Arbeitsmarktreport März 2011
Arbeitskräftenachfrage hält an Die seit Monaten starke Arbeitskräftenachfrage hält an. In der Agentur Bamberg sind im März 775 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote eingegangen, 46 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zunahme erstreckt sich auf alle Bereiche. Neben der Zeitarbeit fragte auch der gewerbliche Bereich und der Dienstleistungsektor verstärkt Arbeitskräfte nach. Sehr günstige Vermittlungschancen gibt es im gewerblichen Bereich vor allem am Bau, aber auch in den Sektoren Elektro und Kraftfahrzeuggewerbe. Im Dienstleistungsbereich gelang es vor allem sehr gut, Altenpfleger zu vermitteln, aber auch im Hotel- und Gaststättenbereich gibt es einen sehr dynamischen Arbeitsmarkt. Für Fachkräfte sieht es auch sehr günstig im kaufmännischen Bereich aus.
Die Agentur für Arbeit meldet in ihrem Arbeitsmarktreport:
Lokale Arbeitsmärkte
Mit 3,2 Prozent hat der Landkreis Bamberg weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote der Region. Der Landkreis Forchheim folgt mit 3,4 Prozent. Für die Stadt Bamberg errechnet sich eine Quote von 5,5 Prozent.
Ausbildungsstellenmarkt - Zwischenbilanz
Nach dem ersten Hälfte des Beratungsjahres (Beginn ist immer der 1. Oktober eines Jahres) ergibt sich folgendes Bild: Die Zahl der Bewerber ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut 6 Prozent zurückgegangen. Bisher haben 2 182 junge Frauen und Männer die Ausbildungsvermittlung in Anspruch genommen. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen ist dagegen um fast 12 Prozent angestiegen. Im Laufe des Beratungsjahres wurden der Agentur für Arbeit Bamberg 1 601 freie Lehrstellen gemeldet. Sehr erfreulich ist die gesunkene Zahl von unversorgten Bewerbern, sie ging um fast 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Der günstige Ausbildungsstellenmarkt spiegelt einerseits die verbesserte wirtschaftliche Gesamtsituation wider und andererseits die Nachwuchskräftegewinnung der Betriebe im Zeichen des demografischen Wandels. Unter Personalverantwortlichen ist es unbestritten, dass die betriebliche Ausbildung nach wie vor als Königsweg zur Gewinnung von Fachkräften anzusehen ist.
Bestand an Arbeitslosen nach Rechtskreisen
Die Arbeitslosigkeit hat sich im März um 810 auf 6.792 verringert.Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 2.212 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 3,7%;vor einem Jahr hatte sie sich auf 5,0% belaufen. Im Rechtskreis SGBIII lag die Arbeitslosigkeit bei 3.530,das sind 761 weniger als im Vormonat und 1.431 weniger als im Vorjahr.Die anteilige SGBIII-Arbeitslosenquote lag bei 1,9%.Im Rechtskreis SGBII gab es 3.262 Arbeitslose,das ist ein Minus von 49 gegenüber Februar;im Vergleich zum März 2010 waren es 781 Arbeitslose weniger.Die anteilige SGBII-Arbeitslosenquote betrug 1,8%.
Bestand an Arbeitslosen nach Personengruppen
Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk unterschiedlich.Die Veränderungsspanne reicht im März von -37%bei 15-bis unter 25-Jährigen bis -7% bei 50- bis unter 65-Jährigen.Auch der Anteil der ausgewählten Personengruppen am Arbeitslosenbestand ist unterschiedlich groß.Bei der Interpretation der Daten ist zuberücksichtigen,dass Mehrfachzählungen möglich sind,da ein Arbeitsloser in der Regel mehreren der hier abgebildeten Personengruppen angehört.Somit kann die individuelle Situation von Arbeitslosen von der Entwicklung der jeweiligen Personengruppe abweichen.
Zugang in und Abgang aus Arbeitslosigkeit
Arbeitslosigkeit ist kein fester Block,vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung.Im März meldeten sich 2.005Personen(neuodererneut)arbeitslos,das waren 507 weniger als vor einem Jahr.Gleichzeitig beendeten 2.819 Personen ihre Arbeitslosigkeit,56 weniger als im März 2010.Seit Jahresbeginn gab es 7.216 Zugänge von Arbeitslosen,gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 1.430 Meldungen.Demgegenüber stehen 6.967 Abmeldungen von Arbeitslosen,im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 390 Abmeldungen.Im März meldeten sich 830 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos,121 weniger als vor einem Jahr.Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 1.501 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 280 mehr als vor einem Jahr.
(Quelle: Arbeitsagentur Bamberg, 31.03.2011)


