Normal ist doch, dass wir unterschiedlich sind
Agentur für Arbeit startet Aktionswoche für Menschen mit Behinderung
„Fast unglaublich! Etwa 9,6 Millionen Menschen mit Behinderung kämpfen in Deutschland um Rechte, die eigentlich selbstverständlich sein müssten“ zeigt Rolf Zöllner, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, deutliches Unverständnis für diese Situation.
Es handelt sich bei den Betroffenen um Menschen mit Behinderung, bei denen die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeits- und Berufsleben noch nicht stattfindet.
Für viele behinderte Menschen ist die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeits- und Berufsleben nach wie vor ein unerfüllter Wunsch. Dagegen wendet sich Inklusion.
„Inklusion heißt nicht, Sonderrechte für gehandicapte Menschen zu fordern, sondern sie dabei zu unterstützen, die uns allen zustehenden Rechte ungehindert wahrnehmen zu können. Für uns als Agentur für Arbeit ist naturgemäß das Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft durch Erwerbsarbeit besonders wichtig. Normal ist doch, dass wir unterschiedlich sind und - ein Handicap muss der beruflichen Leistungsfähigkeit nicht entgegen stehen. Behinderte Menschen bringen – richtig eingesetzt – mindestens genauso gute Leistungen wie nicht Behinderte“, betont Rolf Zöllner und ergänzt: „Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftebedarfes muss die Forderung lauten: Einbeziehung statt Ausgrenzung! Dies ist nicht nur sozialpolitisch, sondern auch ökonomisch dringend erforderlich.“
Erstmals startet die Bundesagentur für Arbeit (BA) am 5. Dezember eine bundesweite Aktionswoche für Menschen mit Behinderung.
Mitarbeiter der Arbeitsagentur werben in Gesprächen und gezielten Aktionen für mehr Inklusion bei Ausbildung und Beruf.
„Wir möchten mit der Aktionswoche darauf aufmerksam machen, dass Menschen mit Behinderung einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag auch auf dem Arbeitsmarkt leisten“, erläutert Rolf Zöllner.
(Quelle: Arbeitsamt Ingolstadt, 01.12.2011)


