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Arbeitsmarktreport November 2011

Arbeitsmarktgesamtentwicklung

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf zeigte sich der Arbeitsmarkt im November wie das Wetter von seiner sonnigen Seite. Die jahreszeitlich üblichen Saisoneinflüsse hielten sich weitgehend in Grenzen. Während die Arbeitslosigkeit in den Agenturbezirken Bad Kötzting, Oberviechtach und Sulzbach-Rosenberg leicht zunahm, schwächte sie sich in den Bezirken Schwandorf, Amberg und Cham sogar geringfügig ab. Mitte November (Berichtsmonat) waren in der mittleren Oberpfalz, das heißt in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Cham sowie in der kreisfreien Stadt Amberg 6.240 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 110 Personen bzw. 1,8 Prozent weniger als im Oktober. Im Vergleich zum November des vergangenen Jahres sank die Arbeitslosigkeit um rund 1.700 Personen bzw. 21 Prozent.

Die Arbeitslosenquote ging im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf von 2,8 Prozent im Oktober auf 2,7 Prozent im November zurück. Im November des vergangenen Jahres lag die Quote noch bei 3,5 Prozent. „Bei der gegenwärtig günstigen Arbeitsmarktlage mit einem starken Bedarf an Fachkräften gilt es, das gesamte Potential an Arbeitskräften zu nutzen und die Aufmerksamkeit auch auf Personengruppen zu richten, in denen noch gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen, wie beispielsweise Menschen mit Behinderung. Wenn behinderte Menschen richtig eingesetzt werden, sind sie voll leistungsfähige Mitarbeiter“, sagte der Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, Joachim Ossmann.

Nach Personengruppen – unterschiedliche Entwicklung

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr erstreckt sich über alle Personengruppen. Während die Gesamtarbeitslosigkeit gegenüber dem November des vergangenen Jahres um 21 Prozent zurückging, sank sie jedoch bei schwerbehinderten Menschen „nur“ um knapp 13 Prozent und bei Älteren ab 55 Jahren um rund elf Prozent.

Kräftenachfrage: lebhaft

Die Nachfrage nach Arbeitskräften entwickelte sich im November günstig. Betriebe und Unternehmen meldeten im November rund 1.110 sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung, 200 Angebote bzw. 22 Prozent mehr als im Oktober. Im Vergleich zum November des vergangenen Jahres stieg die Zahl der neu gemeldeten Stellen merklich, und zwar um knapp 140 Offerten bzw. 14 Prozent.

Kurzarbeit: weiter rückläufig

Die günstige konjunkturelle Entwicklung führte zu einem weiteren Rückgang der Kurzarbeit. Nach den vorläufigen Daten standen im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf im Juni rund 330 Personen in Kurzarbeit (Vorjahr 2.110).

Arbeitsmarkt in Geschäftsstellenbezirken

Im Bezirk der Hauptagentur Schwandorf: Kräftenachfrage weiter gewachsen

Im Bezirk der Hauptagentur Schwandorf ist die Arbeitslosigkeit von Oktober auf November geringfügig zurückgegangen. Mitte November waren im Hauptagenturbezirk 1.890 Personen arbeitslos gemeldet, knapp 20 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um rund 370 oder 16 Prozent.

Im Laufe des Novembers meldeten sich rund 810 Arbeitnehmer neu oder erneut arbeitslos, 210 Personen weniger als im November des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote blieb im November unverändert bei 2,7 Prozent. Im November des vergangenen Jahres lag die Quote bei 3,2 Prozent. „Trotz leicht nachlassender Dynamik des Arbeitsmarktes ist die Arbeitsmarktverfassung im November positiv zu bewerten“, sagte Bereichsleiter Wolfgang Zwicknagl. Die Stellenmeldungen signalisieren weiterhin eine positive Grundstimmung in den Betrieben und Unternehmen, so Zwicknagl.

Nachgefragt werden nach wie vor insbesondere Fachkräfte. So sucht beispielsweise das Bau- und Baunebengewerbe auch in dieser Jahreszeit noch Personal. Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Schwandorf registrierte im Berichtsmonat Kräftebedarf im Handwerk, Industrie und Dienstleistung sowie in der öffentlicher Verwaltung. Nachgefragt wurden Fachkräfte des Metall- und Elektrobereichs, wie Anlagenmechaniker/innen, Landmaschinenmechaniker/innen und Kfz-Mechatroniker/innen oder auch Ingenieure beispielsweise für Vertrieb und Maschinenbau.

Der Bereich Erziehung meldete ebenfalls einen weiteren Bedarf an qualifizierten Kräften wie Kinderpfleger/innen, Erzieher/innen und Sozialpädagogen/innen.

Im Groß- und Einzelhandel waren Arbeitnehmer nicht nur in den klassischen Berufsfeldern des Verkaufs nachgefragt, sondern auch Mitarbeitern im Lager- und Transportwesen sowie Netzwerkadministratoren oder IT-Technikern/innen in der Informationstechnik.

Insbesondere die Nachfrage nach Fach- und Anlernkräften für Tätigkeiten im industriellen produzierenden Wirtschaftsbereich kennzeichnet das Arbeitsmarktgeschehen. Dies bildet sich im Besonderen in der Nachfrage aus dem Bereich der Zeitarbeitsfirmen ab.

Betriebe meldeten dem Arbeitgeber-Service im Laufe des Berichtsmonats rund 490 sozialversicherungspflichtige Stellen neu zur Besetzung, rund 140 Angebote mehr als im November des vergangenen Jahres.

Im Bezirk der Geschäftsstelle Amberg: Arbeitslosigkeit weiter rückläufig

Im Bezirk der Geschäftsstelle Amberg ist die Arbeitslosigkeit im November weiter zurückgegangen. Mitte November waren im Amberger Geschäftsstellenbezirk rund 1.830 Personen arbeitslos gemeldet, 150 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um rund 770 bzw. 30 Prozent.

Im Laufe des Novembers meldeten sich rund 670 Arbeitnehmer neu oder erneut arbeitslos, 210 Personen weniger als im November des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote ging von 3,6 Prozent im Oktober auf 3,3 Prozent im November zurück. Im November des vergangenen Jahres lag die Quote noch bei 4,7 Prozent. „Der anhaltend positiven Konjunkturlage und den günstigen Witterungsbedingungen ist es zuzuschreiben, dass der übliche saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit aufgrund von Freisetzungen in Außenberufen noch ausgeblieben sind“, sagte der Leiter der Geschäftsstelle Amberg, Franz Elsner. Saisonkündigungen seien bislang nur in den Bau- und Baunebenberufen im geringen Umfang zum Jahresende ausgesprochen worden, so Elsner.

Auch in den übrigen Wirtschaftszweigen zeigt sich der Arbeitsmarkt derzeit noch sehr stabil. Besonders gute Beschäftigungschancen bestehen in der Elektrobranche und in Teilbereichen des Dienstleistungssektors. Auch bei Zeitarbeitsfirmen besteht ein erheblicher Fachkräftebedarf. Beachtlicher Bedarf an Arbeitskräften besteht weiterhin im Pflegesektor sowie bei Arbeitnehmern mit IT-Berufen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften stieg im Berichtsmonat deutlich an. Betriebe meldeten dem Arbeitgeber-Service im Laufe des Novembers rund 270 sozialversicherungspflichtige Stellen neu zur Besetzung, 70 Angebote bzw. gut ein Drittel mehr als im November des vergangenen Jahres.

Im Bezirk der Geschäftsstelle Cham: Arbeitslosigkeit auf niedrigem Niveau

Im Bezirk der Geschäftsstelle Cham ist die Arbeitslosigkeit im November weiter zurückgegangen. Mitte November waren in der Geschäftsstelle Cham rund 1.090 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 30 Personen bzw. 2,7 Prozent weniger als im Oktober.

Im Vergleich zum November des Vorjahres sank die Arbeitslosigkeit beachtlich um rund 200 Personen bzw. rund 16 Prozent. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich von 2,1 Prozent im Oktober auf 2,0 Prozent im November. Im November des vergangenen Jahres lag die Quote noch bei 2,4 Prozent. Mit 560 neuen Arbeitslosmeldungen im November sank der Zugang in Arbeitslosigkeit um knapp 30 Meldungen oder rund fünf Prozent im Vergleich zum November des Vorjahres.

Der jahreszeitlich übliche Temperaturrückgang bewirkte bislang noch keine sichtbaren arbeitsmarktlichen Veränderungen in den Berufen des Außenbereichs. Vereinzelt suchen Betriebe aus diesen Branchen jetzt noch weitere Mitarbeiter. Bei insgesamt geringerer Nachfrage nach Arbeitskräften sind in den technikorientierten Berufen nach wie vor Mitarbeiter stärker nachgefragt, als Bewerber am Markt vorhanden sind.

Im November meldeten Betriebe dem Arbeitgeber-Service in Cham rund 230 neue sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung, 60 Angebote weniger als im November des vergangenen Jahres.

Im Bezirk der Geschäftsstelle Oberviechtach: Arbeitslosigkeit von Oktober auf November gestiegen

Im Bezirk der Geschäftsstelle Oberviechtach sorgten erste saisonale Einflüsse im Bau- und Außenbereich zu einem spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit von Oktober auf November. Im Vergleich zum November des vergangenen Jahres jedoch sank die Arbeitslosigkeit deutlich.

Mitte November waren im Oberviechtacher Geschäftsstellenbezirk rund 180 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, rund 20 Personen mehr als im Oktober. Im Vergleich zum November des Vorjahres gab es um rund 40 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote kletterte von 2,1 Prozent im Oktober auf aktuell 2,4 Prozent im November. Im November des Vorjahres betrug sie noch 3,0 Prozent.

Im Laufe des Novembers meldeten sich rund 60 Arbeitnehmer arbeitslos, 30 Personen weniger als im November des Vorjahres.

„Die Arbeitslosigkeit in der Chamer Region erreicht Tiefstände wie es sie seit über 30 Jahren nicht mehr gab. Mit einer Arbeitslosenquote von exakt 2,0 Prozent kratzt der Arbeitsmarkt sogar an der Zwei-Prozent-Schallmauer“, sagte der Leiter der Geschäftsstelle Cham, Johann Braun.

Über sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt verfügen qualifizierte Fachkräfte branchenübergreifend, sofern sie sich regional mobil und zeitlich flexibel zeigen. Bei Arbeitslosen mit geringer Qualifikation oder bei Einschränkungen hinsichtlich der Gesundheit oder Arbeitszeit gestaltet sich die Arbeitsuche selbst bei der zurzeit guten Wirtschaftssituation schwierig.

In der Geschäftsstelle Oberviechtach meldeten Betriebe im Laufe des Berichtsmonats – ähnlich wie im Vorjahr - rund 30 sozialversicherungspflichtige Stellen neu zur Besetzung.

Im Bezirk der Geschäftsstelle Sulzbach-Rosenberg: geringfügig mehr Arbeitslose von Oktober auf November

Im Bezirk der Geschäftsstelle Sulzbach-Rosenberg stieg die Arbeitslosigkeit von Oktober auf November geringfügig an. Im Vergleich zum November des vergangenen Jahres jedoch sank die Arbeitslosigkeit deutlich.

Mitte November waren im Sulzbach-Rosenberger Geschäftsstellenbezirk rund 820 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, rund 20 Personen bzw. 2,4 Prozent mehr als im Oktober. Gegenüber dem November des Vorjahres sank die Arbeitslosigkeit um 310 Personen bzw. knapp 28 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg von 3,2 Prozent im Oktober auf aktuell 3,3 Prozent im November. Im November des Vorjahres betrug sie noch 4,5 Prozent. „Die stabile konjunkturelle Entwicklung wirkt sich nachhaltig auch sehr günstig auf die Region Amberg-Sulzbach aus“, sagte der Leiter der Geschäftsstelle, Franz Elsner.

Bei ersten saisonalen Kündigungen im Bau- und Baugewerbe einerseits erfolgen andererseits in einigen Wirtschaftsbereichen ständig Abmeldungen in Arbeit. Die marktübliche Fluktuation und eine anhaltende Nachfrage nach Helfern und Fachkräften durch Zeitarbeitsunternehmen verhindern derzeit noch einen signifikanten Anstieg der Arbeitslosigkeit aus jahreszeitlichen Gründen, so Elsner. Im Metall- und Maschinenbau sowie in der Elektrobranche und in den Bereichen Lager und Logistik sind Fachkräfte nach wie vor gesucht. Bei den Büroberufen halten sich Zugänge in Arbeitslosigkeit und Abgänge in Arbeit derzeit die Waage.

In der Geschäftsstelle Sulzbach-Rosenberg meldeten Betriebe im Laufe des Berichtsmonats rund 70 sozialversicherungspflichtige Stellen neu zur Besetzung, 18 Angebote bzw. ein Drittel mehr als im November des vergangenen Jahres.

(Quelle: Arbeitsamt Schwandorf, 30.11.2011)

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