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Jahreszeitlich üblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit im August Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, liegt im August um sieben Prozent über dem Juliwert. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist saisonal bedingt. Insgesamt sind 6.068 Personen arbeitslos, 444 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem August 2010 ist die Arbeitslosigkeit um 13 Prozent niedriger (- 874 Personen). Die Arbeitslosenquote beträgt im August 3,4 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,9 Prozent. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im August bewegt sich im für die Jahreszeit üblichen Rahmen. Während der Ferien- und Urlaubszeit werden weniger Personalentscheidungen getroffen und viele Jugendliche melden sich nach Abschluss einer schulischen oder betrieblichen Ausbildung im Sommer bis zum Beginn eines Studiums oder einer weiterführenden Ausbildung arbeitslos“, kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, die neuen Zahlen vom Arbeitsmarkt. „Der Vergleich mit den Werten des Vorjahres zeigt, dass die konjunkturelle Lage gut ist.. Weiterhin nicht zufriedenstellend ist allerdings der Anteil der Personen ab 50 Jahren an allen Arbeitslosen, weshalb wir unverändert alles daran setzen müssen, Ältere in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, so die Agenturchefin weiter. Zusätzlich zu den 6.068 registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen weitere 2.795 Personen. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen insbesondere die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind (wie z. B. in Krankheit oder in vorruhestandsähnlichen Regelungen) und insoweit den Arbeitsmarkt entlasten. Damit wird ein vollständigeres Bild über die Zahl von Menschen mit Problemen am Arbeitsmarkt sowie über das Ausmaß fehlender regulärer Beschäftigung gezeichnet. Die Unterbeschäftigung umfasst insgesamt 8.863 Personen.

 2.794 Arbeitslose werden von der Agentur für Arbeit betreut, 3.274 Arbeitslose sind in der Verantwortung der gemeinsamen Einrichtungen (Jobcenter).

Die Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt reichlich Bewegung. Im August meldeten sich 2.222 Personen arbeitslos, das sind 215 oder neun Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten  1.822 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 109 Personen oder sechs Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt mit 1.579 praktisch auf dem Niveau des Vormonats. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist ein Rückgang um 288 Personen oder 15 Prozent zu verzeichnen. Etwa drei Viertel der Langzeitarbeitslosen (1.164) sind bei den Jobcentern gemeldet. Verglichen mit dem August 2010 ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen im Bereich der Jobcenter um 246 oder 17 Prozent zurückgegangen. Bei der Agentur für Arbeit sind 415 Personen länger als ein Jahr arbeitslos. Die Anzahl dieser Personengruppe sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 42 (neun Prozent).

Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist im August gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen. Mit 910 unter 25-Jährigen sind aktuell um 243 (36 Prozent) mehr arbeitslos gemeldet als im Juli. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist die Arbeitslosigkeit der Jüngeren um 109 Personen oder elf Prozent zurückgegangen. Der Anteil dieser Personengruppe beträgt 15 Prozent an allen Arbeitslosen. Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist auf Arbeitslosmeldungen von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen zurückzuführen, die im Herbst eine Berufsausbildung, eine weiterführende Schule oder ein Studium antreten wollen. Es ist festzustellen, dass immer mehr Jugendliche nach höheren Bildungsabschlüssen streben und sich für eine Übergangszeit in den Sommermonaten arbeitslos melden.

Der Anteil der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, an der Gesamtzahl der Arbeitslosen, liegt bei 33 Prozent. Dies entspricht einer Zahl von 2.026 Personen. Gegenüber Juli 2011 bedeutet dies eine Zunahme um 63 Personen (drei Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist mit einem Rückgang um 150 Personen (sieben Prozent) nach wie vor nur ein unterdurchschnittlicher Abbau der Zahl älterer Arbeitsloser zu verzeichnen. Ältere Arbeitslose profitieren nach wie vor nur in geringem Umfang vom Wirtschaftsaufschwung. Besonders ausgeprägt ist die Arbeitslosigkeit der Personen, die 50 Jahre und älter sind, im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur (SGB III). Hier sind aktuell 39 Prozent aller Arbeitslosen 50 bis unter 65 Jahre alt.

Der Stellenbestand im Bereich der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen ist praktisch mit 1.628 (Vormonat: 1.632) gleich geblieben. Im Vorjahresvergleich verzeichnet die Agentur für Arbeit einen Anstieg um 377 Stellen. Damit sind aktuell 30 Prozent mehr Stellen im Bestand als noch im August letzten Jahres.

Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im August wurden insgesamt 707 Stellen gemeldet, dies sind um 85 Stellen oder 14 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum August 2010 wurden um 9 Stellen weniger gemeldet.

„Die große Nachfrage nach Arbeitskräften kann nicht mehr ohne weiteres befriedigt werden. In einigen Berufen und Wirtschaftszweigen stehen die benötigten Fachkräfte kaum mehr zur Verfügung. Dies zeigt sich vor allem im Bereich der Metall- und Elektrobranche, dem Baubereich, den Gesundheits- und Pflegeberufen sowie im Bereich der Hotel- und Gaststättenberufe“, so Jutta Müller.

Jutta Müller appelliert an die Betriebe, auch älteren Arbeitnehmern und Personen mit formal geringerer Qualifizierung eine Chance zu geben. „Unternehmen sind gut beraten, nicht nur auf junge und gut ausgebildete Mitarbeiter zu setzen. Diese werden in den kommenden Jahren immer weniger und können den Bedarf der Wirtschaft alleine nicht decken“, erklärt Jutta Müller. Ein verstärkter Zuzug von ausländischen Fachkräften im Rahmen der Freizügigkeitsregelung, die seit 1. Mai 2011 für acht weitere EU-Länder gilt, findet laut Jutta Müller bislang kaum statt. „Auch auf diesem Weg ist aktuell keine Erhöhung des Angebots von Fachkräften festzustellen“.

Ausbildungsstellenmarkt

Die gute konjunkturelle Lage wirkt sich auch positiv auf den Ausbildungsstellenmarkt aus. Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gestiegen. Bis zum Stichtag im August 2011 wurden der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen mit 2.290 insgesamt 268 Ausbildungsstellen mehr gemeldet als im Vorjahr. Dies ist ein Zuwachs von 13 Prozent.

Bei den angebotenen Ausbildungsstellen sind weiterhin regionale Unterschiede zu verzeichnen. In der Region Altötting liegt der Schwerpunkt bei den Chemie- und Fertigungsberufen. Im Landkreis Mühldorf werden überwiegend Ausbildungsstellen aus dem Bereich Büro, Handel und den industriellen Metall- und Fertigungsberufen angeboten. Im Landkreis Rottal-Inn verteilen sich die Ausbildungsangebote schwerpunktmäßig auf den Bereich der Handwerksberufe.

Auch die Zahl der gemeldeten Bewerber um Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. So sind im August mit 2.084 Bewerbern um 98 Personen oder fünf Prozent mehr gemeldet als im Vorjahr. „Angesichts der demografischen Entwicklung ist dies auf den ersten Blick ein überraschendes Ergebnis, da uns dadurch in diesem Jahr mehr Bewerber für eine Vermittlung in Ausbildung zur Verfügung stehen. Dies ist jedoch darauf zurückzuführen, dass es uns durch offensives Werben und intensive Beratung gelungen ist, einen größeren Anteil der Schulabgänger für unser Dienstleistungsangebot zu interessieren.“, teilt Jutta Müller mit. Schwerpunkte der Nachfrage sind wie in den vergangenen Jahren die Büro- und Verwaltungsberufe und die Berufe im Bereich Handel.

Zum Stichtag im August sind noch 154 Bewerber unversorgt und 443 Berufsausbildungsstellen unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gibt es eine Steigerung sowohl bei den unversorgten Bewerbern für Berufsausbildungsstellen (+43) als auch bei den unbesetzten Berufsausbildungsstellen (+121).

„Die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist sehr erfreulich. Es zeichnet sich jedoch ab, dass nicht alle Ausbildungsstellen mit den Ausbildungssuchenden besetzt werden können“, kommentiert Jutta Müller die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt. „Ich appelliere an alle Betriebe, auch schwächeren oder weniger geeignet erscheinenden Bewerbern eine Chance zu geben. Denn gerade junge Menschen entwickeln sich oft überraschend positiv, wenn man auf sie setzt. In Anbetracht der künftigen demografischen Entwicklung müssen sich Betriebe auch diesen Jugendlichen öffnen. Speziell bei schwächeren Auszubildenden kann die Agentur für Arbeit zum Beispiel mit der Finanzierung eines Stützunterrichts helfen“.

Aktuell zeichnet sich vor allem im Bereich der Ernährungsberufe, dem Verkauf (insbesondere Bäckerei und Metzgerei) und im Hotel- und Gaststättenbereich ein Mangel an Bewerbern im Vergleich zu den gemeldeten Ausbildungsstellen ab. Arbeitgeber dieser Branchen sind gut beraten, die Attraktivität dieser Berufe und der Ausbildungsbedingungen zu steigern.

Hauptagentur Pfarrkirchen mit Jobcenter Rottal-Inn (Landkreis Rottal-Inn)

Im Landkreis Rottal-Inn ist die Zahl der Arbeitslosen im August um 174 oder zehn Prozent auf  1.948 angestiegen. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres sind jedoch 202 oder neun Prozent Arbeitslose weniger registriert. Der Anstieg im August entspricht der jahreszeitlich üblichen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,2 Prozent. Sie ist damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Niveau des Vormonats. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im August noch 3,5 Prozent.

  1. arbeitslose Menschen sind Kunden der Agentur für Arbeit, 1.023 sind in der Betreuung des Jobcenter Rottal-Inn.

Im August meldeten sich 748 Menschen arbeitslos; 207 oder 38 Prozent mehr als im Vormonat, aber 43 oder fünf Prozent weniger als vor einem Jahr. Im gleichen Zeitraum konnten 580 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden; zwei Personen mehr als im Vormonat und 29 Personen mehr als im August 2010.

 462 Frauen und Männer sind im August ein Jahr und länger ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vormonat um vier Personen (knapp ein Prozent) gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind es allerdings um 58 Personen oder elf Prozent weniger. Der positive Gesamttrend bei der Arbeitslosigkeit hat sich damit auch im August fortgesetzt.

Beim Personenkreis der Jüngeren unter 25 Jahre wird die jahreszeitlich übliche Entwicklung im August besonders deutlich. 322 Jüngere sind aktuell arbeitslos gemeldet. Die Zunahme von  90 (39 Prozent) gegenüber dem Vormonat durch die Meldung von Fachschul- und Ausbildungsabsolventen stellt eine wesentliche Ursache für den Gesamtanstieg der Arbeitslosigkeit im August dar. Der Vergleich mit August 2010 weist einen Rückgang um 55 Personen (15 Prozent) aus und zeigt, dass die Zahl der arbeitslosen Jüngeren gegenüber dem Vorjahr nach wie vor deutlich zurückgeht.

Im August liegt die Zahl Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind bei 653 und damit um 37 Personen (sechs Prozent) über dem Wert des Vormonats. Gegenüber August 2010 ist die Zahl um  29 Arbeitslose (vier Prozent) zurückgegangen. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen im Landkreis Rottal-Inn beträgt 34 Prozent. Bezogen auf den Kundenkreis der Arbeitsagentur sind  40 Prozent aller Arbeitslosen 50 Jahre und älter. Die älteren Arbeitslosen ab 50 Jahren profitieren damit im Landkreis Rottal-Inn nach wie vor kaum von der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung.

Im Landkreis Rottal-Inn ist der Bestand an offenen Stellen im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Mit 574 gemeldeten Stellen sind es um 30 Stellen (sechs Prozent) mehr als im Juli. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres sind sogar 183 (47 Prozent) mehr Stellen im Bestand.

Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im August wurden insgesamt 291 Stellen gemeldet, dies sind um 48 Stellen oder 20 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich sind es um 65 Stellen oder 29 Prozent mehr.

Die Stellenzugänge resultieren hauptsächlich aus Meldungen des verarbeitenden Gewerbes, dem Baubereich, dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie dem Bereich der Dienstleistungsunternehmen. Eine Reihe von Stellen kann nicht besetzt werden, weil es an den nachgefragten Fachkräften fehlt. Dies ist auch der Grund für den hohen Stellenbestand.

Geschäftsstelle Altötting mit Jobcenter Altötting (Landkreis Altötting)

Im Landkreis Altötting ist die Arbeitslosigkeit im August im jahreszeitlich üblichen Rahmen gestiegen. Es sind 1.965 Personen gemeldet, um 79 Personen (vier Prozent) mehr Arbeitslose als noch im Juli. Gegenüber dem August 2010 ist die Anzahl der Arbeitslosen um 329 oder 14 Prozent gesunken.

Die Arbeitslosenquote im Bereich der Geschäftsstelle Altötting liegt im August mit 3,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 3,9 Prozent.

 1015 Arbeitslose sind bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 950 werden vom Jobcenter Altötting betreut.

Im August meldeten sich 716 Personen arbeitslos. Das sind um 154 oder 27 Prozent mehr als im Juli und um 129 (15 Prozent) weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Gleichzeitig konnten 646 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 159 (32 Prozent) mehr als im Vormonat und  43 (sechs Prozent) weniger als im August des letzten Jahres.

Verglichen mit dem Vormonat ist die Anzahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren spürbar gestiegen. Insgesamt sind 304 Jugendliche arbeitslos gemeldet, 65 Personen (27 Prozent) mehr als im Juli. Der Anstieg bewegt sich im jahreszeitlich üblichen Rahmen und ist auf Arbeitslosmeldungen von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen zurückzuführen, die vielfach bereits eine Zusage für eine Ausbildungsstelle ab September haben oder im Herbst eine weiterführende Schule oder ein Studium anstreben und somit nur vorübergehend arbeitslos sein werden. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Zahl der jüngeren Arbeitslosen jedoch um 15 Personen oder fünf Prozent niedriger.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen lag mit 493 Personen exakt auf dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahr waren es um 67 Personen oder zwölf Prozent weniger.

Die Anzahl der Arbeitslosen ab 50 Jahren ist August leicht um 16 Personen (drei Prozent) auf  669 gestiegen. Gegenüber dem August 2010 ist ein Rückgang um 74 Personen oder zehn Prozent zu verzeichnen. Der Anteil der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, an allen Arbeitslosen beträgt im Landkreis Altötting aktuell 34 Prozent, bezogen auf die Kunden der Agentur für Arbeit (SGB III) liegt er bei 40 Prozent.

Die Stellenbestände im Landkreis Altötting sind gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Im Berichtsmonat sind 492 Stellen im Bestand, 44 (acht Prozent) weniger als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es um 135 Stellen oder 38 Prozent mehr.

Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im August wurden insgesamt 219 Stellen gemeldet. Dies sind um 7 Stellen oder drei Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es um 28 Stellen (elf Prozent) weniger.

Die Meldungen kommen vor allem vom verarbeitenden Gewerbe und von den Verleihbetrieben. Aber auch aus dem Baubereich, dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie dem Bereich der Dienstleistungsunternehmen kommt eine Vielzahl von Stellenmeldungen. Eine Reihe von Stellenangeboten kann nicht unmittelbar besetzt werden, da es an den nachgefragten Fachkräften fehlt. Dies ist auch der Grund für den hohen Stellenbestand.

Geschäftsstelle Mühldorf mit Jobcenter Mühldorf (Landkreis Mühldorf)

Im Landkreis Mühldorf ist die Arbeitslosigkeit im August deutlich gestiegen. Der Anstieg bewegt sich allerdings im jahreszeitlich üblichen Rahmen. Insgesamt sind mit 2.155 Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat 161 Personen (acht Prozent) mehr registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ist allerdings ein Rückgang um 343 Personen (14 Prozent) zu verzeichnen.

Die Arbeitslosenquote liegt mit 3,7 um 0,3 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im August noch 4,3 Prozent.

 854 Arbeitslose sind bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 1.301 Arbeitslose werden vom Jobcenter Mühldorf betreut.

Im August meldeten sich 758 Personen arbeitslos, dies sind 219 Personen oder 41 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum August 2010 meldeten sich 43 Personen (fünf Prozent) weniger arbeitslos. Gleichzeitig konnten 596 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 49 Personen oder neun Prozent mehr als im Vormonat und 95 oder 14 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Anzahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist gegenüber dem Vormonat deutlich um 88 Personen (45 Prozent) auf 284 gestiegen. Die Zunahme bewegt sich im jahreszeitlich üblichen Rahmen und resultiert überwiegend aus der Meldung von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen, die vielfach bereits eine Zusage für eine Ausbildungsstelle ab September haben oder im Herbst eine weiterführende Schule oder ein Studium anstreben und somit nur vorübergehend arbeitslos sein werden. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Zahl der jüngeren Arbeitslosen um 39 Personen oder zwölf Prozent niedriger.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt im August mit 624 Personen praktisch auf dem Niveau des Vormonats. Gegenüber August 2010 ist ein Rückgang um 163 Personen oder 21 Prozent zu verzeichnen. Dieser Rückgang fand ausschließlich im Zuständigkeitsbereich des Jobcenter Mühldorf (SGB II) statt, die derzeit 497 Langzeitarbeitslose betreut. Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit (SGB III) lag die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit aktuell 127 exakt auf dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Anzahl der Arbeitslosen ab 50 Jahren ist im August leicht um 10 Personen (ein Prozent) auf 704 gestiegen. Gegenüber dem August 2010 ist ein Rückgang um 47 Personen oder sechs Prozent zu verzeichnen. Der Anteil der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, an allen Arbeitslosen beträgt im Landkreis Mühldorf aktuell 33 Prozent, bezogen auf die Kunden der Agentur für Arbeit (SGB III) liegt er bei 39 Prozent.

Im Landkreis Mühldorf sind 562 Stellen gemeldet. Zum Vormonat sind dies um 10 Stellen oder zwei Prozent mehr. Verglichen mit dem Vorjahr ist ein Stellenzuwachs von 59 (zwölf Prozent) zu verzeichnen.

Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im August wurden in der Geschäftsstelle Mühldorf 271 Stellenzugänge gemeldet. Dies sind im Vergleich zum Vormonat um 29 Stellen oder 12 Prozent mehr. Im Vorjahresvergleich sind die Meldungen neuer Stellen um 56 oder 17 Prozent gesunken. Die Stellenzugänge schwächen sich wegen der aktuellen Urlaubszeit etwas ab.

Der Fachkräftebedarf im Landkreis Mühldorf ist hoch. Insbesondere im Bereich des verarbeitenden Gewerbes, aber auch im Handel, im Gesundheits- und Pflegebereich sowie im Baugewerbe besteht eine große Nachfrage.

(Quelle: Arbeitsamt Pfarrkirchen, 31.08.2011)

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