Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden
Navigation
 

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Weiden im November 2011

Herbstaufschwung setzt sich fort: Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk liegt bei 4,1 Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt weiterhin lebhaft. Stadtgebiet Weiden: weniger Hartz-IV-Empfänger als im Vorjahresmonat; starker Abbau der Jugendarbeitslosigkeit. Kurz vor Beginn der Wintersaison ist im November die Arbeitslosenzahl im Bezirk der Agentur für Arbeit Weiden nochmals geringfügig zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen ist gegenüber dem Vormonat um 50 Personen auf 4.413 Arbeitslose gesunken. Die Arbeitslosenquote blieb, wie schon im Vormonat, bei 4,1 Prozent. Im Vorjahresmonat waren im Vergleich dazu mit ca. 4.920 Arbeitslosen rund 500 bzw. 10,2 Prozent mehr Menschen ohne Beschäftigung. „Der November ist üblicherweise der Einstieg in die Saisonarbeitslosigkeit. Das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt hat sich etwas beruhigt. Da die Witterungsverhältnisse die Bautätigkeit bisher nicht beeinträchtigt hatten, war der Saisonausschlag in den Arbeitslosenzahlen noch nicht zu spüren. Diese jahreszeitlich typischen Ursachen bedeuten aber noch kein Ende des Aufwärtstrends“, kommentiert Siegfried Bühner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weiden, die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. „Die Signale aus der Wirtschaft sind nach wie vor positiv und das Vorweihnachtsgeschäft beflügelt die Nachfrage nach Arbeitskräften“, so Bühner weiter. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) im Agenturbezirk Weiden weitere rund 2.330 Personen, die sich unter anderem in Weiterbildungen oder Altersteilzeit befinden sowie Selbständige, die einen Gründungszuschuss erhalten. Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 6,2 Prozent (Oktober: 6,2 Prozent).

Der Arbeitsmarkt im Monat November in Zahlen:

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, der relativ schnell auf Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt reagiert, ist die Anzahl Arbeitsloser seit Oktober lediglich um ca. 30 Personen gesunken (minus 1,5 Prozent). Somit wurden im Berichtsmonat insgesamt ca. 1.730 Erwerbslose dieses Rechtskreises von der Agentur für Arbeit Weiden betreut. Der Vorjahresstand wurde um 18,0 Prozent unterschritten. Im etwas stabileren Arbeitslosengeld II-Bereich (Hartz IV) ist die Zahl der arbeitslosen Menschen ebenfalls minimal gesunken. Hier wurden rund 20 Personen weniger gezählt (minus 0,9 Prozent) als im Vormonat und ca. 130 Menschen (minus 4,4 Prozent) weniger als noch im November 2010. Damit wurden im Berichtsmonat insgesamt rund 2.690 arbeitslose Männer und Frauen von den Jobcentern betreut.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften durch die regionalen Unternehmen war auch im Monat November ungebrochen. Mit rund 500 sozialversicherungspflichtigen Stellenangeboten gingen im November ca. 130 bzw.  35,0 Prozent mehr Kräfteanforderungen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres ein. Der Bestand an sozialversicherungspflichtigen Stellenangeboten war mit rund 840 Stellen um 38,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Wie bereits in den Vormonaten kam der größte Anteil der freien Stellen von Unternehmen aus der Zeitarbeitsbranche. Insgesamt rund 230 (ca. 42 Prozent) der zu besetzenden Arbeitsplätze kamen in den vergangenen vier Wochen aus diesem Wirtschaftszweig. Weitere 91 (ca. 17 Prozent) Plätze hatte der Handel zu besetzen. Aus dem Bereich des verarbeitenden Gewerbes wurden zusätzlich 56 Angebote registriert (ca. zehn Prozent). Darüber hinaus kamen 44 (ca. acht Prozent) offene Stellen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen. Am meisten gesucht wurden sozialpflegerische Berufe, Warenkaufleute und Lagerarbeiter; aber auch Bürokräfte, Schlosser, Elektriker und Mechaniker. Ferner wurden im Berichtsmonat rund 3.300 Vermittlungsvorschläge von den Fachkräften des Arbeitgeberservice versandt. Ein Viertel davon, rund 830 Vorschläge gingen an Hartz-IV-Empfänger. Rund ein Drittel der erfolgreich besetzten Stellen wurde an Arbeitslose aus diesem Personenkreis vermittelt. Dies verdeutlicht die steigenden Vermittlungschancen von Hartz-IV-Empfängern bei zunehmender Fachkräfteknappheit.

Jugendliche im Vorteil – Ältere im Nachteil

Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich, nach Personengruppen betrachtet, sehr unterschiedlich. Von den insgesamt rund 4.410 Arbeitslosen waren ca. 2.140 Männer und ca. 2.270 Frauen. Der Anteil der Frauen an der Gesamtzahl beträgt damit fast 52 Prozent. Im Monat November waren ca. 1.320 Menschen, das sind rund 30 Prozent aller Arbeitslosen, länger als ein Jahr auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Dies waren 5,0 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die Jugendlichen konnten sich am besten wieder in den Arbeitsmarkt integrieren: im November waren 8,6 Prozent aller Arbeitslosen 15 bis unter 25 Jahre alt. Gegenüber dem Vorjahr sank der Anteil dieser Personengruppe um 26,4 Prozent. Somit waren insgesamt noch 380 Jugendliche zum Monatsende im Agenturbezirk arbeitslos gemeldet. Weiterhin im Nachteil waren ältere Arbeitslose: mit rund 1.630 Personen waren im Berichtsmonat über ein Drittel aller arbeitslos gemeldeten Personen zwischen 50 und 65 Jahren alt. Dies waren fast genauso viele wie im Vorjahr (minus 0,3 Prozent). In Anbetracht des demographischen Wandels, steckt hier ein Arbeitskräftepotential, das nicht vernachlässigt werden darf, um den zukünftigen Fachkräftebedarf zu decken.

November – ein Monat mit viel Bewegungen

In den vergangenen vier Wochen meldeten sich rund 1.370 Menschen neu bzw. erneut bei der Arbeitsagentur arbeitslos. Das waren ca. 180 mehr (plus 15,6 Prozent) als im Vormonat, und rund 270 bzw. 16,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Darunter waren rund 680 Personen, 17,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, die sich nach Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses arbeitslos meldeten. Weitere ca. 220 Menschen meldeten sich nach einer Ausbildung oder Fort- bzw. Weiterbildung arbeitslos. Dagegen beendeten rund 1.420 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Dies waren ca. 140 Menschen, bzw. 8,8 Prozent weniger als im Vormonat, und ca. 120 Menschen bzw. 7,5 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Davon nahmen rund 500 Personen, ca. 120 weniger als im November 2010, eine Beschäftigung auf. Außerdem konnten auch ca. 320 Männer und Frauen eine Ausbildung oder sonstige Weiterbildung beginnen.

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

Mit dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte auch im Berichtsmonat für zahlreiche Personen im Agenturbezirk Weiden Arbeitslosigkeit beendet oder verhindert werden. In Anbetracht sinkender Arbeitslosenzahlen ergeben sich im Vergleich zum Vorjahr teilweise deutliche Rückgänge. So konnten ca.  250 Personen, 18,8 Prozent mehr als im Vorjahr, mit Leistungen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung gefördert werden. Hierbei handelt es sich um Maßnahmen der Eignungsfeststellungen oder die Vermittlung notwendiger Kenntnisse und Fähigkeiten, um eine Integration in Arbeit zu erleichtern. Weitere ca. 620 Menschen nahmen an einer beruflichen Weiterbildung teil. Dies waren 8,1 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Eingliederungszuschüsse (EGZ) wurden Arbeitgebern für 150 förderungsbedürftige Arbeitslose in Form von Zuschüssen zu den Arbeitsentgelten geleistet. Dies waren rund 120, bzw. 44,9 Prozent, weniger als vor einem Jahr. Die Zuschüsse dienen dem Ausgleich von erwarteten Minderleistungen, die beispielsweise auf Grund einer langen Dauer der Arbeitslosigkeit, einer Behinderung, einer geringen Qualifikation oder des Alters bestehen können. Mit einem Gründungszuschuss wurden rund 240 Personen zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit finanziell unterstützt. Vor einem Jahr wurden in diesem Bereich noch rund 20 Prozent mehr Förderungen in Anspruch genommen.

Starker Rückgang der Arbeitslosigkeit von Jugendlichen im Stadtgebiet

Im Stadtgebiet Weiden waren im Monat November insgesamt rund 1.440 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies waren ca. 30 bzw. 2,3 Prozent weniger als im Monat Oktober. Die Arbeitslosenquote fiel von 6,5 auf 6,4 Prozent. Im Vorjahr lag diese bei 6,9 Prozent. Verglichen mit dem Monat November 2010, sind jetzt in Weiden rund 120 Personen weniger arbeitslos (minus 7,7 Prozent). Insbesondere der Abbau der Jugendarbeitslosigkeit sticht im Stadtgebiet heraus: hier waren mit insgesamt ca. 120 Personen im Vergleich zum Vorjahresmonat 32,0 Prozent weniger Menschen von 15 bis unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Im Arbeitslosengeld-II-Bereich (Hartz IV) wurden im Berichtsmonat insgesamt rund 1.040 Arbeitslose und damit rund 30 bzw. 2,5 Prozent weniger als im November 2010 von dem Jobcenter betreut.

Die Zahl der Erwerbslosen verringerte sich im Vergleich zum Oktober im Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab um rund 50 Menschen. Hier waren insgesamt ca. 1.640 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet (minus 3,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote fiel von 3,2 auf 3,1 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 3,5 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahresmonat wurden im Landkreis Neustadt 10,4 Prozent weniger Arbeitslose gezählt. Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger sank gegenüber dem Vormonat um 4,2 Prozent auf 800 Menschen.

Dagegen erhöhte sich im Landkreis Tirschenreuth die Zahl der Arbeitslosen geringfügig. Im Berichtsmonat waren knapp 40 Personen bzw. 2,5 Prozent mehr als im Vormonat und damit insgesamt ca. 1.540 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im Vorjahresvergleich um 14,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg von 3,8 auf 3,9 Prozent. Im Vorjahr lag diese bei 4,5 Prozent. Das Jobcenter Tirschenreuth betreute rund 930 Erwerbslose. Dies waren ca. 40 bzw. 5,0 Prozent mehr als im Vormonat.

Der Arbeitsmarkt in den Geschäftsstellen

Im Gebiet der Hauptagentur Weiden waren im November rund 2.350 Personen und damit ca. 70 Menschen weniger als im Vormonat arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote fiel im Vergleich zum Vormonat von 4,9 auf 4,8 Prozent. Im Vorjahr lag diese noch bei 5,1 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen blieb im Bereich der Geschäftsstelle Eschenbach im Berichtsmonat mit insgesamt rund 400 Arbeitslosen fast gleich (minus 0,5 Prozent). Die Quote sank von 3,0 auf 2,9 Prozent. Im November 2010 lag die Arbeitslosenquote noch bei 3,4 Prozent.

Die Geschäftsstelle Tirschenreuth registrierte im aktuellen Monat rund 1.330 Erwerbslose. Dies waren ca.  40 Personen (plus 2,9 Prozent) mehr als im Vormonat. Die Quote stieg von 4,0 auf 4,1 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 4,7 Prozent.

Die Geschäftsstelle Vohenstrauß zählte im November mit ca. 340 Menschen, 20 bzw. 5,6 Prozent weniger Arbeitslose als noch im Vormonat. Die Quote fiel von 2,9 auf 2,7 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,3 Prozent.

(Quelle: Arbeitsamt Weiden, 30.11.2011)

T5 Jobmessen