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Der Ausbildungsmarkt hat sich gedreht

Bilanz

„Der Ausbildungsmarkt hat sich in Stadt und Landkreis Ansbach und im Landkreis Neustadt/Bad-Windsheim gedreht: es sind jetzt mehr Ausbildungsstellen als Bewerber zu verzeichnen.

Durch die positive Stellenentwicklung haben sich auch für die noch verbliebenen Bewerber aus Vorjahren („Altbewerber“) die Chancen auf einen Ausbildungsplatz wesentlich verbessert.“, lautet die Bilanz des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ansbach, Reinhard Flöter, anlässlich des abgelaufenen Berufsberatungsjahres. Zudem seien weniger Bewerber ohne Schulabschluss auf Ausbildungsplatzsuche und auch der Anteil der Altbewerber habe sich erneut verringert.

Von Oktober 2010 bis September 2011 bewarben sich im Agenturbezirk Ansbach 2.363 Jugendliche um eine Ausbildungsstelle. Das waren 28 oder 1,2 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Bei den gemeldeten Ausbildungsstellen gab es im gleichen Zeitraum ein deutliches Plus von 196 auf 2.446 (+8,2 Prozent). Dadurch kamen rein rechnerisch auf jeden Bewerber 1,04 gemeldete Lehrstellen (Vorjahr: 0,94).

Ende September waren 12 Bewerber (Vorjahr: 18) noch nicht untergebracht. 180 Stellen (Vorjahr: 76) waren zum gleichen Zeitpunkt noch unbesetzt.

Bei den Bewerbern haben gut 47 Prozent den Realschulabschluss, gefolgt von rund 36 Prozent der Jugendlichen mit Hauptschulabschluss. Acht Prozent verfügen über Fachhochschulreife und knapp sechs Prozent über Abitur. Damit hat sich der Anteil der Bewerber mit höherem Bildungsabschluss weiter erhöht. Mit 30 oder 1,3 Prozent hat sich der Anteil der Bewerber ohne Hauptschulabschluss im Vergleich zum Vorjahr (66; 2,8 Prozent) mehr als halbiert.70,7 Prozent (Vorjahr: 65%) der Ausbildungsplatzbewerber verlassen in diesem Jahr die Schule, der Rest sind sogenannte Altbewerber, die bereits im Vorjahr oder früher einen Ausbildungsplatz gesucht haben. Ausbildungsstellenangebote kamen vor allem aus dem verarbeitenden Gewerbe (796), aus dem Einzelhandel (308), dem Gastgewerbe (243) und dem Baugewerbe (230).

Die fünf gefragtesten Ausbildungsberufe waren in diesem Jahr Industriekaufmann/-frau, Verkäufer/-in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Bürokaufmann/-frau und Industriemechaniker. Das Stellenangebot bei den Topberufen liegt (außer bei Bankkaufmann/-frau) zwischen 10 und 40 Prozent unter dem Bewerberangebot. 60 Prozent der Mädchen und 43 Prozent der Jungen beschränken sich bei ihren Berufswünschen auf 10 Topberufe. Zusammen mit den Kammern wird die Agentur für diejenigen, die bisher nicht untergebracht sind, weiter intensiv versuchen, eine Perspektive zu finden. Dabei kann sie auf eine Reihe von Förderinstrumenten zurückgreifen, so zum Beispiel auf berufsvorbereitende Maßnahmen und Einstiegsqualifizierungen, die Bewerber auf die Übernahme einer Ausbildungsstelle vorbereiten.

(Quelle: Arbeitsagentur Ansbach, 07.11.2011)

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