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Agentur für Arbeit Pforzheim informiert: September bringt sinkende Arbeitslosigkeit in Pforzheim und dem Enzkreis

Im September sind die Arbeitslosenzahlen des Agenturbezirks Pforzheim wieder um 356 auf 7 364 gesunken. Die Arbeitslosenquote gab um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent nach. Im September des Vorjahres wurden knapp 1 400 Arbeitslose mehr gezählt, bei einer Quote von 5,4 Prozent.

Im September sind die Arbeitslosenzahlen des Agenturbezirks Pforzheim wieder um 356 auf 7 364 gesunken. Die Arbeitslosenquote gab um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent nach. Im September des Vorjahres wurden knapp 1 400 Arbeitslose mehr gezählt, bei einer Quote von 5,4 Prozent.

Walter Reiber, Chef der Pforzheimer Arbeitsagentur sieht diesen Rückgang als Zeichen einer vorhandenen Herbstbelebung. Es kamen gegenüber dem August 350 Personen weniger wegen Arbeitslosigkeit auf die Arbeitsagentur zu. In der gleichen Größenordnung wurde der Vorjahreswert unterschritten. Hinzu kam die wieder erwachte Einstellungsbereitschaft der Arbeitgeber nach den Sommerferien, die die Entwicklung der Arbeitslosigkeit positiv beeinflusste.

Auch landesweit waren es weniger Arbeitslose. Mit knapp 216 Tausend waren es rund 15 Tausend weniger als im August und knapp 42 Tausend weniger als vor einem Jahr. Wie im Agenturbezirk gab auch hier die Arbeitslosenquote innerhalb eines Monats um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent nach; allerdings auf niedrigerem Niveau; im Vorjahr waren es noch 4,6 Prozent gewesen.

Für die Stadt Pforzheim ergab sich bei 4 627 Arbeitslosen eine Quote von 7,8 Prozent (91 Arbeitslose weniger als im Vormonat). Wesentlich besser reagierte der Arbeitsmarkt im Enzkreis; hier bedeuteten 2 737 Betroffene im Vormonatsvergleich 266 Arbeitslose weniger, bei einer um 0,2 Prozentpunkte gesunkenen Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent. Auch im Berichtsmonat ist der Enzkreis unter den fünf Kreisen mit der niedrigsten Arbeitslosenquote landesweit zu finden, während der Stadtkreis leider noch die höchste Quote der Stadt- und Landkreise aufweist.

Arbeitslose

Knapp mehr als Hälfte der Arbeitslosen sind Männer; 3 715 entsprechen einem Anteil von 50,4 Prozent. Das waren 222 weniger als im August und 780 weniger als vor einem Jahr. Die Frauen konnten im September noch nicht so sehr von der guten Entwicklung profitieren, 3 649 Arbeitslose waren 134 weniger als vor vier Wochen und 609 weniger als im September des Vorjahres. „Vor allem die Jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahre waren es, die nach den Sommerferien ihren neuen Job antreten konnten. Viele von ihnen hatten schon im August ihre Einstellungszusagen in der Tasche“, bestätigte Walter Reiber seine Prognose des Vormonats.

Auch ein Blick auf die Zuständigkeiten der Rechtskreise zeigt deutlich mehr Bewegung bei der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung; 2 696 Arbeitslose waren es im September und somit 247 weniger als im August und knapp Eintausend weniger als vor einem Jahr. „Ein Indiz für den schnellen Einstieg in eine Anschlussbeschäftigung“, deutet Walter Reiber diese Entwicklung.

Über die steuerfinanzierte Grundsicherung des SGB II wurden zwei Drittel aller Arbeitslosen und somit 4 668 Personen betreut, im Vormonatsvergleich waren es 109 und im Vorjahresvergleich 446 weniger.

Offene Stellen

Der Arbeitgeberservice der Pforzheimer Arbeitsagentur hatte im Laufe des Septembers 582 neue Personalanfragen aufgenommen. Es waren 239 weniger als im August und 57 weniger als vor einem Jahr. „Viele Betriebe zeigen sich eher verhalten bei ihrer Einschätzung zum aktuellen Kräftebedarf. Gründe hierfür sind einerseits noch Urlaubszeiten andererseits aber auch die öffentliche Diskussion über die weltweite wirtschaftliche Entwicklung“, erklärt Walter Reiber den Rückgang der Kräftenachfrage.

Dennoch lässt sich bei den gemeldeten Stellen ein deutlicher Trend zu unbefristeten Arbeitsverträgen ablesen. Nur noch 18 Prozent der Verträge werden befristet angeboten.

Betrachtet man den Stellenzugang seit Jahresbeginn, so wurde das Vorjahresniveau bis September um 22,6 Prozent übertroffen.

Nach Branchen betrachtet kam ein Drittel der neuen Stellen von den Personaldienstleistungsunternehmen. Das Verarbeitende Gewerbe meldete 20 Prozent aller neuen Stellen. jede zehnte Stelle meldete der Handel, sechs Prozent machte das Gesundheitswesen an den neuen Personalanforderungen aus.

Am Monatsende waren 1 902 Stellen unbesetzt. Hier sind vor allem Fachkräfte des Metallverarbeitenden Gewerbes gesucht oder Personen mit Berufserfahrung; knapp die Hälfte der Anfragen fordern Dienstleistungsberufe an. Es werden Bürokaufleute, Waren- und Dienstleistungskaufleute, Kraftfahrer und Bewerberinnen und Bewerber mit Gesundheitsdienst- und Erziehungsberufen nachgefragt. Von diesen freien Stellen erfordern 91,4 Prozent eine abgeschlossene Berufsausbildung oder entsprechende Erfahrungen; 8,6 Prozent der Stellen sind Helfertätigkeiten, die ohne weitergehende Vorkenntnisse angelernt werden können.

Zielgruppen

Im September konnten alle ausgewiesenen Zielgruppen von der guten Arbeitsmarktlage profitieren. Auffallend war der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen. Am Monatsende waren es 811 Arbeitslose, 133 weniger als noch im August. Die Arbeitslosenquote dieser Personengruppe gab um überdurchschnittliche 0,7 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent nach.

Von den Arbeitslosen der Altersklasse „50-plus“ konnten 66 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden; deren Arbeitslosenquote erholte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent. Am Monatsende waren knapp 2 300 Personen dieser Altersklasse ohne Arbeit.

Der Anteil arbeitsloser Ausländer liegt bei 29,3 Prozent aller Arbeitslosen. Es wurden 2 157 Personen ausländischer Herkunft gezählt, 48 weniger als im August und 210 weniger als vor einem Jahr. Ihre Arbeitslosenquote erholte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 10,8 Prozent.

Mit 2 310 Langzeitarbeitslosen (ein Jahr und länger arbeitslos) ist zwar ein geringer Rückgang (minus drei) zu verzeichnen, der Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit ist aber auf 31,4 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vormonat hat sie sich eher verfestigt, allerdings unterschreitet die Zahl von 2 310 Langzeitarbeitslosen den Vorjahreswert um 17 Prozent.

Situation in Pforzheim und dem Enzkreis

Der September ließ Pforzheim weniger stark als den Enzkreis von der Herbstbelebung profitieren. Während es in Pforzheim 90 Arbeitslose weniger waren, zeigte sich der Enzkreis, mit 266 Personen weniger, deutlich freundlicher. In der Stadt Pforzheim waren es am Stichtag 4 627 Arbeitslose, bei einer Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent (Vorjahr: 8,5 Prozent). Im Zuständigkeitsbereich des Jobcenter Pforzheim beziehen 3 446 Personen Arbeitslosengeld II; die um sieben gegenüber dem Vormonat leicht zulegten. Ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit der Stadt Pforzheim liegt bei 74,5 Prozent. Rückläufig war hingegen die Anzahl derer, die von der Agentur für Arbeit über die Versicherungsleistungen betreut werden und Arbeitslosengeld I beziehen können, nämlich um 97 auf 1 181 Arbeitslose. Sie entsprechen einem Anteil von 25,5 Prozent der arbeitslosen Pforzheimer.

Im Enzkreis waren es 2 737 Arbeitslose, 266 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote gab um 0,2 Prozentpunkte nach. Sie liegt nun bei 2,7 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent).

Im landesweiten Vergleich können nur fünf Kreise und kreisfreie Städte eine Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent oder weniger vorweisen, darunter der Enzkreis. Die landesweit niedrigste Arbeitslosenquote hat Biberach (2,4 Prozent), gefolgt von Ravensburg (2,5 Prozent). Der Alb Donau Kreis und der Hohenlohekreis sind gleichauf bei 2,6 Prozent Arbeitslosigkeit, dann kommt der Enzkreis mit einer Quote von 2,7 Prozent.

Nach Rechtskreisen betrachtet, fallen 1 222 Arbeitslose des Enzkreises in den Zuständigkeitsbereich von Arbeitslosengeld II, 116 weniger als im August. Ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt 44,6 Prozent; 55,4 Prozent von ihnen wurden über die Zuständigkeit der Versicherungsleistungen betreut; das waren bei 1 515 Arbeitslosen 150 weniger als im Vormonat.

Regionaler Arbeitsmarkt

Im Bezirk der Hauptagentur mit der Stadt Pforzheim und dem westlichen Enzkreis zeigte sich deutlich mehr Bewegung als im Geschäftsstellenbezirk Mühlacker. Die Arbeitslosigkeit ging um knapp 300 auf 6 362 zurück. Die Arbeitslosenquote erholte sich um durchschnittliche zwei Prozentpunkte und lag im Berichtsmonat bei 4,9 Prozent (Vorjahr: 5,7 Prozent)

Auch für die Geschäftsstelle Mühlacker mit dem östlichen Enzkreis ergaben sich weniger Arbeitslose. Am Monatsende waren es 1 002 Betroffene; 63 weniger als im August. Auch hier gab die Quote um 0,2 Prozentpunkte nach. Sie liegt aktuell bei 3,1 Prozent (Vorjahr: 4,1 Prozent).

(Quelle: Agentur für Arbeit Pforzheim, 29.09.2011)

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