Der "SAD-Pass" sorgt für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
Seit neun Jahren sorgt der SAD-Pass für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sozial – aktiv – dabei – dafür stehen seit neun Jahren die drei Buchstaben, die sozial schwachen Mitbürgern in Stadt und Landkreis Schwandorf einen Lichtblick geben. „Eigentlich ist der SAD-Pass ein Vorbild für das Bildungs- und Teilhabepaket, nur dass es ihn schon viel länger gibt, er völlig unstrittig war und um vieles breiter gefächert ist“, scherzt Landrat Volker Liedtke, der das Projekt schon von Anfang an großzügig unterstützt hat. Gerade die Ermäßigungen beim öffentlichen Nahverkehr, die über den Landkreis finanziert werden, sind ein Zugpferd für den Pass.
Mehr als 1.700 Familien nutzen den SAD-Pass. Die Zahl der Antragsteller ist seit 2002 konstant gestiegen. Der SAD-Pass wird also von dem Personenkreis, für den er gedacht ist, auch sehr gut angenommen.
Gleich geblieben sind die konstante Angebotsvielfalt und die unbürokratische Antragsstellung.
Das Netzwerk für soziale Fachberatungen im Landkreis Schwandorf, das im vergangen Jahr sein fünfzehnjähriges Jubiläum feierte, hat den SAD-Pass zum Laufen gebracht. „Nur durch die Bündelung der sozialen Beratungsstellen und Einrichtungen konnte so ein Projekt entstehen“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Schwandorf Helga Forster.
Über 3000 Menschen, die Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Grundsicherung erhalten oder Geringverdiener sind, können Dank der zahlreichen Ermäßigungen leichter am gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben teilnehmen.
Gerade Alleinerziehende haben das größte Armutsrisiko, ergänzt die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Schwandorf, Dorothea Seitz-Dobler und der SAD-Pass ist ein Instrument, um den Frauen und ihren Kindern Unterstützung zu gewähren.
Trotz wirtschaftlichem Aufschwung wächst die Zahl der Antragsteller, die Vergünstigungen beim Öffentlichen Nahverkehr, bei Eintritten in Museen und Schwimmbäder, sowie zu Veranstaltungen und Vorträgen nutzen. Kinder kommen in den Genuss ermäßigter Preise für Klassenfahrten, Kopien und Mitgliedsbeiträgen bei Sportvereinen.
Die Anbieter, die Jahr für Jahr mehr werden, schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen machen sie Werbung in eigener Sache und erschließen neue Kundenkreise, zum anderen stellen sie sich ihrer sozialen Verantwortung.
Zudem konnten zahlreiche Kommunen, Schulen, Kindergärten und Kirchen als Anbieter gewonnen werden.
Aber das Netzwerk sucht nach weiteren Anbietern: „Jeder kann Teil des SAD-Passes sein und mitwirken“, wirbt Roland Woog von der Erziehungsberatungsstelle der Katholischen Jugendfürsorge.
Das vielfältige Angebot findet man unter www.Landkreis-Schwandorf.de – Familie und Soziales-Soziale Dienste.
(Quelle: Arbeitsagentur Schwandorf, 02.11.2011)


