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Arbeitslosigkeit in der Region sinkt auf 4,6 Prozent – Beschäftigung steigt überdurchschnittlich

Der hochfränkische Arbeitsmarkt zeigte sich auch im Oktober weiterhin von seiner sonnigen Seite. Die Zahl der Arbeitslosen sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,3 Prozent auf 5.482 Personen. Weniger Arbeitslose gab es zuletzt im September 1981 (5.414).

„Besonders erfreulich ist, dass die positive Entwicklung alle Altersgruppen gleichermaßen erreicht hat“, betont Sebastian Peine, Chef der Hofer Arbeitsagentur. So konnte die Arbeitslosigkeit zum Beispiel bei den Älteren über 50 Jahren seit Oktober 2010 um 12,6 Prozent reduziert werden – die Arbeitslosenquote bei den Älteren fiel damit auf 5, 9 Prozent. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren gab es ein Minus von 12,1 Prozent, die aktuelle Arbeitslosenquote lag bei 3,5 Prozent.

Die günstigste Entwicklung im Agenturbezirk war in der Geschäftsstelle Marktredwitz zu verzeichnen, dort ging, verglichen mit dem Vorjahresmonat, die Arbeitslosigkeit am stärksten zurück (-15,7 Prozent).

Beschäftigungszuwachs

Die neuen Beschäftigtendaten zur Entwicklung der Sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in der Region zeigen einen deutlich positiven Trend. Mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Stand März 2011 auf 83.867 gestiegen. Das ist der höchste Beschäftigtenstand im März seit dem Jahr 2004 (86.424). Die größten Steigerungsraten gab es dabei im Baugewerbe (+13,3 Prozent), bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+10,7 Prozent) und im Metallbereich (+6,4 Prozent).

Stabiler Stellenmarkt

Der Arbeitgeberservice verzeichnete weiterhin Stellenzugänge auf hohem Niveau. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Nachfrage aber leicht abgeschwächt. Im Oktober 2011 wurden 9 Prozent weniger Stellen gemeldet als im Jahr zuvor. Insgesamt gingen aber seit Jahresbeginn bei der Agentur für Arbeit Hof 5.928 Meldungen offener Stellen ein, das waren 16,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Regional zeigten sich allerdings Unterschiede. Während im Raum Hof/Münchberg das Einstellungsverhalten noch ähnlich hoch war wie im Vorjahr, zeigten sich die Unternehmen im Bereich Selb/Marktredwitz bereits etwas verhaltener.

Die sozialen Berufe wie Alten- , Kranken- oder Kinderpfleger waren weiter Spitzenreiter bei den Stellengesuchen. Die weiteren Schwerpunkte der Arbeitskräftenachfrage lagen zum Beispiel im Bereich der Gastronomie, der Lebensmittelherstellung und des Einzelhandels. Gesucht wurden vorwiegend Fachkräfte wie Metzger/innen oder Fachverkäufer/innen im Lebensmittelhandwerk. Aber auch Fachkräfte im Kunststoffbereich oder im Handwerk wie Elektriker/innen, Tischler/innen und Fahrzeuglackierer/innen sowie Berufskraftfahrer/innen waren gefragt. Saisonbedingt wurden auch Reifenmonteure/innen und Winterdienst-Mitarbeiter/innen vermittelt.

Die Herausforderung, Arbeitgeber mit geeigneten und gut qualifizierten Bewerbern zu versorgen, steigt zunehmend. Rechnerisch liegt das Verhältnis von Arbeitslosen zu Stellen im Agenturbezirk Hof insgesamt derzeit bei 4:1. Deutliche Anzeichen für einen Bewerbermangel zeigen sich zum Beispiel bei den Berufen aus dem Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik mit einem Verhältnis von 1:1. Bei den Mechatronik-, Energie- und Elektroberufen kommen auf einen Arbeitslosen bereits zwei Stellen.

(Quelle: Agentur für Arbeit Hof, 02.11.2011)

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