Der Arbeitsmarkt im Dezember:
Kaum Wintereinfluss - Arbeitslosenquote klettert um ein Zehntel auf 3,3 Prozent
Auf dem Arbeitsmarkt im Schwarzwald-Baar-Kreis brachte der Dezember keine weitere Entspannung bei der Arbeitslosigkeit. Dabei gab es im Berichtszeitraum wieder kräftige Bewegungen: Es meldeten sich genau 1.300 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos, knapp 550 unmittelbar aus vorheriger Erwerbstätigkeit. Dem standen 1.245 Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit gegenüber. Davon nahmen immerhin 375 Männer und Frauen eine Beschäftigung auf sowie knapp 300 weitere eine Ausbildung oder Trainingsmaßnahme.
„Wegen des erst spät einsetzenden, milden Winters mussten bisher Betriebe in witterungsabhängigen Branchen noch kaum das Saison-Kurzarbeitergeld nutzen. Damit blieb auch der jahreszeitlich sonst übliche stärkere Anstieg der Arbeitslosigkeit aus“, sagt Agenturchefin Erika Faust von der Agentur für Arbeit Villingen-Schwenningen im aktuellen Arbeitsmarktbericht.
Unter dem Strich stieg der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 55 auf knapp 3.610 Personen. Der Agenturbezirk liegt damit bei der Arbeitslosenquote von aktuell 3,3 Prozent weiterhin unter dem ebenfalls um ein Zehntel gestiegenen Landesschnitt von 3,7 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren im Dezember 4.570 Arbeitslose gezählt worden, 965 mehr als jetzt. Die Quote betrug vor Jahresfrist 4,1 Prozent.
Im Dezember meldeten Betriebe und Verwaltungen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis dem Arbeitgeber-Service der Agentur Villingen-Schwenningen noch einmal 490 Stellenangebote zur Besetzung, knapp 90 weniger als im Vormonat und ebenso 90 weniger als im Vorjahr. Der Stellenbestand verringerte sich aufgrund von 500 erledigten Angeboten unwesentlich auf gut 1.720.
„Dieses Stellenangebot ist weiterhin vielfältig und breit gefächert. Insbesondere Fachkräfte mit Fertigungsberufen sowie mit kaufmännischen und pflegerischen Berufen werden gesucht, verstärkt auch von Personal-Dienstleistern. Der Arbeitgeberservice steht den Betrieben als Ansprechpartner persönlich, telefonisch und per E-Mail zur Verfügung“, so Faust.
2.100 Arbeitslose zählten im Dezember 2011 zu den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II), zehn weniger als im November. Ihre Zahl nahm gegenüber dem Vorjahr um gut 610 oder 22,5 Prozent ab.
Im Bezirk der Hauptagentur Villingen-Schwenningen blieb die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen vier Wochen praktisch unverändert bei knapp 2.900. Die Arbeitslosenquote verharrte damit auch bei 3,4 Prozent. Im Bezirk der Geschäftsstelle Donaueschingen stieg die Arbeitslosenquote gegenüber November um ein Zehntel auf 2,9 Prozent. Im Städteviereck auf der Baar zählte die Agentur für Arbeit im Dezember knapp 710 Arbeitslose, etwa dreißig mehr als vier Wochen zuvor.
(Quelle: Arbeitsagentur Villingen-Schwenningen, 03.01.2012)

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