Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden
Navigation
 

Arbeitslosenquote sinkt auf 3,9 Prozent

Arbeitsmarkt im November 2011

  • Etwas mehr als 13.000 Arbeitslose
  • Rückgang auf 3,9 Prozent
  • Rückgang bei allen Personengruppen
  • Zahl der offenen Stellen auf Rekordwert: mehr als 6.500
  • Zahl der Kurzarbeiter und Zahl der Betriebe, die von Kurzarbeit betroffen sind, bleiben gleich

„Die Zahl der Arbeitslosen ist so niedrig, wie lange nicht mehr. Derzeit sind knapp 13.200 Personen arbeitslos. Im Jahr 1992 hatten wir zuletzt in einem November niedrigere Zahlen als jetzt. Damals hatten wir knapp unter 10.000 Arbeitslose. Im Vergleich zum Oktober gibt es mehr als 800 Arbeitslose weniger. Noch stärker fällt der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat aus. Es sind mehr als 2.400 Arbeitslose weniger. Im Jahresdurchschnitt liegen wir im Moment unter 16.000 Arbeitslosen. Ein Wert, den wir letztmalig im Jahr 1992 unterboten haben. Die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit gemeldet haben, beträgt weiterhin 55 und die Zahl der Kurzarbeiter verharrt bei 3.100“, kommentiert Reinhold Demel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg, die Arbeitsmarktentwicklung des Monats November.

Im November sank die Zahl der Arbeitslosen um 812 Personen auf 13.168. Im Vergleich zum Vorjahr waren 2.474 Menschen oder 15,8 Prozent weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote sank auf 3,9 Prozent. Zum Vorjahr sank die Quote um 0,7 Prozentpunkte (4,6 Prozent November 2010). Die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen beträgt in diesem Monat 2,8 Prozent (Vorjahr 3,1 Prozent). Sie ist wesentlich besser als die allgemeine Arbeitslosenquote. Die Arbeitslosenquote bei Personen über 50 Jahren beträgt derzeit 5,2 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent).

Verglichen mit dem November 2010 verzeichneten in diesem Monat erneut alle Personengruppen einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Menschen über 50 Jahre profitierten von der guten Arbeitsmarktlage besonders. Die Veränderung über alle Personengruppen hinweg schwankte zwischen minus 12,1 Prozent bei den Ausländern bis zu minus 5,5 Prozent bei den schwerbehinderten Menschen:

  • Jugendliche unter 25 Jahren: 1.188 (-128, minus 9,7 Prozent)
  • Ältere zwischen 50 und unter 65 Jahren: 4.598 (-587, minus 11,3 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 3.570 (-339, minus 8,7 Prozent)
  • Ausländer: 3.148 (-435, minus 12,1 Prozent)
  • Schwerbehinderte: 1.154 (-67, minus 5,5 Prozent)

Letztlich stellt sich die Arbeitslosigkeit in einer anderen Größenordnung dar, wenn man die Statistik erweitert und die Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten, ausweist. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 13.168 Personen. Hierzu müssen aber weitere 7.044 Personen gerechnet werden, das ergibt eine Zahl von 20.212. Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (1.132), sich in der Altersteilzeit (786) befinden sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (1.214) gefördert werden.

Im November meldeten sich 4.527 Menschen neu oder erneut arbeitslos. Das waren 450 Personen oder 9,0 Prozent weniger als im November 2010. Durchschnittlich kamen damit täglich 226 Personen in die Eingangszonen, um sich arbeitslos zu melden. Stark vertreten waren Personen aus der Lagerwirtschaft (554), dem Büro (398) und dem Verkauf (331).

Gleichzeitig beendeten 5.345 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. Das waren 80 oder 1,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Personen fanden Arbeit im Lagerbereich (805), im Büro (472) und im Verkauf (459).

Im November betrug die Zahl neu gemeldeter Stellen 3.679. Im Vergleich zum November 2010 gab es 2.275 Stellen oder 162,0 Prozent mehr. Zwei Drittel der neu gemeldeten Stellen kamen aus der Lagerwirtschaft (2.429). Aus der Zeitarbeit kamen 21 Prozent oder 773 der neu gemeldeten Stellen. Mit ganz großem Abstand dahinter folgt der Bürobereich (1,8 Prozent).

Der Stellenbestand nahm im Vergleich zum Vormonat wieder zu und erreicht einen neuen Höchststand: von 5.490 auf 6.536. Im Vergleich zum November 2010 ist das ein Plus von 3.770 oder 136,3 Prozent. Der Anteil der Zeitarbeit betrug 24,5 Prozent (entspricht 1.600 Stellen).

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 31. März 2011 waren 214.859 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 5.874 oder 2,8 Prozent mehr als zum 31. März 2010.

Sowohl bei den Männern wie bei den Frauen gab es zum 31. März 2011 erneut einen Zuwachs: 3,4 Prozent mehr Männer und 2,1 Prozent mehr Frauen waren beschäftigt. Die Teilzeitbeschäftigung stieg wie schon die Monate zuvor wieder weiter an: um 5,4 Prozent auf 45.829. Aber auch mehr Vollzeitbeschäftigte wurden wieder gezählt: 2,1 Prozent mehr auf 168.924. Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten stieg um 3,0 Prozent auf 63.287.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Fast alle verzeichnen Zuwächse: Verarbeitendes Gewerbe (plus 362 oder 0,7 Prozent), Gesundheits- und Sozialwesen (plus 401 oder 1,5 Prozent), Handel (plus 670 oder 2,1 Prozent), Verkehr und Lagerei (plus 602 oder 5,4 Prozent), öffentliche Verwaltung (minus 40 oder 0,3 Prozent), Baugewerbe (plus 385 oder 3,7 Prozent) sowie die Arbeitnehmerüberlassung (plus 2.229 oder plus 36,1 Prozent), die jetzt 8.411 Beschäftigte zählt, was einen Anteil von 3,9 Prozent an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bedeutet. Damit ist der bisherige Höchststand aus dem November 2007 weiterhin nicht erreicht (9.964 Beschäftigte).

*Datengrundlage für die Beschäftigtenstatistik (sozialversicherungspflichtig und geringfügig entlohnte Beschäftigte) bilden die Meldungen, die im Rahmen des integrierten Meldeverfahrens zur Sozialversicherung von den Arbeitgebern zu erstatten sind. Diese Meldungen werden von den Arbeitgebern erst im Nachhinein erstattet. Aufgrund der im Verfahren vorgesehenen Fristen für die Abgabe der Meldungen, dem tatsächlichen Meldeverhalten der Arbeitgeber und der Datenprüfungen werden diese Daten erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten veröffentlicht.

Regionaler Arbeitsmarkt

Hauptagentur Augsburg

Die Arbeitslosigkeit sank in der Hauptagentur Augsburg um 634 auf 10.281 Personen. Im Vergleich zum November 2010 gab es 1.611 oder 13,5 Prozent weniger Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,7 Prozent. Im November 2010 betrug die Arbeitslosenquote 5,4 Prozent.

Geschäftsstelle Aichach

Im November sank die Arbeitslosenquote auf 2,2 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 2,8 Prozent gelegen. Aktuell wurden 1.586 Arbeitslose gezählt. Im Vergleich zum November 2010 sind es 414 Personen oder 20,7 Prozent weniger.

Geschäftsstelle Schwabmünchen

Auch auf dem Schwabmünchner Arbeitsmarkt sank die Arbeitslosigkeit im November um 108 auf 1.301 Personen. Im Vergleich zum November 2010 sind es 449 oder 25,7 Prozent Arbeitslose weniger. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 2,6 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 3,5 Prozent gelegen.

Stadt Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 8.400
  • Letztmalig im November 2000 weniger Arbeitslose
  • Arbeitslosenquote geht auf 6,0 Prozent zurück

In der Stadt Augsburg liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 8.430, das entspricht einer Quote von 6,0 Prozent (6,3 Prozent im Vormonat). Im November 2010 betrug die Arbeitslosenquote 6,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 1.019 oder 10,8 Prozent Arbeitslose weniger.

In diesem Monat sinkt die Arbeitslosigkeit mit Ausnahme der Schwerbehinderten in allen Personengruppen. Die Bandbreite reicht von minus 9,6 Prozent bei den Ausländern bis plus 4,2 Prozent bei den Schwerbehinderten:

  • Jugendliche unter 25 Jahren: 720 (-23, minus 3,1 Prozent)
  • Ältere zwischen 50 und unter 65 Jahren: 2.719 (-159, minus 5,5 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 2.386 (-130, minus 5,2 Prozent)
  • Ausländer: 2.549 (-270, minus 9,6 Prozent)
  • Schwerbehinderte: 714 (+29, plus 4,2 Prozent)

Landkreis Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter
  • Arbeitslosenquote geht auf 2,4 Prozent zurück
  • Niedrigster Wert in einem November seit 1991

Im Landkreis Augsburg ist im November die Zahl der Arbeitslosen wieder gesunken: 3.152 sind derzeit registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 1.041 oder 24,8 Prozent weniger Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 2,4 Prozent. Im November 2010 betrug die Arbeitslosenquote 3,2 Prozent.

Im Landkreis profitieren in diesem Monat wieder alle Personengruppen von der Abnahme der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Die Bandbreite reicht von minus 23,0 Prozent bei den Schwerbehinderten bis minus 15,9 Prozent bei den Jugendlichen unter 25 Jahren:

  • Jugendliche unter 25 Jahren: 348 (-66, minus 15,9 Prozent)
  • Ältere zwischen 50 und unter 65 Jahren: 1.216 (-334, minus 21,5 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 768 (-171, minus 18,2 Prozent)
  • Ausländer: 428 (-108, minus 20,1 Prozent)
  • Schwerbehinderte: 268 (-80, minus 23,0 Prozent)

Landkreis Aichach-Friedberg

  • Zahl der Arbeitslosen sinkt leicht
  • Arbeitslosenquote 2,2 Prozent
  • Niedrigster Wert in einem November seit 1991

Im Landkreis Aichach-Friedberg sind im November 1.586 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum November 2010 sind es 414 oder 20,7 Prozent weniger Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 2,2 Prozent. Im November 2010 betrug die Arbeitslosenquote 2,8 Prozent.

Im Landkreis Aichach-Friedberg sank überall die Zahl der Arbeitslosen. Die Bandbreite über alle Personengruppen hinweg geht von minus 25,0 Prozent bei den Ausländern bis minus 8,4 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen:

  • Jugendliche unter 25 Jahren: 120 (-39, minus 24,5 Prozent)
  • Ältere zwischen 50 und unter 65 Jahren: 663 (-94, minus 12,4 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 416 (-38, minus 8,4 Prozent)
  • Ausländer: 171 (-57, minus 25,0 Prozent)
  • Schwerbehinderte: 172 (-16, minus 8,5 Prozent)

Fazit: In diesem Monat nimmt die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr wieder stark ab: Landkreis Aichach-Friedberg minus 0,6 Prozentpunkte, Stadt Augsburg minus 0,7 Prozentpunkte und Landkreis Augsburg sogar um minus 0,8 Prozentpunkte. Bei der Stadt Augsburg muss man nicht so lange zurückgehen, um einen niedrigeren Novemberwert zu finden. Bei den beiden Landkreisen jedoch bis ins Jahr 1991.

Freie Ausbildungsstellen und Stellen können der Agentur für Arbeit per E-Mail gemeldet werden: Augsburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de oder unter der Telefonnummer 01801 664466 (Festnetzpreis 3,9 ct/min, Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min) gemeldet werden.

Arbeitsmarktreport im Internet unter: www.arbeitsagentur.de/augsburg

(Quelle: Arbeitsagentur Augsburg, 30.11.2011)

T5 Jobmessen