Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit im September
Das Ende der Sommerferien und die einsetzende Herbstbelebung haben die Arbeitslosenzahlen im September deutlich nach unten gedrückt. Die Zahl der Arbeitslosen ist um 266 auf 4.660 Personen gesunken. Im Vorjahresvergleich ist damit ein Rückgang von über 16 Prozent zu verzeichnen gewesen. Die Arbeitslosenquote beträgt 2,6 Prozent und ist damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im August.
„Wir haben damit die niedrigste Arbeitslosenquote in einem September seit Jahrzehnten. Die Zahl der Arbeitslosen ist im September um über 5 Prozent zurückgegangen“, zeigt sich Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Landshut, optimistisch.
1.949 Personen konnten im September ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das waren gut 13 Prozent mehr als im August. 781 davon haben eine Erwerbstätigkeit und 441 eine Ausbildung aufgenommen. „Firmen stellten nach ihren Werksferien wieder Mitarbeiter ein. Zudem hätten viele zuvor arbeitslos gemeldete Auszubildende eine Lehrstelle angetreten oder besuchen zwischenzeitlich eine weiterführende Schule. Bei den 15 bis unter 25jährigen ist die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um fast ein Viertel zurückgegangen“, so Maria Amtmann.
1.686 Männer und Frauen haben sich im vergangenen Monat arbeitslos gemeldet. Hiervon waren circa 900 vorher in einem Arbeitsverhältnis und 261 haben eine Ausbildung oder eine sonstige Qualifizierungsmaßnahme beendet. Im September letzten Jahres mussten sich noch über 13 Prozent mehr Personen arbeitslos melden.
Die Arbeitslosenzahlen sind nur ein Teil der sogenannten Unterbeschäftigung. Im September 2011 waren insgesamt 7.371 Männer und Frauen von Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) betroffen. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie in einem arbeitsmarktpolitischen Sonderstatus zu sehen sind. Dazu gehören beispielsweise Personen, die sich in Weiterbildung oder Altersteilzeit befinden, aber auch Selbständige, die einen Gründungszuschuss erhalten. Beim Ausweisen der Unterbeschäftigung geht es um die transparente Darstellung des Arbeitsmarktes und vor allem um das Aufzeigen der tatsächlichen Beschäftigungssituation.
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Landshut waren im September neben den 4.660 Arbeitslosen 2.711 Personen in der Unterbeschäftigung erfasst. Hierzu gehören zum Beispiel knapp 470 Menschen, die derzeit eine berufliche Weiterbildung durchlaufen, oder 120, die sich in einer Arbeitsgelegenheit (sogenannter Ein-Euro-Job) befinden. Ebenso zählen zu dieser Personengruppe 571 Personen in Altersteilzeit, aber auch 538, die sich selbständig gemacht haben, und in der ersten Phase der Existenzgründung noch eine finanzielle Unterstützung durch die Agentur für Arbeit in Form des Gründungszuschusses beziehen.
Während die Arbeitslosenzahlen und die Zahlen zur Unterbeschäftigung deutlich zurückgehen, ist der Bedarf an Arbeitskräften weiterhin sehr groß. Aktuell sind 1.846 Stellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das sind 420 bzw. fast 30 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Besonders im gewerblich-technischen und handwerklichen Bereich besteht weiterhin hoher Fachkräftebedarf. Hier wird es für die Betriebe immer schwieriger geeignetes Personal zu finden. Im Gegensatz hierzu gibt es in anderen Branchen, wie beispielsweise im Verkauf sowie im Büro- und Verwaltungsbereich deutlich mehr arbeitslose Bewerber als von den Betrieben gemeldete Arbeitsstellen. Bei den Büroberufen liegt die Relation bei 441 Arbeitslosen pro 100 sozialversicherungspflichtige Stellen. Im Verkauf ist das Verhältnis noch ungünstiger, hier kommen 518 Arbeitslose auf 100 sozialversicherungspflichtige Stellen.
Da die Einmündungschancen in diesen Branchen aufgrund der großen Konkurrenz recht gering sind, werden Qualifizierungsmaßnahmen aufgelegt, die in Richtung der Einsatzfelder mit hoher Arbeitskräftenachfrage gehen: so zum Beispiel Schulungen zum Sicherheitsfachmann, berufsbezogene Englisch Schulungen mit Zielrichtung Flughafen sowie spezielle Fahrerlaubnisse für den Einsatz im Logistikbereich.
Der Arbeitsmarkt nach regionalen Gesichtspunkten
Aufgegliedert nach regionalen Gesichtspunkten stellt sich der Arbeitsmarkt in der Stadt und den Landkreisen wie folgt dar:
In der Stadt Landshut ist die Arbeitslosenquote im September um 0,1 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent zurückgegangen, im letzten Jahr lag sie noch bei 4,8 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum August um 52 auf 1.496 Personen gesunken (minus 92 zu Vorjahr).
Im Landkreis Landshut fiel die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen im Vergleich zum Vormonat um 113 auf 1.696. Die Arbeitslosenquote verminderte sich demzufolge von 2,2 auf 2,0 Prozent.
Auch im Landkreis Dingolfing-Landau ist die Arbeitslosenquote von 2,4 auf 2,2 Prozent gefallen. Der Bestand an Arbeitslosen hat sich um 103 auf 1.142 Personen reduziert. Im Vorjahresmonat waren 417 Arbeitslose mehr gemeldet, ein Rückgang um knapp 27 Prozent.
Im Bezirk der Stadt und der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg waren im September 326 Personen arbeitslos gemeldet. Damit ist die Zahl der Arbeitslosen mit zwei Personen nur leicht angestiegen. Im Vorjahresmonat waren noch 398 Männer und Frauen arbeitslos, dies entspricht einem Rückgang von gut 16 Prozent.
(Quelle: Agentur für Arbeit Landshut, 29.09.2011)


