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Mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als Bewerber

Ende August waren am Bayerischen Untermain 345 Bewerberinnen und Bewerber um ei-nen Ausbildungsplatz noch unversorgt und 418 Berufsausbildungsstellen noch unbesetzt. Die Daten zum Ausbildungsstellenmarkt signalisieren weiterhin eine Verbesserung der Chancen für die Bewerber.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 77 mehr unversorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen, die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen war um 63 größer. Ausgehend von den Erfahrungen vergangener Jahre wird sich die Lücke bis zum Ende des Berufsberatungsjahres weiter schließen. Dabei werden wohl mehr Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben als Bewerber unversorgt.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Aschaffenburg 2.702 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das waren 10,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Diese Zunahme ist vor allem auf den doppelten Abiturjahrgang und den Wegfall von Bundeswehr und Zivildienst zurückzuführen. Zugleich gab es 2.605 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von 10,3 Prozent.

Am 1. September beginnt für viele junge Menschen die Berufsausbildung. Die genaue Zahl, wie viele Jugendliche am Bayerischen Untermain eine Ausbildung beginnen, liegt derzeit noch nicht vor. Anhaltspunkte liefern die Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung. Danach wurden 2010 rund 2.700 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen (Stand: jeweils 30. September), etwas mehr als im Jahr zuvor. Im Durchschnitt der letzten 17 Jahren wurden jährlich 2.950 Verträge abgeschlossen. Das schwankte zwischen 3.271 Verträgen 1998 und 2.612 Verträgen im Jahr 2005.

Harald Maidhof, Leiter der Agentur für Arbeit Aschaffenburg, geht davon aus, dass heuer zwischen 2.700 und 2.900 neue Ausbildungsverträge unterzeichnet wurden. „Die Betriebe sehen die Notwendigkeit, jetzt die Fachkräfte von Morgen auszubilden.“

Die meisten Verträge 2010 kamen in Industrie und Handel zustande, danach im Handwerk und bei den freien Berufen wir Rechtsanwälte, Ärzte oder Steuerberater.

(Quelle: Arbeitsamt Aschaffenburg 31.08.2011)

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