Arbeitsmarkt auch im November stabil – Arbeitslosenquote weiterhin bei 3,0 Prozent
Arbeitslosigkeit bleibt konstant: Stabile Wetterlage stützt den Arbeitsmarkt –Saisonarbeitslosigkeit bisher kaum spürbar / Arbeitslosenquote mit 3,0 Prozent weiterhin auf niedrigem Niveau / Stellenzugänge steigen in den Landkreisen Rottal- Inn und Mühldorf leicht an; sinkende Zugänge und damit langsam abschwächende Konjunktur nur im industriell geprägten Landkreis Altötting erkennbar / Stellenbestand baut geringfügig ab, ist im Vergleich zum Vorjahr jedoch weiterhin hoch: die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften ist ungebrochen
Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Pfarrkirchen
Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, liegt im November um ein Prozent niedriger als im Vormonat. Insgesamt sind 5.364 Personen arbeitslos, 63 weniger als im Oktober. Gegenüber dem November 2010 ist die Arbeitslosigkeit um zwölf Prozent gesunken (-703 Personen). Die Arbeitslosenquote beträgt weiterhin 3,0 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 3,4 Prozent. 2.405 Personen werden von der Agentur für Arbeit, 2.959 von den Jobcentern betreut. „Die gute Konjunktur und die außergewöhnlich günstige Wetterlage halten den Arbeitsmarkt auch im November stabil. Saisonbedingte Entlassungen im Bauhaupt- und Baunebengewerbe finden bisher kaum statt“, kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, die neuen Arbeitsmarktzahlen.
Die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt, also die Zu- und Abgänge von Arbeitslosen, stellt sich im Detail wie folgt dar: Im November meldeten sich 1.912 Personen arbeitslos, das sind 263 (16 Prozent) mehr als im Oktober 2011, jedoch 194 (neun Prozent) weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1.979 Personen ihre Arbeitslosigkeit, dies sind 115 Personen (sechs Prozent) mehr als im Oktober und 38 Personen oder zwei Prozent weniger als im November 2010.
Die Zahl der Menschen, die ein Jahr und länger ohne Beschäftigung sind, liegt mit 1.519 Personen etwas niedriger als im Vormonat (1.533). Etwa drei Viertel der Langzeitarbeitslosen (1.136 Personen) sind bei den Jobcentern gemeldet. Gegenüber November 2010 ist ein Rückgang um 153 Personen oder neun Prozent zu verzeichnen. „Die Zahlen verdeutlichen, dass auch Langzeitarbeitslose von der guten Konjunktur profitieren“, so Jutta Müller.
Der Anteil der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, liegt - gemessen an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen - bei 36 Prozent. Aktuell sind 1.902 ältere Arbeitnehmer ohne Beschäftigung. Dies entspricht in etwa dem Niveau des Vormonats (1.899 Personen). Im Vergleich zum Vorjahr gelang ein Abbau der Arbeitslosigkeit Älterer um acht Prozent (162 Personen). Dieser Rückgang ist nennenswert, bleibt jedoch immer noch hinter dem Gesamtabbau der Arbeitslosigkeit zurück. Jutta Müller erläutert: „Personen, die 50 Jahre und älter sind, haben es nach wie vor schwer auf dem Arbeitsmarkt. Durch intensive Betreuung und Beratung konnten wir zwar erste Erfolge erzielen, es muss jedoch alles daran gesetzt werden, ältere Arbeitnehmer zu fördern und in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Hier gilt unser Appell nicht zuletzt auch den Arbeitgebern“.
Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist im November weiter gesunken. Mit 570 unter 25-Jährigen sind aktuell um 33 (sechs Prozent) weniger junge Menschen arbeitslos gemeldet als im Oktober. Gegenüber dem November 2010 ist die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-jährigen um 87 Personen oder 13 Prozent zurückgegangen. Diese günstige Entwicklung ist größtenteils auf klein- und mittelständische Strukturen im Agenturbezirk zurückzuführen.
Der Bestand an offenen Stellen im Agenturbezirk Pfarrkirchen ist im November mit 1.426 Stellen im Bestand geringfügig gesunken. Im Vormonat waren noch 1.516 freie Stellen gemeldet, also um 90 oder sechs Prozent mehr. Im Vergleich zum November 2010 ist ein Anstieg um 189 Stellen zu verzeichnen. Damit sind aktuell 15 Prozent mehr Stellen im Bestand als noch vor einem Jahr.
Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im November wurden insgesamt 690 freie Stellen angezeigt, dies sind um 17 Stellen (drei Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum November 2010 wurden um 75 Stellen (zwölf Prozent) mehr gemeldet.
Die Agenturchefin erläutert zum Stellenmarkt: „Die steigenden Stellenzugänge zeigen, dass der Arbeitsmarkt trotz der anstehenden Wintermonate stabil bleibt. Der im Vergleich zu 2010 kontinuierlich hohe Stellenbestand signalisiert die ungebrochene Nachfrage an qualifizierten Arbeitskräften. In einigen Berufen und Wirtschaftszweigen stehen die benötigten Fachkräfte kaum mehr zur Verfügung, manche Stellen können nicht unmittelbar adäquat besetzt werden. Dies zeigt sich vor allem in der Metall- und Elektrobranche, der Baubranche, den Gesundheits- und Pflegeberufen sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe“. Jutta Müller appelliert an die Betriebe, auch älteren Arbeitnehmern, Personen mit formal geringerer Qualifizierung oder Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben. „Unternehmen sind gut beraten, auch alternative Wege zur Mitarbeitergewinnung einzuschlagen. Bewerber mit Handicap sind – richtig eingesetzt – nicht weniger leistungsfähig. Sie stellen vielmehr ein Potential dar, dem mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf mehr Aufmerksamkeit zukommen muss.“
Zusätzlich zu den 5.364 registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen weitere 2.884 Personen. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen insbesondere die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind (wie z. B. in Krankheit oder in vorruhestandsähnlichen Regelungen) und insoweit den Arbeitsmarkt entlasten. Damit wird ein vollständigeres Bild über die Zahl von Menschen mit Problemen am Arbeitsmarkt sowie über das Ausmaß fehlender regulärer Beschäftigung gezeichnet. Die Unterbeschäftigung zählt insgesamt 8.248 Personen.
Regionale Daten: Hauptagentur Pfarrkirchen mit Jobcenter Rottal-Inn (Landkreis Rottal-Inn)
Im Landkreis Rottal-Inn ist die Arbeitslosigkeit im November nochmals leicht gesunken. Im Vergleich zum Vormonat sind 16 Arbeitslose (ein Prozent) weniger gemeldet, der Bestand liegt damit bei 1.635 Personen. Gegenüber dem November 2010 sind um 317 (16 Prozent) weniger Arbeitslose registriert. 742 Personen sind Kunden der Agentur für Arbeit, 893 sind in der Betreuung des Jobcenter Rottal-Inn. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat noch einmal um 0,1 Punkte auf 2,6 Prozent gefallen. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im November 3,2 Prozent. Verglichen mit den Landkreisen Altötting und Mühldorf (Quote aktuell jeweils 3,2 Prozent) weist Rottal-Inn weiterhin die günstigste Arbeitsmarktlage auf.
Im November meldeten sich 614 Menschen arbeitslos, dies sind 86 oder 16 Prozent mehr als im Vormonat, jedoch um 101 oder 14 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im gleichen Zeitraum konnten 638 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies entspricht 21 Personen (drei Prozent) mehr als im Vormonat und neun Personen (ein Prozent) weniger als im November 2010. Jutta Müller erklärt: „Dank der günstigen Witterung gab es im Bauhaupt- und Baunebengewerbe noch keine nennenswerten Entlassungen. Lediglich in der Gastronomie und bei den Massagepraxen in der Bäderregion waren einige saisonbedingten Freisetzungen zu verzeichnen.“
431 Personen (Oktober: 429) sind im November ein Jahr und länger ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Mehr als drei Viertel aller Langzeitarbeitslosen (335 Personen) sind beim Jobcenter gemeldet. Verglichen mit dem Vorjahr sind 48 Menschen (zehn Prozent) weniger betroffen.
Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, stagniert auf hohem Niveau. Trotz intensiver Vermittlungsbemühungen waren auch im November 593 Ältere (Oktober: 591) arbeitslos gemeldet. Gegenüber November 2010 ist ein Rückgang von 46 Personen (sieben Prozent) zu verzeichnen. Die Älteren stellen weiterhin einen Anteil von 36 Prozent an der Gesamtarbeitslosigkeit dar.
Im Kundenkreis der Arbeitsagentur haben die Älteren mit 42 Prozent einen besonders hohen Anteil an allen Arbeitslosen, im Jobcenter sind es 31 Prozent.
Der Anteil der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren beträgt, gemessen an allen Arbeitslosen, im Landkreis Rottal-Inn 13 Prozent. Mit 211 jungen Menschen sind gegenüber dem Vormonat vier Personen (zwei Prozent) mehr registriert. Im Vergleich zum November 2010 ist die Jugendarbeitslosigkeit jedoch um 78 Personen (27 Prozent) zurückgegangenen. Dies ist im Vergleich zu den Landkreisen Altötting und Mühldorf eine besonders positive Entwicklung, welche mit der handwerklich geprägten Struktur des Rottals begründet werden kann.
Der Bestand an offenen Stellen ist im Vergleich zum Vormonat gesunken. Mit 520 gemeldeten Stellen sind es um 37 Stellen (sieben Prozent) weniger als im Oktober. Jedoch sind weiterhin 18 Prozent (80 Stellen) mehr Stellen im Bestand als im November 2010.
Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im November wurden insgesamt 267 Stellen gemeldet, dies sind um 19 Prozent (43 Stellen) mehr als im Vormonat. Im Vergleich zu 2010 ist ein Anstieg um 37 Stellen oder 16 Prozent festzustellen. Die Stellenzugänge resultieren hauptsächlich aus Meldungen des verarbeitenden Gewerbes, dem Baubereich, dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie der Dienstleistungsbranche. Eine Reihe von Stellen kann nicht unmittelbar besetzt werden, weil es an den nachgefragten Fachkräften fehlt. Dies ist auch der Grund für den hohen Stellenbestand.
Regionale Daten: Geschäftsstelle Altötting mit Jobcenter Altötting (Landkreis Altötting)
Im Landkreis Altötting beträgt die Zahl der Arbeitslosen im November 1.873 Personen, dies sind sieben Personen weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt konstant bei 3,2 Prozent. Zum dritten Mal in Folge (seit September) verharrt die Arbeitslosenquote bei diesem Wert. Trotz allgemein guter regionaler Arbeitsmarktlage machen sich im Landkreis Altötting die Absatzprobleme einiger Großunternehmen auf den Weltmärkten bemerkbar. Gegenüber dem November 2010 ist die Anzahl der Arbeitslosen um 162 Personen (acht Prozent) zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote lag damals bei 3,5 Prozent.
Im November meldeten sich 633 Frauen und Männer arbeitslos. Das sind 56 Personen oder zehn Prozent mehr als im Oktober 2011. Im Vergleich zum November des Vorjahres verringerten sich die Zugänge jedoch um 92 Personen (dreizehn Prozent). Gleichzeitig konnten 646 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 65 (elf Prozent) mehr als im Vormonat und 16 (zwei Prozent) weniger als im November letzten Jahres. 943 Arbeitslose sind bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 930 werden vom Jobcenter Altötting betreut.
Die Zahl der Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, liegt im November 2011 mit 482 Personen um drei Prozent (16 Personen) niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zu 2010 sind vier Prozent (18 Personen) weniger Langzeitarbeitslose gemeldet. Knapp zwei Drittel dieser Personengruppe werden vom Jobcenter Altötting betreut.
Die Anzahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, bleibt im Vergleich zum Oktober konstant bei 661 Personen. Gegenüber dem November 2010 ist ein Rückgang um 78 Personen oder elf Prozent zu verzeichnen. Ihr Anteil an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen beträgt in Altötting 35 Prozent. Im Kundenkreis der Arbeitsagentur stellen die Älteren mit 42 Prozent einen besonders hohen Anteil aller Arbeitslosen dar, im Jobcenter sind es 29 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren unter 25 Jahren ist um neun Personen (vier Prozent) auf nun 195 Personen gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind jedoch 15 Jugendliche (acht Prozent) mehr arbeitslos gemeldet. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass Leiharbeitsfirmen aktuell zurückhaltender einstellen beziehungsweise zum Teil bereits Mitarbeiter entlassen mussten. Dies trifft vor allem junge Arbeitnehmer und Berufsanfänger. Der Anteil der Jüngeren, gemessen an allen Arbeitslosen, beträgt im Landkreis Altötting zehn Prozent.
Der Stellenbestand im Landkreis Altötting ist mit 393 offenen Stellen gegenüber dem Vormonat um 52 Stellen (zwölf Prozent) gesunken. Im Vergleich zum November 2010 sind jedoch 31 freie Stellen (neun Prozent) mehr im Bestand zu verzeichnen. In einigen Branchen können Arbeitsplätze nicht unmittelbar besetzt werden, weil es an den benötigten Fachkräften fehlt. Die Nachfrage ist insbesondere im Bereich des verarbeitenden Gewerbes, aber auch im Handel, im Gesundheits- und Pflegebereich sowie im Baugewerbe weiterhin groß.
Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im November wurden 160 Stellen gemeldet. Dies sind um 57 Stellen oder 27 Prozent weniger als im Oktober und um 24 Stellen (13 Prozent) weniger als im Vorjahr. Der sinkende Stellenzugang im Landkreis Altötting lässt erkennen, dass sich die Dynamik auf dem industriell geprägten Arbeitsmarkt langsam abschwächt. Die Zahlen sind hauptsächlich auf rückläufige Stellenmeldungen aus dem chemischen Bereich und den Verleihbetrieben zurückzuführen.
Regionale Daten: Geschäftsstelle Mühldorf mit Jobcenter Mühldorf (Landkreis Mühldorf)
Im Landkreis Mühldorf ist die Arbeitslosigkeit im November leicht gesunken. Mit 1.856 Arbeitslosen sind gegenüber dem Vormonat 40 Personen (zwei Prozent) weniger registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang um 224 Personen (elf Prozent) zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote liegt damit wie im Vormonat bei 3,2 Prozent. Im November 2010 betrug diese noch 3,6 Prozent.
665 Personen meldeten sich im November arbeitslos, dies sind 121 Personen oder 22 Prozent mehr als im Vormonat. Der Zugang an Arbeitslosen ist damit in etwa so hoch wie im November 2010. Gleichzeitig konnten 695 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, dies sind 29 Personen (vier Prozent) mehr als im Oktober und 13 Personen (zwei Prozent) weniger als im Vorjahr. 720 Arbeitslose sind bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 1.136 Arbeitslose werden vom Jobcenter Mühldorf betreut.
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen bleibt mit 606 Personen im Vergleich zum Oktober 2011 unverändert. Gegenüber November 2010 ist ein Rückgang um 87 Personen oder 13 Prozent zu verzeichnen. Der überwiegende Teil der Langzeitarbeitslosen wird vom Jobcenter Mühldorf betreut, wo 502 Personen länger als ein Jahr arbeitslos sind.
Der Personenkreis der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, hat sich mit 648 registrierten Menschen im Vergleich zum Oktober 2011 (647 Personen) ebenfalls nicht nennenswert verändert. Der Anteil der Älteren beträgt, gemessen an allen Arbeitslosen im Landkreis Mühldorf, aktuell 35 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Rückgang um 38 Personen (sechs Prozent) zu verzeichnen. Im Kundenkreis der Arbeitsagentur stellen die Älteren mit 43 Prozent einen besonders hohen Anteil aller Arbeitslosen dar, im Jobcenter sind es 30 Prozent.
Die Jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren haben einen Anteil von neun Prozent an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen. Mit 164 Personen sind 28 weniger junge Menschen arbeitslos gemeldet als im Oktober, dies entspricht einem Rückgang von 15 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sind 24 Personen (dreizehn Prozent) weniger gemeldet.
Der Stellenbestand im Landkreis Mühldorf hat sich im November 2011 kaum verändert. Er ist um eine Stelle auf nun 513 offene Stellen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Bestand um 78 Stellen (18 Prozent) gestiegen.
Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Oktober wurden in der Geschäftsstelle Mühldorf 263 Stellenzugänge gemeldet. Dies sind 31 Stellen oder 13 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Meldungen um 62 Stellen bzw. 31 Prozent gestiegen.
Der Fachkräftebedarf im Landkreis Mühldorf ist weiterhin hoch. Insbesondere im Bereich des verarbeitenden Gewerbes und der Leiharbeit, aber auch im Handel, im Gesundheits- und Pflegebereich sowie im Baugewerbe besteht nach wie vor eine große Nachfrage.
(Quelle: Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, 30.11.2011)


