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Noch über 150 freie Ausbildungsplätze, nur wenige unversorgte Bewerber

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt hat sich im zurückliegenden Berufsberatungsjahr (01.10.2010 bis 30.09.2011) positiv entwickelt. Auch die enge Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer hat sich im Bereich der Ausbildungsvermittlung bewährt.

„Im Agenturbezirk Lörrach hatten wir gleich viele Bewerber wie im Jahr vorher, aber der Wirtschaftsaufschwung brachte ein Viertel mehr an Ausbildungsstellen “, so Dr. Dagmar Brendel, Leiterin der Agentur für Arbeit Lörrach. „In diesem Jahr fanden fast alle Jugendlichen den Einstieg in Beruf, Schule oder vorbereitende Bildungsmaßnahmen. Ich bin zuversichtlich, dass wir den wenigen ohne Ausbildungsstelle verbliebenen Jugendlichen bis zum Jahresende auch eine Alternative anbieten können. Denn es gibt noch interessante freie Ausbildungsmöglichkeiten. Jeder erhält ein Angebot.“ verspricht Dr. Dagmar Brendel.

Genau wie im letzten Jahr suchten 2346 junge Menschen über die Arbeitsagentur Lörrach eine Ausbildungsstelle. Aber im Gegensatz zum Vorjahr hat sich die Zahl der unversorgten Bewerber von 49 auf 7 verringert. Insgesamt meldeten die Betriebe und Verwaltungen 2557 Ausbildungsplätze. Das sind 513 oder 25,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Interessant ist auch die Art des Verbleibes der gemeldeten Bewerber:

Im Vergleich zum Vorjahr mündeten 75 Jugendliche mehr in Berufsausbildung ein. Der Eintritt in Fördermaßnahmen nahm dagegen um knapp 13 Prozent ab.

Wunschberufe haben sich im Vergleich zu den Vorjahren kaum verändert. Am stärksten nachgefragt wurden nach wie vor Ausbildungsstellen als Verkäufer/in (268), Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel (188), Industriekauffrau/-mann (128), Bürokauffrau/-mann (128) und Med. Fachangestellte (104). Die Top 5 der gemeldeten Ausbildungsstellen waren Verkäufer/in, Kaufmann/frau im Einzelhandel, Koch/Köchin, Industriekauffrau/-mann und Restaurantfachfrau/-mann.

„Die Ausbildungsbereitschaft unserer Betriebe ist sehr hoch“, so Brendel. „aber gleichzeitig zeigt die Zahl unbesetzter Lehrstellen, dass wir gravierenden Problemen gegenüberstehen. Die Betriebe wollen und müssen im Hinblick auf den demografischen Wandel ausbilden, aber gleichzeitig fehlt es an jungen aufgeschlossenen Menschen. “

Flexibilität und Mobilität werden immer stärker nachgefragt. Deshalb ist es besonders wichtig, sich mehrere berufliche Alternativen zu überlegen. Nicht jeder hat die Möglichkeit, seinen Wunschberuf zu erlernen. Jugendlichen sollten sich nicht nur auf Trendberufe fixieren, sondern auch die Vielzahl anderer interessanter Berufsfelder sehen, die den eigenen Neigungen vielleicht auch entsprechen, “ so Brendel.

In den nächsten Jahren wird die Zahl der Schulentlassenen stetig zurückgehen, so dass Betriebe nicht nur das Potential von TOP-Bewerbern nutzen können. Die Arbeitsagentur bietet Beratung und Vermittlung, sowie eine Vielzahl anderer Unterstützungen, wie z.B. ausbildungsbegleitende Hilfen für Jugendliche an. Ein frühzeitiger Besuch bei einem Berufsberater lohnt sich auf jeden Fall.

(Quelle: Agentur für Arbeit Lörrach, 07.11.2011)

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