Der Arbeitsmarkt im September 2011
Herbst und Konjunktur beflügeln den heimischen Arbeitsmarkt
Typischer saisonaler Aufschwung bestimmt das Geschehen
Nach der Sommerflaute im August hat sich im September die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Bamberg um 316 auf 5 673 verringert. Damit errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent. Der Arbeitsmarkt bewegt sich damit weiter in Richtung Vollbeschäftigung, die üblicherweise mit zwei Prozent definiert wird.
Die Abnahme der Arbeitslosigkeit ist in diesem Monat saisonüblich, da sich insbesondere junge Leute aus der Arbeitslosigkeit abmelden; entweder weil sie eine schulische Ausbildung aufnehmen oder weil sie im Anschluss an ihre Ausbildung eine Arbeitsstelle gefunden haben.
Konjunktur beflügelt weiterhin den Arbeitsmarkt
Gegenüber dem September letzten Jahres sind in der Region fast 900 Menschen weniger arbeitslos. Der Abstand zum Vorjahresmonat ist ein Hinweis auf die Entwicklung der konjunkturell bedingten Arbeitslosigkeit. Peter Haberecht, Chef der Bamberger Arbeitsagentur, schätzt die aktuelle Entwicklung wie folgt ein: „Wenngleich die konjunkturellen Auftriebskräfte sich leicht abschwächen, zeigt sich der heimische Arbeitsmarkt weiterhin in guter Verfassung. Der Herbstaufschwung wird sich auch im nächsten Monat fortsetzen. Für eine weitergehende seriöse Prognose fehlen zurzeit belastbare Daten. Mittel- bis langfristig wird aber der Arbeitsmarkt weiterhin von Demografie und Fachkräfteknappheit bestimmt werden.“
Unterbeschäftigung ebenfalls rückläufig
Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung im Agenturbezirk weitere 2 706 Personen, die sich entweder in Weiterbildungen oder in der Altersteilzeit befinden sowie Selbständige, die einen Existenzgründungszuschuss erhalten. Mit der Ausweisung der Unterbeschäftigung in ihrer Gesamtheit wird das regionale Arbeitsmarktgeschehen umfassender und transparenter dargestellt. Der Rückgang der Unterbeschäftigung verläuft sogar etwas stärker als der Abbau der Arbeitslosigkeit. Dies ist ein Indikator dafür, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit nicht auf einen verstärkten Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente zurückzuführen ist.
Rechtskreis SGB II zeigt günstige Entwicklung
Die Zahl der Arbeitslosen ist auch im Rechtskreis SGB II (zuständig sind die Jobcenter) im Vergleich zum August um 115 auf 2 828 gefallen. Besonders erfreulich ist aber der Vorjahresabstand, denn damals waren noch 400 Personen mehr bei den Jobcentern arbeitslos gemeldet.
Arbeitskräfte weiterhin stark gesucht
In diesem Monat wurden in der gesamten Region 624 neue offene Stellen für eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gemeldet. Dies sind gegenüber dem Vorjahresmonat 21 Prozent mehr. Trotz dieser Entwicklung kann es schwierig bleiben, eine neue Stelle zu finden. So haben Frauen, die auf Teilzeit angewiesen sind, nach wie vor schlechte Chancen auf einen Arbeitsplatz. Im Bürobereich dürfen sich häufig nur Bewerber(innen) mit guten Fremdsprachenkenntnissen und branchenspezifischer Berufspraxis Hoffnung auf eine neue Arbeitsstelle machen.
Lokale Arbeitsmärkte
Der Landkreis Bamberg weist mit 2,7 Prozent in diesem Monat die geringste Arbeitslosenquote der Region auf. Für den Landkreis Forchheim errechnet sich eine Quote von 2,8 Prozent.. In der Stadt Bamberg beträgt in diesem Monat die Arbeitslosenquote 4,6 Prozent .
Ausbildungsstellenmarkt
Am 30.09.2011 endet das Beratungsjahr 2010/2011 der Berufsberatung. Zur Ausbildungsmarktsituation im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit wird nach Abschluss aller Erhebungen ein gesonderter Bericht veröffentlicht.
(Quelle: Agentur für Arbeit Bamberg, 29.09.2011)


