbau (32 Stellen).

Der Wirtschaftsbereich „Gesundheits- und Sozialwesen“ bietet 120 offene Stellen in ganz unterschiedlichen Einsatzgebieten an. Besonders für die Betreuung älterer Menschen werden Mitarbeiter gesucht (28 Stellen), aber auch in Krankenhäusern (15), Arztpraxen (14) sowie Pflege- und Altenheimen (zusammen 34 Stellen) gibt es Beschäftigungschancen. Der Bereich Verkehr/Lager sucht 29 Mitarbeiter; das Baugewerbe bietet 39 Stellen.

Anmeldungen zur Kurzarbeit sind gestiegen

Die Bedeutung der Kurzarbeit steigt in den Wintermonaten witterungsbedingt an. In der Schlechtwetterzeit von Dezember bis März können Betriebe des Bauhaupt- und Baunebengewerbes Kurzarbeitergeld aus saisonalen Gründen in Anspruch nehmen. Nach den vorläufigen Daten für Januar wurden 10 Anzeigen für saisonales Kurzarbeitergeld gestellt, dabei waren 282 Personen betroffen.

Hinzu kommen drei Anzeigen für Kurzarbeitergeld aus konjunkturellen Gründen, hiervon waren vier Personen betroffen.

Daten zum Ausbildungsstellenmarkt

Aktuelle Daten zum Berichtsjahr am Ausbildungsmarkt (01.10.2011 bis 30.9.2012) werden erst ab März 2012 wieder veröffentlicht.

Der nächste Arbeitsmarktbericht erscheint am 29. Februar 2012

[1] Unterbeschäftigung im engeren Sinn: Dazu gehören Personen in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Gründungszuschuss, Altersteilzeit etc. Aufgrund der Vorläufigkeit der Daten zur Maßnahmeteilnahme können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht enthalten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Daten erst mit mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können.

(Quelle: Arbeitsamt Bremerhaven, 31.01.2012)

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