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Optimale Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben – ein entscheidender Wettbewerbs- und Standortfaktor

Das Unternehmen FRANK in Leiblfing setzt seit Jahrzehnten auf familienorientierte Personalpolitik. Vertreter der Agentur für Arbeit Straubing trafen sich mit Dr. Maximilian Frank zu einem Erfahrungsaustausch. Die demografische Entwicklung mit einem sinkenden Angebot an Fachkräften, die Technisierung und Globalisierung der Märkte sowie steigende Qualifikationsanforderungen sind Herausforderungen für die zukünftige Personalpolitik jedes Unternehmens. Umso mehr sind aktuell Lösungen und Wege gefragt, um das Potential an Arbeitskräften zu erschließen. Familienorientierte Personalpolitik bzw. ein ausgewogenes Verhältnis von Beruf und Privatleben (Work-Life-Balance) wird für immer mehr Beschäftigte zum wichtigsten Faktor bei der Wahl ihres Arbeitgebers.

Für viele Unternehmer ist dies nichts Neues, doch oft bleibt es bei dem theoretischen Wissen um die Notwendigkeit mit familienbewußter Personalpolitik und Flexibilität im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zu punkten. Der Ansatz für Ilona Knörich, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA), sowie den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Arbeitgeberservice (AGS) der Agentur für Arbeit Straubing, Betriebe zu beraten und Anregungen zu geben, entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Dabei bringen sie auch die Erfahrungswerte von Klein- und Mittelbetrieben ein, die häufig durch das Plus an Familienfreundlichkeit, im Wettbewerb mit großen Unternehmen um Fachkräfte, profitieren.

Dass sich Familienfreundlichkeit und unternehmerisches Denken nicht ausschließen, wurde Ilona Knörich (BCA), Bettina Maurer (Leiterin des AGS) und Josef Zwickenpflug (Vermittler im AGS), im Rahmen eines Betriebsbesuches bei der Firma FRANK in Leiblfing bestätigt. Dr. Maximilian Frank, Geschäftsführer der Max Frank GmbH & Co. KG, führt in seinem Unternehmen die Unternehmensphilosophie fort, auf die die Firmengründer bereits Mitte der 60-er-Jahre setzten. Bereits damals erkannten Max Frank Senior und Heribert Hiendl die Notwendigkeit, Arbeitsbedingungen und Bedürfnisse der Beschäftigten soweit als möglich in Einklang zu bringen, um den schnell steigenden Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem ländlich geprägten Umland gewinnen zu können und als Standortvorteil zu nutzen. Damals wie heute sind im Unternehmen überwiegend Frauen beschäftigt . Um dieses Arbeitnehmerpotential noch besser einsetzen zu können waren und sind familienfreundliche Arbeitszeitmodelle von besonderer Bedeutung.“ Was heute als moderne Personalpolitik gepriesen wird, hat sich in unserem Unternehmen über die Jahrzehnte bewährt und dazu geführt, dass wir auch heute unseren Personalbedarf überwiegend aus der Region rekrutieren können. Darunter verstehen wir unter anderem das Angebot an flexiblen Arbeitszeitmodellen, die Möglichkeit der Kinderbetreuung während der Ferienzeiten im betriebseigenen „Mini-Max-Club“, Produktionstätigkeiten in Heimarbeit, Bereitstellung von Home Office und Telearbeitsplätzen und die Rücksichtnahme auf Eltern, Alleinerziehende oder Personen mit häuslichen Pflegefällen bei der Urlaubs- und Einsatzplanung“, erläutert Dr. Maximilian Frank die Aktivitäten. Betriebswirtschaftliche Vorteile der familienfreundlichen Unternehmensphilosophie bestätigen sich in der Senkung der Fluktuation, Reduzierung von Fehlzeiten, Steigerung von Motivation, Zufriedenheit und damit der Produktivität bei positiver Kosten/-Nutzenbilanz. Daraus entsteht insgesamt ein wirksames Instrument zur Reduzierung des Fachkräftemangels. Manuela Berndl (Personalreferentin bei Frank) erläuterte den Besuchern der Arbeitsagentur die aktuelle Strategie des Unternehmens im Rahmen der Personalentwicklung sowie des Personalmarketing. So arbeitet man konkret an der Gestaltung von Arbeitsplätzen für Ältere, um auch hier das Potential und die Fachkompetenz von Beschäftigten bedarfsgerecht einsetzen zu können. Verstärkt werden firmeninterne Bildungs- und Weiterbildungskurse sowie Sprachkurse angeboten. Hochinteressant waren zum Ende des Besuches die Ausführungen von Dr. Frank zu der Erkenntnis, dass sich die vor 60 Jahren entwickelte und bis heute gelebte „Unternehmensphilosophie FRANK“ mit dem Schwerpunkt einer familienfreundlichen Unternehmenskultur nicht nur in Deutschland als wertvoller Wettbewerbsfaktor bezahlt macht , sondern auch international an Standorten mit teilweise anderen Kulturkreisen ähnlich positiv umsetzen lässt.

Zur Unternehmensgruppe FRANK zählen neben dem Standort Leiblfing 11 Auslandsniederlassungen mit über  500 Mitarbeitern weltweit; mehr als die Hälfte der Belegschaft sind Frauen.

(Quelle: Arbeitsamt Deggendorf, 16.08.2011)

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