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Der Arbeitsmarkt im Dezember: Arbeitslosenquote leicht angestiegen auf 3,8 Prozent. 1.200 Menschen weniger arbeitslos als vor einem Jahr.

Mit insgesamt 6.460 Arbeitslosen im Zollernalbkreis und im Landkreis Sigmaringen und einer Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent im Bezirk der Agentur für Arbeit Balingen ist das alte Jahr auf dem regionalen Arbeitsmarkt zu Ende gegangen. Nach seit Monaten rückläufigen Arbeitslosenzahlen wurde in den letzten vier Wochen erstmals wieder ein Anstieg registriert.

An Weihnachten waren rund 190 Menschen mehr arbeitslos als im November. Diese Zunahme hat überwiegend saisonale Gründe und ist für einen Dezember üblich. Der Anstieg ist aber geringer als die durchschnittlichen jeweiligen Zuwachsraten zum Jahresende der Vorjahre. Die Arbeitslosenquote stieg daher nur moderat um ein Zehntel auf 3,8 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich zum Ende des Jahres stabil“, zieht Georg Link, Chef der Balinger Arbeitsagentur, eine positive Bilanz. „Im Dezember steigt die Arbeitslosigkeit traditionell an, das konnten wir auch in diesem Jahr nicht verhindern. Der vergleichsweise geringe Zuwachs zeigt aber die Kraft und Stabilität unseres heimischen Arbeitsmarktes. Schon im letzten Dezember hatten wir uns über die gute Entwicklung gefreut und ermutigende Zahlen präsentiert. Umso erfreulicher ist, dass die Arbeitslosigkeit nochmals spürbar gesenkt werden konnte. Heute sind 1.200 Menschen weniger arbeitslos als vor einem Jahr. Einen niedrigeren Arbeitslosenbestand zum Jahresende hat es zuletzt vor zwanzig Jahren gegeben.“

Traditionell etwas verhaltener verläuft vor dem Jahreswechsel die Suche der Betriebe nach neuem Personal. Die Nachfrage nach Arbeitskräften war deshalb etwas geringer als noch im November, liegt jedoch zum Ende des Jahres 2011 um mehr als 10 Prozent über dem Vorjahresniveau. Fast 670 Stellen wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Balingen und der beiden Jobcenter Zollernalbkreis und Landkreis Sigmaringen im Dezember gemeldet, im ganzen Jahr 2011 mehr als 8.900 Stellen, fast ein Drittel mehr als im Jahr zuvor. Die Agentur für Arbeit Balingen hat damit Ende 2011 rund 2.180 Stellen im Pool, 46 Prozent mehr als zum Vorjahresende.

Die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt war im Dezember vergleichsweise gering. Die Dynamik, also die Summe der Zu- und Abgänge in bzw. aus Arbeitslosigkeit, ging etwas zurück. In den letzten vier Wochen meldeten sich 1.920 Menschen erstmals oder zum wiederholten Male arbeitslos, 110 weniger als im Vormonat und sogar 250 weniger als vor Jahresfrist. Nur 1.730 Personen konnten dagegen ihre Arbeitslosigkeit beenden, so wenige wie seit fast drei Jahren nicht mehr.

Die Arbeitslosenquote beträgt im Agenturbezirk im Dezember nach dem leichten Anstieg um ein Zehntel 3,8 Prozent. In beiden Landkreisen stieg sie im Vergleich zum Vormonat um jeweils 0,1 Punkte und liegt nun im Zollernalbkreis bei 4,0 und im Landkreis Sigmaringen bei 3,6 Prozent. Damit liegt der Geschäftsstellenbezirk Sigmaringen, der deckungsgleich mit dem Landkreis ist, weiterhin unter dem Landesdurchschnitt von derzeit 3,7 Prozent. Gleiches gilt mit gleichbleibend 3,4 Prozent auch für den Bezirk der Hauptagentur Balingen. In den Geschäftsstellenbezirken Albstadt und Hechingen stiegen die Arbeitslosenquoten auf 4,6 bzw. 3,9 Prozent leicht an. Verglichen mit dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit in allen Geschäftseinheiten des Agenturbezirks um zwischen 10 und über 18 Prozent zurück und liegt für den gesamten Agenturbezirk knapp 16 Prozent unter den Vorjahreswerten.

Von den 6.460 Arbeitslosen zählen 3.490 oder 54 Prozent zum Personenkreis der Hilfebedürftigen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II, die von den Jobcentern betreut werden. Ihre Zahl ist gegenüber dem Vormonat fast unverändert, aber im Vergleich zum Vorjahr um 530 und damit um über 13 Prozent gesunken. Im Zollernalbkreis sind derzeit 2.220 SGB II-Arbeitslose gemeldet, im Landkreis Sigmaringen 1.270. In der Arbeitslosenversicherung nach dem SGB III sind 2.970 Personen erfasst, 1.800 im Zollernalbkreis und 1.170 im Landkreis Sigmaringen. Das sind 170 mehr als im November, aber 670 oder über 18 Prozent weniger als im Vorjahr.

(Quelle: Agentur für Arbeit Balingen, 03.01.2012)

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