Clement und Weise starten Wettbewerb "Deutscher Förderpreis Jugend in Arbeit"
Bundeswirtschafts- und -arbeitsminister Wolfgang Clement und der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-J. Weise, haben in Berlin den "Deutschen Förderpreis Jugend in Arbeit" ins Leben gerufen. Damit wollen sie bundesweit Aktivitäten gegen Jugendarbeitslosigkeit mobilisieren und innovative Lösungsansätze ins Blickfeld rücken. Der Wettbewerb startet in allen 16 Bundesländern, die Landessieger nehmen anschließend an der Bundesausscheidung teil. Ausgezeichnet werden innovative Konzepte und Projekte zur beruflichen Integration arbeitsloser junger Menschen unter 25 Jahren, die Empfänger von Arbeitslosengeld II sind. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 3,4 Mio. Euro vergeben.
"Wir brauchen ein deutliches Signal für einen Aufbruch im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit", betonten Clement und Weise bei der Auftaktveranstaltung in Berlin. "Viele Umsetzer vor Ort wissen noch zu wenig über die neuen Möglichkeiten, die durch die Grundsicherung für Arbeitsuchende (Hartz IV) gerade für Jugendliche geschaffen wurden. So steht eine völlig neuartige Kombination aus Beratung und Förderinstrumenten zur Verfügung, die eine ganzheitliche Betreuung und gezielte Vermittlung entsprechend der individuellen Lebenssituation des Jugendlichen ermöglicht. Deshalb wollen wir in allen Regionen Deutschlands informieren, mobilisieren und die kreativsten Ansätze ins Blickfeld rücken, damit Arbeitsvermittler genauso wie Unternehmen, Träger und Initiativen sich mit aller Kraft für die Jugendlichen einsetzen", so Clement und Weise.
Der "Deutsche Förderpreis Jugend in Arbeit" wird in vier Kategorien vergeben: Freie Träger, Unternehmen, Netzwerke / Initiativen sowie die Umsetzer der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitsgemeinschaften, Optionskommunen, Agenturen für Arbeit). In den ersten drei Kategorien erhalten die Landespreisträger bis zu 50.000 Euro, die Bundessieger bis zu 250.000 Euro. Zusätzlich wird auf Bundesebene die innovativste Konzeptidee ebenfalls mit einem Sonderpreis von bis zu 250.000 Euro prämiert. Die Preisgelder sind zweckgebunden und müssen für die Integration von hilfebedürftigen Jugendlichen nach dem SGB II eingesetzt werden. Die Umsetzer der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten statt Preisgeldern eine ideelle Auszeichnung. Die Landessieger werden jeweils im Januar 2006, die Bundessieger im Frühjahr 2006 ausgezeichnet. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch 16 Länderjurys und eine Bundesjury, die mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, Verbänden, Unternehmen, Gewerkschaften, Regionaldirektionen, Forschung und Gesellschaft besetzt sind. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 14. Oktober 2005.
"Ich freue mich, dass der Wettbewerb partei- und interessenübergreifend unterstützt wird, denn die Überwindung der Arbeitslosigkeit junger Menschen ist die gegenwärtig wichtigste gesellschaftspolitische Aufgabe in Deutschland", unterstrich Clement. Sowohl der Minister als auch der Vorstand der Bundesagentur für Arbeit planen, in allen Bundesländern gemeinsam mit den Unterstützern des Wettbewerbes für die Teilnahme zu mobilisieren.
Die Vergabe des "Deutschen Förderpreises Jugend in Arbeit" erfolgt in Zusammenarbeit mit der Initiative TeamArbeit für Deutschland und den Kommunalen Spitzenverbänden.
Für die Teilnehmer am Wettbewerb ist eine Info-Hotline geschaltet: 0180 ? 100 2866 (4,6 Cent/Min.). Alle Informationen und Unterlagen zum Wettbewerb sind im Internet veröffentlicht unter www.foerderpreis-jugend.de.
Wettbewerbskontakt: Deutscher Förderpreis Jugend in Arbeit Wettbewerbsbüro c/o Bundesagentur für Arbeit Regensburger Str. 104 90478 Nürnberg Tel.: 0911-179-4172 Fax: 0911-179-1486 E-Mail: zentrale.foerderpreis-jugend@arbeitsagentur.de
Die Mitglieder der Bundesjury sind:
Prof. Jutta Allmendinger, Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Dr. Christine Bergmann, Mitglied des Ombudsrates zur Grundsicherung für Arbeitslose
Peter-Harry Carstensen, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein und zukünftiger Präsident des Bundesrates
Wolfgang Clement, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit
Hans Jörg Duppré, Präsident des Deutschen Landkreistages
Klaus Franz, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Adam Opel AG
Ekkehardt Gahntz, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Wirtschaft, Recht, Soziales und Umwelt
Prof. Dr. Thomas Gruber, Intendant des Bayerischen Rundfunks
Knuth Henneke, Bereichsleiter Personal der BASF AG
Bischof Dr. Wolfgang Huber, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
Dr. Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks
Kardinal Karl Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
Uwe Lübking, Beigeordneter des Deutschen Städte- und Gemeindebundes
Walter Mennekes, Geschäftsführer der MENNEKES Elektrotechnik GmbH & Co.KG
Matthias Platzeck, Präsident des Bundesrates und Ministerpräsident von Brandenburg
Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie
Michael Sommer, Bundesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes
Barbara Stolterfoht, Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes
Jürgen R. Thumann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V.
Wolfgang Tiefensee, Präsidiumsmitglied des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister von Leipzig
Frank-J. Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit
Alle Informationen auch zu den einzelnen Länderjurys gibt es im Internet unter www.foerderpreis-jugend.de.
(Quelle: BMWA, 22.07.2005)


