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Woche der Menschen mit Behinderung - Durch Bildungsmaßnahme fit für den Arbeitsmarkt

Die berufliche Eingliederung arbeitsloser Schwerbehinderter zu beschleunigen, das ist das Ziel einer Bildungsmaßnahme, die durch die Jobcenter Pforzheim, Enzkreis und der Pforzheimer Arbeitsagentur betreut wird. Diese umfasst das individuelle Coaching, die Entwicklung von Strategien für den einen künftigen beruflichen Ansatz sowie Qualifizierungen und die Unterstützung bei Bewerbungsaktivitäten um nur einige zu nennen. Aktuell besuchen 22 arbeitslose schwerbehinderte Frauen und Männer den Kurs.

„Wir gehen in dieser Maßnahme speziell auf die Belange der Arbeitslosen ein, vor allem im Hinblick auf die Schwerbehinderung. Dabei ist es wichtig die beruflichen Fähigkeiten zu aktivieren“, kann Lothar Judt, Arbeitsvermittler und Projektbetreuer des Jobcenter Pforzheim zu den Zielen der Maßnahme berichten. Weitere Ziele sind das Erarbeiten beruflicher Alternativen und die Umsetzung in einem Praktikum, was im optimalen Fall zu einer Integration, auch durch Gewährung von entsprechenden Eingliederungszuschüssen für Schwerbehinderte führen kann. Seit März wird diese Möglichkeit des Coachings für Schwerbehinderte angeboten. Für die gehörlosen und schwerhörigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer steht eine Dolmetscherin für Gebärdensprache zur Verfügung. Jeder Teilnehmer oder jede Teilnehmerin kann den Lehrgang bis zu sechs Monaten besuchen, in angebrachten Einzelfällen kann auf neun Monate verlängert werden. Währenddessen werden gemeinsam Praktikumsplätze gesucht, die nicht selten in einem Arbeitsverhältnis enden. Immerhin konnten in den vergangenen neun Monaten 20 Praktika angetreten und zehn Arbeitsverhältnisse eingegangen werden.

Diejenigen, die aktuell den Lehrgang besuchen hoffen im kaufmännischen und gewerblichen Bereich eine Anstellung zu finden. Unter ihnen eine 53-jährige gehörlose Goldschmiedin, die nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit arbeitslos wurde oder eine 58-jährige Kauffrau, die längere Zeit Arbeit sucht und zuletzt sogenannte Ein-Euro-Jobs in einer Siebdruckerei und in der Kinderbetreuung ausgeübt hat. Eine 40-jährige schwerhörige Druckvorlagenherstellerin ist nach der Familienphase gerne bereit, auch Tätigkeiten anderer Art im Anlernbereich auszuüben.

„Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass hier sehr wohl Potenziale ruhen, die es zu nutzen gilt“, kann Lothar Judt den Arbeitgebern empfehlen. Wer sich als Arbeitgeber angesprochen fühlt, einen Praktikumsplatz für diese Maßnahme anzubieten, kann sich gerne mit dem Bildungsträger Donner+Partner GmbH in Pforzheim unter der Rufnummer 07231 1559719 in Verbindung setzen.

(Quelle: Arbeitsagentur Pforzheim, 05.12.2011)

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