Der Arbeitsmarkt im November: Arbeitslosenquote unverändert bei 3,7 Prozent. Anteil älterer und schwerbehinderter Arbeitsloser steigt.
Die Zahl der Arbeitslosen ist im November im Vergleich zum Vormonat nahezu konstant geblieben. Wegen des überwiegend milden und sonnigen Herbstwetters gibt es offensichtlich noch keine witterungsbedingten Arbeitsausfälle, die den positiven Gesamttrend auf dem Arbeitsmarkt stoppen.
Zwar stieg die Zahl derer, die sich in den letzten vier Wochen arbeitslos melden mussten, im Vergleich zum Oktober deutlich an. Aber wie schon in den beiden Vormonaten beendeten im gleichen Zeitraum noch mehr Personen ihre Arbeitslosigkeit, so dass insgesamt ein weiterer, leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen ist.
In den beiden Landkreisen Sigmaringen und Zollernalbkreis wurden im November insgesamt 6.270 Arbeitslose gezählt, 50 weniger als im Oktober. Für den gesamten Agenturbezirk blieb damit die Arbeitslosenquote mit 3,7 Prozent unverändert zum Vormonat. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres waren bei einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent noch 1.280 Menschen mehr ohne Arbeit. Die Arbeitslosenzahl hat sich damit innerhalb der letzten 12 Monate um knapp 17 Prozent verringert. Der Rückgang ist etwas stärker als im Landesdurchschnitt Baden-Württembergs mit 15,4 Prozent.
„Wir müssen natürlich damit rechnen, dass wir den derzeitigen Schwung auf dem Arbeitsmarkt nicht vollständig auch über die Wintermonate retten können. Aber unabhängig von den üblichen saisonalen Witterungseinflüssen zeigt sich eine sehr viel bessere Beschäftigungssituation als in den Jahren zuvor“, so Georg Link, Leiter der Balinger Arbeitsagentur.
Dazu trägt insbesondere die nach wie vor sehr hohe Nachfrage nach Arbeitskräften bei. „Über 780 neue Stellenangebote haben uns die heimischen Betriebe im November gemeldet. Das sind nochmals 30 Stellen mehr als im Oktober. Für einen November ist das sogar den Spitzenwert der letzten 10 Jahre“, freut sich Link. Der gemeinsame Arbeitgeberservice der Jobcenter Sigmaringen und Zollernalbkreis und der Arbeitsagentur hatte zum Statistiktermin 2.170 freie Stellen im Pool, fast um die Hälfte mehr als vor einem Jahr.
Im November meldeten sich 2.030 Menschen arbeitslos, mehr als ein Zehntel weniger als im November letzten Jahres. Für 2.090 Menschen endete dagegen die Arbeitslosigkeit. Rund ein Drittel von ihnen hat eine neue Arbeitsstelle gefunden, fast ein Viertel kann derzeit wegen Krankheit nicht in Arbeit vermittelt werden. Nur noch etwa 8 Prozent der arbeitslos gemeldeten Personen sind jünger als 25 Jahre, während mehr als 38 Prozent zu den älteren Arbeitslosen ab 50 zählen. Gerade bei den Älteren sank die Arbeitslosigkeit gemessen am Vorjahr deutlich unterdurchschnittlich. Noch ungünstiger ist die Entwicklung bei den Menschen mit Behinderung: Jeder zehnte Arbeitslose gehört inzwischen dieser Personengruppe an. Entgegen des allgemeinen Trends ist bei den schwerbehinderten Arbeitslosen sogar ein leichter Anstieg auf jetzt 640 Personen festzustellen. „Diese beiden Personengruppen stehen deshalb weiter im Fokus unserer Bemühungen. Es muss uns noch mehr als bisher gelingen, Arbeitgeber auch vom Potenzial der Menschen mit Behinderung und der Älteren zu überzeugen“, betont Link.
Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat sowohl im gesamten Agenturbezirk mit 3,7 Prozent als auch in den beiden Landkreisen Sigmaringen (3,5 Prozent) und Zollernalbkreis (3,9 Prozent) sowie im Bezirk der Hauptagentur Balingen (3,4 Prozent) unverändert. Abweichungen um jeweils 0,2 Prozent zum Oktober gab es lediglich im Geschäftsstellenbezirk Hechingen mit einem Anstieg auf jetzt 3,8 Prozent und im Bezirk Albstadt mit einem Rückgang auf 4,4 Prozent.
(Quelle: Agentur für Arbeit Balingen, 30.11.2011)

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