Designer-Jeans aus dem Backofen:
Existenzgründer aus Vöhrenbach von Agentur für Arbeit gefördert
Designer-Jeans aus dem Backofen? Gürtel in Burger-Boxen? T-Shirts in der Pizzaschachtel und Accessoires im Coffe-to-go-Becher? Wo gibt es denn sowas?
Natürlich im Schwarzwald-Baar-Kreis: Der 22-jährige Filip Galiot aus Vöhrenbach hat seinen Lebenstraum mit finanzieller Unterstützung der Agentur für Arbeit Villingen-Schwenningen verwirklicht: Er betreibt ein eigenes Mode-Label mit dem Namen „fil:gaver“ und dem Slogan „EINZIG aber nicht ARTIG.“
Geschäftsidee und Businessplan überzeugten sowohl die Industrie- und Handelskammer als fachkundige Stelle als auch seinen Arbeitsvermittler. Und der Erfolg gibt ihm Recht: Seine T-Shirts aus Bio-Baumwolle finden Käufer in der Promi-Szene von Berlin bis München. Und seine Denim-Kollektion von Jeans-Hosen, Jeans-Westen und Jeans-Jacken geht weg wie „warme Semmeln.“ Denn die Hand gefertigten Unikate kommen allesamt aus dem Backofen. Dort fixiert der sympathische junge Mann mit Wollmütze die von ihm aufgetragene, künstlerische Farbverzierung. Und dann wird alles auch noch sehr unkonventionell verpackt in Pizzaschachteln, Burger-Boxen und Coffe-to-go-Becher.
„Eigentlich wollte ich Kunst studieren, dafür fehlte mir aber das Geld. Also begann ich eine Lehre zum Frisör, wechselte in eine kaufmännische Ausbildung und brach die auch noch ab. Das ist eigentlich nicht der richtige Weg ins Berufsleben“, sagt Galiot, „diesen Weg würde ich niemandem empfehlen. Ich habe einfach Glück gehabt.“ Er war so überzeugt von seiner Idee und so erfüllt von seiner Kreativität, dass Geschäftsidee und Businessplan zur Basis für seinen Erfolg wurden: Bei der Glutamat-Modemesse für Nachwuchsdesigner vor kurzem in Bielefeld, dem Zentrum für den deutschen Mode-Nachwuchs, war Gewinner das Label „fil:gaver" (www.fil-gaver.com). Dessen Designer, Filip Galiot, konnte sich über die Prämie von 2.000 Euro freuen.
(Quelle: Arbeitsamt Villingen-Schwenningen, 19.12.2011)

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