Weiterhin starker Bedarf an qualifizierten Kräften
Die Zahl der Arbeitslosen im Ostalbkreis und im Landkreis Heidenheim ist im November weiter gesunken, dies hatte jedoch keine Auswirkung auf die Arbeitslosenquote.
In Ostwürttemberg waren insgesamt 8.732 Personen und damit 101 weniger als im Oktober arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote blieb bei 3,8 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,5 Prozent.
In Baden-Württemberg ging die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozent auf 3,6 Prozent zurück.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist für einen November ungewöhnlich deutlich angestiegen.
Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Aalen wurden 1.272 neue Stellen gemeldet, das sind 266 mehr als im Vormonat und 389 mehr als im November des letzten Jahres.
Arbeitslosenzahl im November: -101 auf 8.732
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -1.699 = - 16,3 Prozent
Arbeitslosenquote im November: +/-0 Prozentpunkte
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) verringerte sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im Vergleich zum Oktober um 145 auf 3.696 Personen. Im Bereich der Grundsicherung (SGB II) stieg die Zahl der Personen um 44 auf 5.036 Arbeitslose.
Damit liegt der Anteil der Arbeitslosen aus dem SGB III-Bereich bei 42,3 Prozent, der des Alg II-Bereichs (SGB II) bei 57,7 Prozent.
Auf die einzelnen Landkreise verteilen sich die Zahlen wie folgt:
Im Ostalbkreis sind 5.652 Personen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 3,5 Prozent (wie im Vormonat). Hiervon werden 2.425 Personen von der Arbeitsagentur (SGB III) und 3.227 Personen vom Jobcenter Ostalbkreis (SGB II) betreut.
Im Landkreis Heidenheim sind 3.080 Personen arbeitslos, dies entspricht einer Quote von 4,6 Prozent (ebenfalls wie im Vormonat); bei der Arbeitsagentur sind 1.271 Personen und beim Jobcenter Heidenheim 1.809 Personen arbeitslos gemeldet.
Personengruppen:
Die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen ist erneut zurückgegangen. Im November waren 608 Personen arbeitslos gemeldet. Dies sind 82 Personen oder 11,9 Prozent weniger als im Vormonat. Der Anteil der jugendlichen Arbeitslosen an allen Arbeitslosen liegt diesen Monat bei 7,0 Prozent.
1.701 Ausländer sind arbeitslos; 22 mehr als im Oktober. Diese Personengruppe hat einen Anteil von 19,5 Prozent an allen Arbeitslosen.
Die Zahl der 50-jährigen und älteren Arbeitslosen ist ebenfalls angestiegen und zwar um 22 auf 3.404 Personen. Der Anteil der Älteren liegt bei 39,0 Prozent.
Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen reduzierte sich um drei Personen auf 593. Der Gesamtanteil liegt jetzt bei 6,8 Prozent.
Im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit ging die Zahl um 45 auf 3.058 Personen zurück; der Anteil an allen Arbeitslosen bleibt mit 35,0 Prozent hoch.
Stellenangebote:
- 1.272 neue Stellen wurden dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit im November gemeldet; das sind
- 266 Stellen oder 26,4 Prozent mehr als im Oktober. Zur Vermittlung stehen dem Arbeitgeberservice nunmehr
- 3.871 Stellen zur Verfügung, 1.321 Stellen mehr als im November letzten Jahres.
- 48,7 Prozent der Stellenangebote werden von Zeitarbeitsfirmen angeboten.
Der Arbeitsmarkt nach Geschäftsstellen:
In der Hauptagentur Aalen sind 1.927 Arbeitslose gemeldet, das sind zwei weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 3,3 Prozent.
In Bopfingen sind 546 Personen arbeitslos, das ist eine Person mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ändert sich dadurch nicht und bleibt bei 4,0 Prozent.
Im Geschäftsstellenbereich Ellwangen gibt es 443 Arbeitslose, 17 weniger als im Oktober. Auch hier verändert sich die Arbeitslosenquote nicht. Es bleibt bei einer Quote von 2,0 Prozent.
Insgesamt 42 Arbeitslose weniger und damit 2.736 Arbeitslose sind in Schwäbisch Gmünd gemeldet. Hier gab es die einzige Auswirkung auf die Arbeitslosenquote; sie sank um 0,1 auf 3,9 Prozent.
Heidenheim hat 3.080 gemeldete Arbeitslose. Obwohl 41 arbeitslos gemeldeten Personen weniger als im Vormonat, verharrt die Arbeitslosenquote der Geschäftsstelle bei 4,6 Prozent.
Zusammenfassung:
„Die erneute Zunahme um 266 gemeldete Stellen im November stimmt mich zuversichtlich, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiterhin auf diesem guten Niveau bleibt. Eine solche Steigerung im November ist ungewöhnlich! Normalerweise werden im November deutlich weniger Stellen angeboten als in einem Oktober. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist stabil. Allerdings konnten diesen Monat im Wesentlichen nur die jüngeren Arbeitslosen von der Arbeitskräftenachfrage profitieren, da nur in dieser Personengruppe ein wesentlicher Rückgang zu verzeichnen ist. Auch unter den Personengruppen, die nicht so stark von der guten wirtschaftlichen Lage profitieren konnten gibt es Potenzial, das es, gegebenenfalls mit Hilfen, im Rahmen des steigenden Fachkräftebedarfs auszuschöpfen gilt“, so Peter Baur, Leiter der Agentur für Arbeit Aalen.
(Quelle: Agentur für Arbeit Aalen, 01.12.2011)

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