Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden
Navigation
 

Ausbildungsstellenmarkt: günstige Entwicklung für Jugendliche

Mehr gemeldete Ausbildungsstellen als Bewerber Ausbildungsstellenmarkt Gesamtentwicklung Der Ausbildungsstellenmarkt hat sich im September zum Ende des Berufsberatungsjahres im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf, das heißt in den Landkreisen Schwandorf, Amberg-Sulzbach und Cham sowie in der kreisfreien Stadt Amberg, für die Jugendlichen weiter verbessert. „Das Angebot an gemeldeten Ausbildungsstellen stieg gegenüber dem Vorjahr beachtlich an und kletterte auf einen bisher noch nie erreichten Höchststand. Demgegenüber ging die Zahl der jugendlichen Ausbildungsplatzbewerber infolge der demografischen Entwicklung wiederum zurück. Im Ergebnis übersteigt damit das gemeldete Ausbildungsstellen-Angebot erstmalig seit 15 Jahren die Zahl der gemeldeten Bewerber“, sagte der Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, Joachim Ossmann. Insgesamt wurden der Agentur für Arbeit Schwandorf von Oktober 2010 bis September dieses Jahres 4.006 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 616 Stellen bzw. 18,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der Bewerber für eine Ausbildungsstelle um 12,4 Prozent auf 3.280 zurück. Damit hat sich das Verhältnis zwischen Ausbildungsstellen und Bewerbern leicht verbessert. Auf je 100 gemeldete Stellen kommen 82 Bewerber (Vorjahr 110).

Zum Ende des Beratungsjahres waren 377 Ausbildungsstellen unbesetzt, 137 Stellen mehr als im Vorjahr. Da Angebot und Nachfrage in berufsfachlicher, regionaler oder im Hinblick auf die geforderten Qualifikationen nicht immer übereinstimmen, können Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben.

„Die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe und Unternehmen ist sehr erfreulich. Ich möchte die Betriebe aber ermuntern, auch schwächeren oder weniger geeignet erscheinenden Bewerbern eine Chance zu geben. Denn gerade junge Menschen entwickeln sich oft überraschend positiv, wenn man auf sie setzt, so Ossmann.

Verbesserte Rahmenbedingungen und der Einsatz von Maßnahmen sorgten dafür, dass die Anzahl der noch unversorgten gemeldeten Bewerber im Vergleich zum Vorjahr auf extrem niedrigem Niveau gehalten werden konnte. Ihre Zahl blieb nahezu auf Vorjahres-Niveau: vier unversorgte Jugendliche gegenüber drei im Jahr  2010. Dies bedeutet aber nicht, dass alle anderen Bewerber einen Ausbildungsplatz erhalten haben. Viele Schulabgänger waren auch an anderen schulischen Alternativen interessiert, beispielsweise mündeten sie in schulische Ausbildungen ein oder strebten weiterführende Schulen an, um einen höherwertigen Schulabschluss zu erreichen.

Maßnahmen der Berufsberatung erleichtern die Integration in Ausbildung

Für diejenigen, die aufgrund der Anforderungen an eine Ausbildung oder vor dem Hintergrund des noch bestehenden Defizits an Ausbildungsstellen noch nicht eine Ausbildung aufnehmen konnten, stehen für rund  140 Jugendliche im Herbst berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen zur Verfügung. Diese Maßnahmen verfolgen das Ziel, Jugendlichen möglichst noch in diesem Jahr, spätestens aber im nächsten Jahr zu einem Ausbildungsplatz zu verhelfen.

Für besonders benachteiligte Jugendliche besteht das Angebot „Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen“. Hier können ab September dieses Jahres 79 Jugendliche eine geförderte Ausbildung antreten. Ziel ist die Übernahme in ein reguläres Ausbildungsverhältnis nach dem ersten Ausbildungsjahr. Über eine Einstiegsqualifizierung, die für maximal 58 Jugendliche ermöglicht wird und bei der vorwiegend praktische Kenntnisse in einem Betrieb vermittelt werden, gelingt ebenfalls häufig ein späterer Einstieg in eine Ausbildung.

Ferner eröffnen sich für Jugendliche auch „im zweiten Anlauf“ noch immer wieder Chancen auf eine Ausbildungsstelle, wenn beispielsweise Betriebe oder Jugendliche ein Ausbildungsverhältnis innerhalb der Probezeit beenden und damit wieder ein Ausbildungsplatz frei wird.

Für rund 190 benachteiligte Jugendliche mit Behinderung werden ab Herbst durch die Agentur für Arbeit Alternativen geboten: 56 können in eine spezielle berufsvorbereitende Maßnahme einmünden, weitere 38 Jugendliche in eine gleichartige Maßnahme mit Internatsunterbringung. In eine geförderte kooperative Ausbildung, bei der ein Bildungsträger und ein Betrieb zusammenwirken, können 55 behinderte Jugendliche einmünden und für weitere 41 Personen ist wegen ihrer Behinderung eine spezielle Maßnahme in einem Berufsbildungswerk oder einer vergleichbaren Reha-Einrichtung geplant.

Wirkungsvolle Nachhilfe während der Berufsausbildung

Auch während einer Berufsausbildung, wenn das Ausbildungsziel wegen Lernschwierigkeiten gefährdet ist, werden Jugendliche mit Nachhilfeunterricht und sozialpädagogischer Betreuung gefördert. Hierfür stellt die Arbeitsagentur 542 Plätze zur Verfügung. Die Strategie, bereits während der Ausbildung auftretende Probleme anzugehen, zahlt sich langfristig aus und bleibt ein wichtiger Bestandteil der Aktivitäten der Agentur für Arbeit Schwandorf, damit möglichst alle Jugendlichen die Ausbildung erfolgreich abschließen und später als Fachkraft in den Arbeitsmarkt einmünden können.

Ausbildungsstellenmarkt in den Regionen

Regional betrachtet stellt sich die Situation am Ausbildungsstellenmarkt so dar:

Landkreis Schwandorf

Im Landkreis Schwandorf wurden seit Oktober letzten Jahres 1.414 Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet, das sind 214 bzw. 17,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Demgegenüber beträgt die Zahl der gemeldeten Bewerber 1.090, um 137 bzw. 11,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Ende September waren 97 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt (Vorjahr 92).

Landkreis Amberg-Sulzbach und Stadt Amberg

Im Landkreis Amberg-Sulzbach und in der Stadt Amberg wurden seit Oktober letzten Jahres 1.177 Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet, 129 bzw. 12,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Demgegenüber beträgt die Zahl der gemeldeten Bewerber mit 1.215 um 110 bzw. 8,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Ende September waren 126 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt (Vorjahr 49).

Landkreis Cham

Im Landkreis Cham wurden seit Oktober letzten Jahres 1.415 Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet, 273 Stellen bzw. 23,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Demgegenüber beträgt die Zahl der gemeldeten Bewerber 975, um 217 bzw. 18,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Ende September waren 154 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt (Vorjahr 99).

(Quelle: Arbeitsagentur Schwandorf, 07.11.2011)

T5 Jobmessen