Bildung sichert Zukunft – Auftaktveranstaltung mit dem türkischen Generalkonsul
vMehr türkische und türkischstämmige junge Menschen erfolgreich im Beruf ausbilden und eine höhere Quote bei Schulabschlüssen erreichen. Nur dadurch gelingt eine bessere gesellschaftliche Integration.Mehr türkische und türkischstämmige junge Menschen erfolgreich im Beruf ausbilden und eine höhere Quote bei Schulabschlüssen erreichen. Nur dadurch gelingt eine bessere gesellschaftliche Integration.
Dies war der Tenor der Grußworte und Impulsvorträge bei der Auftaktveranstaltung zu „Bildung sichert Zukunft“ im Konzerthaus. Viele interessierte Besucher sind der Einladung der türkischen Vereine, des Job-Centers und der Agentur für Arbeit gefolgt. Die Teilnahme von Generalkonsul Ari aus Stuttgart war für die türkischen Mitbürger und die Veranstalter ein wichtiges Signal.
„Ausbildung ist einer der wichtigsten Schritte zur gesellschaftlichen Integration“. Aus diesem Grund richtet sich die Veranstaltung nicht nur an Jugendliche sondern auch an die Eltern. Um möglichst viele Personen anzusprechen, haben zahlreiche türkische Vereine und Institutionen an den Vorbereitungen mitgewirkt. „Ohne diese Unterstützung wäre die heutige Veranstaltung so nicht möglich gewesen“, so Thomas Koch, Leiter des Jobcenters Heidenheim.
In ihren Grußworten wiesen der Landrat des Landkreises Heidenheim, Herman Mader, der Oberbürgermeister des Stadt Heidenheim, Bernhard Ilg sowie der türkische Generalkonsul, M. Türker Ari auf den Wert und die Notwendigkeit von Bildung und Ausbildung hin. Im Fazit waren sich alle einig: Bildung ist der entscheidende Schlüssel zur sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Integration von Kindern und Jugendlichen.
„In Baden-Württemberg hat jeder Vierte (auch) ausländische Wurzeln. Die türkische Gemeinde darunter ist mit 20 Prozent die stärkste Gruppe“, so Peter Baur, Leiter der Agentur für Arbeit Aalen. „Eine fehlende Berufsausbildung stellt das höchste Risiko für die Arbeitslosigkeit dar. Trotzdem sind ausländische Jugendliche unterdurchschnittlich an Ausbildung beteiligt; die Ausbildungsquote ist nur halb so hoch wie bei deutschen Jugendlichen“, so Baur weiter.
„Wir beginnen hier in Heidenheim nicht bei null, sondern blicken bereits auf verschiedene gelungene Aktivitäten zurück. Etwa die zusätzlichen Maßnahmen wie die vertiefte Berufsorientierung und der Einsatz von Berufseinstiegsbegleitern sowie die gute und intensive Zusammenarbeit im Netzwerk Integration oder die Informationsveranstaltungen für Eltern in den Moscheen in Giengen und in Heidenheim.
Wir wollen den bisherigen Weg fortsetzen und intensivieren
Dies im Blick haben Herr Generalkonsul Ari und Frau Strobel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Diese Erklärung beinhaltet drei Elemente:
1) In türkischen Vereinen, Einrichtungen und Begegnungsstätten der türkischen Gemeinde sollen Mentoren bzw. Multiplikatoren und zweisprachige Personen (deutsch und türkisch) Eltern und Jugendlichen erste Informationen übermitteln und den Zugang zu Berufsberatung ermöglichen.
2) In diesem Zusammenhang sollen insbesondere türkische Elternbeirats-Vereine sowie Sport-, Kultur-, Religions- und Unternehmensverbände und nichtstaatliche Organisationen dazu angeregt werden, einen engen und intensiven Kontakt mit den Agenturen für Arbeit zu pflegen.
3) Auf diese Weise kann innerhalb der türkischen Gemeinde ein umfassendes und beständiges „Multiplikatoren-Netzwerk“ aufgebaut werden. Auf lange Sicht soll dieses Netzwerk eine Brücke zu den professionellen Angeboten der Berufsberatung und Ausbildungsstellenvermittlung bilden.
In einer anschließenden Podiumsdiskussion mit einer Schülerin, Vertretern aus dem Bereich Arbeitgeber, Sozialarbeitern sowie des Teamleiters der Berufsberatung wurde unter Moderation von Wolfgang Krause nochmals aus verschiedenen Perspektiven die Notwendigkeit schulischer und beruflicher Ausbildung diskutiert. Ebenfalls Thema war die hierzu notwendige Unterstützung der Jugendlichen durch die Eltern. Zum Abschluss gab jeder der Teilnehmer nochmals einen persönlichen Rat an das anwesende Publikum. Gebhard Bühler als Vertreter der Berufsberatung, schloss die Diskussion mit dem Hinweis ab: „Wenn alle vorangegangenen Ratschläge beachtet werden und dann noch das Angebot der Berufsberatung in Anspruch genommen wird, steht einer Ausbildung nichts mehr im Wege“.
Zusätzlich gab es auf einem Markt der Möglichkeiten zahlreiche Informationsstände von verschiedenen Akteuren am Ausbildungsmarkt, Arbeitgebern, Schulen und Bildungsträgern. Hier konnten sich die Jugendlichen und ihre Eltern über Ausbildungs- und Fördermöglichkeiten informieren sowie erste Kontakte knüpfen.
(Quelle: Arbeitsamt Aalen, 07.12.2011)

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