Mädchen fasziniert von Technik:
13 Gymnasiastinnen bauen und programmieren Roboter in Girls'Day Akademie
„Wir möchten die Studentinnen der Girls’Day Akademie für technische Phänomene begeistern, Ihnen mehr Spaß am Experimentieren und Forschen bieten, deshalb begrüße ich Sie an der Hochschule Furtwangen“, so Dekan Professor Robert Hönl beim Auftakt. Die neuen „Studentinnen“ sind 13 Schülerinnen aus achten und neunten Klassen des Otto-Hahn-Gymnasiums Furtwangen und des Schwarzwald-Gymnasiums Triberg.
In den Seminarräumen der Hochschule Furtwangen (HFU) erfahren sie alles über die Theorie zum Bau eines Roboters. Da heißt es optische und Ultraschall-Sensoren auseinander zu halten, Programmierbefehle kennen zu lernen und physikalische Gesetze zu beachten.
Unterstützt werden die Mädchen bei der praktischen Umsetzung ihres Projektes von Xenia Seng, Mitarbeiterin der HFU: Beispielsweise beim Bau eines elektronisch gesteuerten „Fronarbeiters“. Sie werden ihn so programmieren, dass er sich mit dem Licht einer Taschenlampe oder durch einfaches Händeklatschen steuern lässt.
"Die Schülerinnen zeigen ein sehr hohes Engagement und Interesse beim Experimentieren und Forschen", sagt Nadine Hammele, Projektleiterin beim Bildungsträger BBQ. „Mit der Girls'Day Akademie sprechen wir Mädchen an, die sich in der Phase der Berufsorientierung mit Technik auseinandersetzen und sich für diese spannende Welt begeistern lassen wollen.“
Über das gesamte Schuljahr kommen die 13 Schülerinnen jeden Freitag von 14:00 bis 17:00 Uhr zur Girls’Day Akademie zusammen. Mathematik im Auto, Licht und Farbe, Homepage erstellen mit HTML, ein Lötworkshop, Duftöl-Herstellung mit Hilfe verschiedener chemischer Verfahren, Energie aus der Sonne - Funktionsweise und Bau einer Solarzelle und Energiesparkonzepte stehen auf dem Programm. Hinzu kommt eine Exkursion ins Technorama zum selbstständigen Experimentieren, außerdem Betriebsbesichtigungen in der Region, Teamtraining, Bewerbungstraining und Präsentationstechniken.
„Die junge Frauengeneration in Deutschland verfügt über eine besonders gute Schulbildung“, sagt Sabine Herrmann, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Villingen-Schwenningen. Trotzdem entscheiden sich die Mädchen im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder und Studienfächer. Damit schöpfen sie ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus; den Betrieben fehlt aber gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.“
Die Teilnahme an der Girls’Day Akademie ist für die Mädchen kostenlos. Finanziert wird das Mädchen-Technik-Spezialangebot je zur Hälfte von Südwestmetall und der Agentur für Arbeit Villingen-Schwenningen. Die HFU stellt kostenlos die Räume und wissenschaftliche Mitarbeiter zur Verfügung. Im Anschluss erhalten alle Teilnehmerinnen der Girls'Day Akademie ein Zertifikat. Es umfasst die erlernten Inhalte und die beteiligten Schulen und Unternehmen der Region.
(Quelle: Agentur für Arbeit Villingen-Schwenningen, 24.11.2011)

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