Arbeitsagentur Kempten: Verwaltungsausschuss erneuert Votum für Allgäulösung
Der Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit Kempten hat in seiner heutigen Sitzung die von der IHK Schwaben ins Spiel gebrachte komplette Zusammenlegung der Agenturbezirke Memmingen und Kempten einstimmig abgelehnt. Hierfür seien die Wirtschaftsräume zu unterschiedlich. Ein Agenturbezirk von Günzburg bis Füssen und Neu-Ulm bis nach Lindau sei überdimensioniert, zumal dieser Zuschnitt nach der Bevölkerungszahl zur zweitgrößten Arbeitsagentur Bayerns nach München führen würde.
Diese große Lösung würde bedeuten, dass die künftige Arbeitsagentur neun Landkreise und kreisfreie Städte zu betreuen hätte. Die süddeutschen Agenturbezirke seien dagegen im Durchschnitt nur für 3,3 Kommunen zuständig sind. Die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen wäre damit gefährdet, so die Befürchtung der Mitglieder der Selbstverwaltung. Diese sei besonders wichtig im Bereich der Grundsicherung (Hartz- IV), damit die Arbeitsagentur und die Jobcenter weiter erfolgreich an der Eingliederung von Langzeitarbeitslosen und der Auszahlung von Arbeitslosengeld arbeiten können.
Ohne Einschränkung sprachen sich die Vertreter von regionalen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und der öffentlichen Hand dafür aus, den ursprünglichen Plan weiter zu verfolgen und den bisherigen Bezirk der Arbeitsagentur Kempten mit dem Landkreis Unterallgäu und der Stadt Memmingen zu verschmelzen. Der hierdurch entstehende Wirtschaftsraum sei homogen, was sich auch daran zeige, dass er mit dem Wirkungskreis der Allgäu GmbH deckungsgleich sei.
(Quelle: Arbeitsagentur Kempten, 26.09.2011)


