Einsatz für Menschen mit Behinderung
Schwerbehinderte können nur bedingt vom Aufschwung profitieren. Agentur für Arbeit appelliert an Unternehmen und Betriebe diesen Menschen eine Chance zu geben
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) engagiert sich dafür, dass sich jeder Mensch auf dem Arbeitsmarkt einbringen kann. Um dabei Menschen mit Behinderung mehr in den Fokus zu rücken, hat die BA am 05. Dezember 2011 eine bundesweite Aktionswoche für Menschen mit Behinderung gestartet.
Von der guten Lage auf dem heimischen Arbeitsmarkt können Schwerbehinderte nur bedingt profitieren. Zwar sank auch bei ihnen die Arbeitslosigkeit, jedoch bei weitem nicht in dem Umfang wie bei anderen Personengruppen. Im November waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Landshut 530 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Der Anteil dieser Personengruppe an allen Arbeitslosen ist im letzen Jahr sogar noch gestiegen. So beträgt der Anteil der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk derzeit 11,9 %. Im Jahresdurchschnitt 2010 lag er noch bei 8,4 %.
Demnach konnten schwerbehinderte Menschen an der günstigen Arbeitsmarktlage nicht so profitieren wie Nichtbehinderte. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug 0,2 Prozent. Die Arbeitslosigkeit ist insgesamt aber um 12,1 Prozent gesunken „Menschen mit Behinderung – sofern richtig eingesetzt – sind oft sehr motivierte Mitarbeiter und nutzen ihr Chancen. Über 60 Prozent der schwerbehinderten Arbeitslosen haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. Gerade vor dem Hintergrund eines drohenden Fachkräftemangels dürfen wir dieses Potenzial nicht ungenutzt lassen Wir brauchen daher Betriebe die bereit sind, auch diesen Menschen eine Chance auf einen Arbeitsplatz zu geben“, so Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Landshut.
Besonders engagiert für behinderte Menschen hat sich in der Vergangenheit der Verein AnS-Werk. Hier erhalten beeinträchtigte junge Menschen die Chance am Arbeitsleben teilzuhaben und so wiederum einen Beitrag für die Gesellschaft leisten zu können. Der Verein setzt seit mittlerweile mehr als 6 Jahren genau das um, was die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung beabsichtigen: Hier werden die Voraussetzung dafür, dass beeinträchtige Menschen arbeiten können, geschaffen. Sie werden unterstützt und gefördert. Spezielle Weiterbildungen werden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisiert. Hierdurch wird das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl der Schwerbehinderten gesteigert.
Leider gibt es trotz der günstigen Arbeitsmarktlage noch zu viele Menschen, die nicht am Arbeitsleben teilnehmen dürfen und arbeitslos sind. Den behinderten Menschen eine Chance zu geben, das ist das Anliegen. In diesem Zusammenhang können technische Arbeitshilfen oder auch Arbeitsplatzausstattungen, sofern behinderungsbedingt notwendig, gefördert werden. Auch Zuschüsse zur Einstellung arbeitslos gemeldeter behinderter Menschen sind denkbar.
Für solche und andere Fragen zur Beschäftigung behinderter Menschen steht Andreas Fedlmeier von der Agentur für Arbeit Landshut gerne zur Verfügung (Tel. 0871/ 697-213 oder -752).
(Quelle: Arbeitsagentur Landshut, 01.12.2011)


